Wörterbuch (P)

Wählen Sie einen Anfangsbuchstaben

P

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin richtet sich speziell an sterbenskranke Menschen. Dabei steht nicht die Behandlung oder Heilung der eigentlichen Krankheit eines Patienten im Vordergrund. Das Ziel ist, Leiden und Schmerzen zu verringern.
Die palliative Versorgung spielt besonders in Hospizen bei der Sterbebegleitung eine wichtige Rolle. Sie wird aber auch in einigen Kliniken in speziellen Abteilungen durchgeführt.
In palliativen Teams arbeiten auch Psychologen. Sie helfen den Patienten, besser mit ihrer Situation zurechtzukommen und sich auf den Sterbeprozess und Tod vorzubereiten.

Paraplegie

Paraplegie ist der medizinische Begriff für die Querschnittslähmung. Bei der Paraplegie ist ein Teil des Rückenmarks geschädigt, zum Beispiel durch einen Unfall, durch Krebs oder durch eine Auto-Immun-Erkrankung wie die Multiple Sklerose. Der Betroffene verliert unterhalb der geschädigten Stelle die Fähigkeit, sich zu bewegen. Auch kann das Empfinden von Berührungen, Schmerzen und Temperatur unterhalb der geschädigten Stelle verloren gehen.
Es wird zwischen kompletter und inkompletter Querschnittslähmung unterschieden. Bei einer kompletten Querschnittslähmung sind keine Funktionen unterhalb der geschädigten Stelle vorhanden. Bei einer inkompletten Querschnittslähmung funktionieren Teile des Rückenmarks noch und es können teilweise noch Berührungen oder Wärme und Kälte wahrgenommen werden.
In Deutschland leben ca. 80.000 Menschen mit einer Querschnittslähmung.

Parese

Eine Parese ist eine teilweise Lähmung eines Körperteils. Die Ursache besteht in einer neurologischen Störung. Eine typische Auswirkung der Parese ist eine geringe Muskelkraft im betroffenen Körperabschnitt.
Eine vollständige Lähmung eines Körperteils wird Plegie genannt.

Parkinsonsche Krankheit

Parkinson ist die weltweit am häufigsten auftretende Nervenkrankheit. Die für Bewegung zuständigen Nervenzellen im Gehirn sterben immer weiter ab, die Ursache dafür ist unbekannt.
Parkinson kann sich unterschiedlich auswirken. Es werden drei Formen unterschieden:

  • Beim Akinese-Rigor-dominanten Parkinson-Syndrom sind die Muskeln der Arme und Beine steif und unbeweglich.
  • Beim Tremor-dominanten Parkinson-Syndrom dominiert das unkontrollierbare Zittern von Armen und Beinen
  • Beim Äquivalenz-Typ halten sich Muskel-Zittern und Steifigkeit die Waage.

Benannt ist die Erkrankung nach dem Engländer James Parkinson. Er hatte sie 1817 als Erster umfassend beschrieben. In Deutschland sollen ca. 220.000 Personen erkrankt sein.

Partizipation

Teilhabe, Einbezogensein.

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung kann man festlegen, wie man medizinisch behandelt werden möchte, wenn man sich nicht mehr äußern kann. In der Regel geht es in der Patientenverfügung um die Frage, ob und welche lebensverlängernden Maßnahmen durchgeführt werden sollen.
Einige Menschen legen zum Beispiel fest, dass sie im Falle eines Komas keine Maßnahmen wie eine künstliche Beatmung oder Ernährung wünschen. Die Patientenverfügung soll es Ärzten und Angehörigen erleichtern, Entscheidungen über die Behandlung im Sinne des Patienten zu treffen.
Im Familienratgeber finden Sie einen ausführlichen Beitrag zur Patientenverfügung.

Pflegegrad

Mit dem Pflegegrad ermittelt die Pflegekasse, wie hoch der Unterstützungsbedarf für eine Person ist. Er reicht dabei von Pflegegrad 1 (geringer Pflegebedarf) bis Pflegegrad 5 (hoher Pflegegrad". Mit dem Pflegegrad ist das alte System der Pflegestufen ersetzt worden.
Ermittelt wird der Pflegegrad durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Er prüft dabei, wie hoch der Unterstützungsbedarf in unterschiedlichen Bereichen ist.
Ausführlicher Beitrag im Familienratgeber zum Pflegegrad

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine Behandlungsform in der Medizin und der Rehabilitation. Sie verwendet keine Medikamente oder operativen Eingriffe in den Körper. Zu den zahlreichen Behandlungsformen gehören Massagen, das Einüben und Trainieren von gesunden Bewegungsabläufen oder das Mobilisieren steif gewordener Gelenke. Üblicherweise wird die Physiotherapie begleitend zu einer medizinischen Behandlung oder bei der Nachversorgung nach der Behandlung eingesetzt. Der Begriff Physiotherapie hat die ältere Bezeichnung Krankengymnastik ersetzt.

