Infos für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

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Reanimation

Wiederbelebung.

Recht auf Nichtwissen

Mit dem „Recht auf Nicht-Wissen“ ist gemeint, dass Eltern auf Tests zur Früherkennung bestimmter Erkrankungen verzichten können. Mit solchen Tests kann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bestimmt werden, ob das Kind eine genetische Erkrankung haben wird. In vielen Fällen, wie etwa bei der Diagnose Down-Syndrom, wird die Schwangerschaft abgebrochen, auch wegen des sozialen Drucks.
Die Diskussion um das Recht auf Nicht-Wissen wird immer schärfer geführt, unter anderem, weil die Krankenversicherungen möglicherweise bald die Kosten für einige Testverfahren übernehmen werden. Dadurch wächst der soziale Druck auf die Eltern, diese Tests durchzuführen.

Regression

Die Regression bezeichnet das Zurückfallen auf kindliche Verhaltensweisen und Zustände. Es können etwa bereits erlernte Fähigkeiten wie das Sprechen verloren gehen. Solche Entwicklungen können sich zum Beispiel bei Erkrankungen des Gehirnes wie bei einigen Formen der Demenz ergeben.

Reha-Leistungen

Zur Rehabilitation gehören viele verschiedene Leistungen. Zum Beispiel diese:

  • Erstversorgung im Krankenhaus nach einem Unfall
  • ärztliche Behandlung
  • Heilmittel, zum Beispiel Massagen, Bestrahlungen, Atem-Therapie
  • Physio-Therapie (Bewegungsübungen)
  • Hilfsmittel, zum Beispiel Hörgeräte, Rollstühle
  • finanzielle Leistungen, zum Beispiel Krankengeld

Es gibt Reha-Leistungen in der medizinischen Reha und in der beruflichen Reha.
Die Leistungen bezahlen die Rehabilitationsträger, zum Beispiel die Krankenkassen, die Rentenversicherung oder die Gesetzliche Unfallversicherung (GUV).
Mehr Informationen lesen Sie hier: Reha-Leistungen

Rehabilitation

Rehabilitation bedeutet wörtlich übersetzt „Wiederherstellung“. Die Abkürzung für Rehabilitation lautet Reha. Sie soll Menschen mit chronischer Erkrankung oder einer Behinderung helfen. Zum Beispiel nach einem Unfall, einem Schlaganfall oder einem Burn-Out. Es gibt viele verschiedene Hilfen und Therapien in der Rehabilitation. Zum Beispiel Bewegungstraining oder Sprachtherapie.
Mehr Informationen lesen Sie hier: Reha und Therapie

Remission

Rückbildung (z.B. von Krankheitszeichen).

Resilienz

Mit Resilienz ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber sozialen und psychischen Belastungen gemeint. Je resilienter eine Person ist, desto besser kommt sie mit diesen Herausforderungen zurecht.
Die Resilienz soll mit bestimmten Methoden trainiert und gestärkt werden können. In diesem Zusammenhang spielt sie auch in der Behindertenbewegung eine wichtige Rolle.

Retardierung

Verzögerung bei der Entwicklung. Langsamere Entwicklung als zum Beispiel gleichaltrige Kinder.

Retinitis pigmentosa

Dies ist die Bezeichnung für eine Gruppe von erblichen Augenerkrankungen, die eine Zerstörung der Netzhaut zur Folge haben.

Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Die Ursache ist eine genetische Mutation. Für die Krankheit typisch sind Bewegungen der Hände, die dem Hände-Waschen ähneln. Auch eine Lernbehinderung ist beim Rett-Syndrom häufig. Das Rett-Syndrom tritt fast ausschließlich bei Mädchen und Frauen auf, in Deutschland sollen 2000 bis 3000 Frauen betroffen sein.
Das Syndrom ist nach dem österreichischen Kinderarzt Andreas Rett benannt. Er hatte es 1966 als Erster umfassend beschrieben.

Reversibel

Umkehrbar, heilbar.

Risikokind

Als Risikokinder werden Kinder bezeichnet, die sich aus gesundheitlichen oder sozialen Gründen negativ entwickeln könnten. Als wichtige Faktoren zählen etwa eine Frühgeburt oder eine Geburt nach einer Risikoschwangerschaft, finanzielle Armut oder ein liebloses Elternhaus.
Solche Kinder sollen besonders beobachtet und gefördert werden, um mögliche negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Dabei spielen Lehrer, das Jugendamt und andere Bezugspersonen eine besondere Rolle.

Rollator

"Gehwagen", Gestell mit Rädern, mit dessen Unterstützung man schrittweise gehen kann.

Rooming-in

Mitaufnahme eines Elternteils im Patientenzimmer.

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