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Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sollen Menschen mit Behinderung dabei helfen, einen Arbeitsplatz zu finden oder zu behalten. Beispiele für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind:

  • Anpassung des Arbeitsplatzes
  • Arbeitsassistenz
  • Umschulung
  • Weiterbildung
  • Hilfen zum Kauf oder barrierefreien Umbau eines Autos

Welche Hilfen man bekommt, hängt vom jeweiligen Menschen und seiner Behinderung ab. Und vom konkreten Arbeitsplatz. Eine Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig ist. Bei ehrenamtliche Tätigkeiten oder Minijobs bekommt man keine Leistungen.

Die Kosten für die Leistungen bezahlen die zuständigen Rehabilitationsträger.

Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Familienratgeber-Artikeln:

Leistungsträger

Leistungsträger sind Ämter oder Stellen, die Sozialleistungen oder Leistungen zur Teilhabe erbringen und bezahlen. Zum Beispiel Grundsicherung, das Persönliche Budget oder das Geld für Pflege-Leistungen.
Leistungsträger sind zum Beispiel:

  • Krankenkasse
  • Pflegekasse
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Sozialamt
  • Wohngeldamt
  • Träger der Eingliederungshilfe

Früher nannte man die Leistungsträger auch oft Kostenträger.

Lernschwierigkeit

Damit sind verschiedene Schwierigkeiten für einen Menschen gemeint. Zum Beispiel wenn es für einen Menschen für längere Zeit schwierig ist:

  • etwas zu lernen, zum Beispiel in der Schule,
  • etwas zu verstehen,
  • schwierige Texte zu lesen,
  • schwierige Arbeiten zu machen.

Andere Begriff für Lernschwierigkeit sind Lernbehinderung, Lernstörung und Lernschwäche. Den Begriff „geistige Behinderung“ lehnen Menschen mit Lernschwierigkeiten ab.
Wenn Menschen mit Lernschwierigkeiten Unterstützung und Förderung bekommen, können sie am Leben in der Gemeinschaft ganz normal teilhaben. Zum Beispiel in der Schule, bei der Arbeit oder in der Freizeit.
Mehr Informationen lesen Sie im Rehadat-Lexikon unter dem Begriff Lernbeeinträchtigung.

Logopädie

Logopädie bedeutet wörtlich übersetzt Sprecherziehung. Die Logopädie hilft Menschen mit Sprach,- Sprech- und Hörschwierigkeiten. Die Fachleute für Logopädie heißen Logopäd*innen. Logopäd*innen üben mit den Patienten zum Beispiel bestimmte Sprech-, Atem- und Schlucktechniken.

Verwandte Begriffe: ,

Lormen

Das Lormen ist eine Methode zur Kommunikation zwischen Menschen mit Taubblindheit untereinander und mit Hörenden. Spezielle Gesten werden in die Handfläche des Gesprächspartners gezeichnet.
Entwickelt wurde das Lormen vom österreichischen Schriftsteller Heinrich Landesmann (1821 bis 1902). Er verwendete das Pseudonym Hieronymus Lorm. Er war in jungen Jahren ertaubt, mit 60 erblindete er. Das Lormen verwendete er, um mit seinen Freunden und Verwandten kommunizieren zu können. Lormen gehört heute zu den wichtigsten Kommunikations-Methoden für Menschen mit Taubblindheit in Deutschland.