Plegie

Die Plegie bezeichnet die vollständige Lähmung eines Körperteils. Die Ursache kann zum Beispiel eine Schädigung des Rückenmarks sein. Eine unvollständige Lähmung wird Parese genannt.

Polio

Poliomyelitis - kurz Polio - ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich bei Kindern auftritt. Sie wird deshalb auch Kinderlähmung genannt. Ein typisches Symptom sind Lähmungen. Diese Lähmungen können auch viele Jahre auftreten, nachdem die Krankheit überstanden zu sein scheint.
Durch Impf-Maßnahmen konnte Polio weltweit zurückgedrängt werden, so dass sie heute nur noch selten auftritt.

Postnatale Diagnostik

Die postnatale Diagnostik umfasst medizinische Untersuchungen, die nach der Geburt bei einem Kind durchgeführt werden. Sie soll zeigen, ob eine genetisch bedingte Erkrankung vorliegt. Untersuchungen, die vor der Geburt durchgeführt werden gehören zur pränatalen Diagnostik.

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) umfasst eine Reihe von Untersuchungen an Embryo. Unter anderem sollen mit der PID genetische Erkrankungen des Kindes erkannt werden.
In Deutschland wird sie üblicherweise vor einer künstlichen Befruchtung durchgeführt. Damit soll sicher gestellt werden, dass der Embryo keine feststellbaren Erkrankungen hat, bevor er der Mutter eingepflanzt wird.

Pränatale Diagnostik

In der pränatalen Diagnostik wird das ungeborene Kind mit unterschiedlichen Methoden auf Schädigungen und genetisch bedingte Erkrankungen untersucht.
Einige Untersuchungen sind ethisch umstritten. So führt der Verdacht auf Down Syndrom bei dem Ungeborenen häufig dazu, dass die Schwangerschaft abgebrochen wird. Zudem bergen einige Eingriffe wie etwa die Entnahme von Nabelschnurblut ein Risiko für die Mutter und das ungeborene Kind.
Ausführlicher Beitrag zu vorgeburtlichen Untersuchungen im Familienratgeber

Progerie

Die Progerie ist eine Erkrankung, die im Kindesalter auftritt. Betroffene Kinder altern sehr schnell und zeigen schon im ersten Lebensjahr typische Alterserscheinungen wie Knochenschwund oder Haarausfall. Sie sterben bereits im Kindes- oder Jugendalter, häufig an Organ-Versagen.
Die Ursache für die Progeri ist ein Gendefekt. Sie wird zu den seltenen Erkrankungen gezählt, weltweit sollen zwischen 100 und 200 Kinder erkrankt sein.

Prophylaxe

Mit Maßnahmen der Prophylaxe soll verhindert werden, dass Krankheiten entstehen. So soll zum Beispiel die regelmäßige Kontrolle der Zähne beim Zahnarzt oder das Zähne-Putzen verhindern, das Karies und andere Zahn-Erkrankungen entstehen oder deren Auswirkungen verringern. Vorsorgliche Maßnahme zur Verhinderung von Krankheiten.

Zurück zu O Weiter zu Q

Netzwerk der Regionalpartner

Über 150 regionale Netzwerke sind bereits für den Familienratgeber aktiv. Informieren Sie sich jetzt.

Zur Karte

Regionalpartner-Anmeldung

Partner werden

Damit das Angebot des Familienratgebers mit Hilfe eines regionalen Netzwerks kontinuierlich verbessert und ausgebaut werden kann, suchen wir ständig nach weiteren Regionalpartnern.

Jetzt bewerben!

Adressen vor Ort

Sie suchen passende Beratungsstellen für Ihr Anliegen? Finden Sie hier Einrichtungen in Ihrer Nähe, die Sie im Hinblick auf Ihre persönlichen Bedürfnisse professionell beraten.

Jetzt suchen

Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/woerterbuch.php?range=p