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P

Palliativmedizin

Schmerzmedizin. Sie lindert die Beschwerden einer Krankheit, ohne die Ursachen zu bekämpfen, vgl. auch Hospiz.

Paraplegie

Schädigung des Rückenmarkes im Bereich unterhalb des ersten Wirbels.

Die Schädigung führt zur Lähmung beider Beine, unterhalb der Verletzungsstelle fehlen dann Tast- und Lagesinn sowie das Empfindungsvermögen für Schmerz und Temperatur.

Parese

Unvollständige Lähmung, Ursache kann entweder zentral, d. h. im Zentralen Nervensystem liegen (meist spastische Lähmung) oder peripher, d.h. außerhalb vom Zentralen Nervensystem in dem Nerv liegen, der einen Muskel versorgt (schlaffe Lähmung).

Parkinsonsche Krankheit

Eine chronisch fortschreitende Stoffwechselerkrankung.

Partizipation

Teilhabe, Einbezogensein.

Patientenverfügung

Bei einer Patientenverfügung handelt es sich um eine schriftliche Festlegung eines einwilligungsfähigen Volljährigen für den Fall seiner Einwilligungsunfähigkeit. Die Person legt darin fest, ob sie in zukünftige Untersuchungen ihres Gesundheitszustands, Heilbehandlungen oder sonstige ärztliche Eingriffe einwilligt oder sie untersagt.

Perisylvisches Syndrom

Spontane vorgeburtliche Hirnfehlbildung, unbekannter Herkunft.

Petö-Therapie

Breitgefächerte Gruppentherapie, die die Aufgaben des Physio-, Bewegungstherapeuten, Logopäden, Motopäden, Sonderpädagogen, Erziehers , Pflegers und des Lehrers in einer konduktiven Förderung (zusammenführenden Förderung) vereint.

Pflegegrad

Der Pflegegrad zeigt, wie hoch der Unterstützungsbedarf für eine zu pflegende Person ist. Er reicht von Pflegegrad 1 bis Pflegegrad 5. Pflegegrad 1 zeigt einen geringen Unterstützungsbedarf. Pflegegrad 5 zeigt den höchsten Pflegebedarf.

Pflegestufe

Um Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, muss vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) eine Pflegestufe festgestellt werden. In Deutschland gibt es drei Pflegestufen. Sie sind so eingeteilt, dass die Leistungen nach dem erforderlichem Zeitaufwand für die Grundpflege (bestehend aus Körperpflege, Mobilität und Ernährung) und die hauswirtschaftliche Versorgung ausgezahlt werden.

Physiotherapie

Behandlung mit so genannten natürlichen Mitteln (Wasser, Wärme, Kälte, Licht, Luft, Massage, Heilgymnastik, Elektrotherapie), insbesondere Bewegungstherapie. Der Physiotherapeut behandelt aufgrund ärztlicher Verordnung. 1994 löste der Beruf der Physiotherapeuten den Beruf der Krankengymnasten ab. Die Physiotherapie gehört zum medizinischen Fachgebiet "Physikalische Medizin", sie ist aber in nahezu allen medizinischen Fachgebieten als Bestandteil der Therapie anerkannt: Orthopädie, Chirurgie, Traumatologie, innere Medizin, Kinderheilkunde, Neurologie, Neurochirurgie, Psychiatrie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Geriatrie, Sportmedizin, Arbeitsmedizin, Dermatologie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Plazenta (Mutterkuchen)

Organ in der Gebärmutter, das den Embryo über die Nabelschnur mit Nahrung und Sauerstoff versorgt.

Plazentainsuffizienz

Verminderte Stoffwechselleistung der Plazenta (Mutterkuchen), die zu einer Unterversorgung des Babys mit Nährstoffen führen kann.

Plegie

Vollständige Lähmung von Körperteilen.

Poliomyelitis (Polio)

Auch Kinderlähmung genannt.
Eine hauptsächlich bei Kleinkindern verbreitete Viruskrankheit, die oft mit vorübergehenden oder bleibenden Lähmungen verbunden sein kann.

Jahrzehnte später können sich noch Folgen einer Akuterkrankung zeigen, dazu gehören z.B. Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, Minderbelastbarkeit, Kreislauf-Regulationsstörung, Temperaturempfindlichkeit oder Atemfunktionsstörung

Polio ist mittlerweile dank der entsprechenden Impfung seltener geworden.

Postnatale Diagnostik

Analyse des Erbguts nach der Geburt, wenn der Verdacht auf eine Erbkrankheit besteht, zum Beispiel durch Chromosomenanalyse aus dem Blut.

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Technik der modernen Reproduktionsmedizin.
Hierbei findet die Befruchtung in vitro (in der Schale) statt, ca. 24 Embryonen werden auf diese Weise "hergestellt". Nach dem achtzelligen Teilungsstadium werden die Zellen einzeln abgesaugt und auf die bekannten Familienerbkrankheiten hin untersucht.

Ca. 3 oder mehr von den gesunden Zellen werden dann in die Gebärmutter eingepflanzt. Die übrigen gesunden Zellen können für spätere Schwangerschaften eingefroren werden, ansonsten müssen sie vernichtet werden. Eine Verwendung für Forschungszwecke ist nicht erlaubt.

In nur 20-30% der Embryo-Implantationen kommt es zu einer Schwangerschaft. PID ist bisher nur in wenigen Staaten erlaubt, z.B. in den USA und in den Niederlanden.

Pränatale Diagnostik

Vorgeburtliche Untersuchungen

Die pränatale Diagnostik dient dazu, herauszufinden, ob ein Kinder gesund oder mit Behinderungen zur Welt kommen wird. Es sind jedoch nicht einmal 50 % der Behinderungen oder Krankheiten vorher feststellbar.

Progerie

(griechisch: vorzeitiges Altern) Auch Greisenkinder genannt, da die Kinder an zwergenhafte Greise erinnern. Menschen mit Progerie altern im Zeitraffertempo. Spätestens im 3. Lebensjahr ist die Haut bereits dünn und schuppig, die Haare ausgefallen, das Wachstum stagniert. Da die meisten Organe extrem schnell altern, werden die Betroffenen selten älter als 14 Jahre.

Prophylaxe

Vorsorgliche Maßnahme zur Verhinderung von Krankheiten.

Psychomotorik

Mototherapie und motopädagogische Konzepte zielen auf die Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen ab, die in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsleistungen und, als Folge davon, in ihrem sozial-emotionalen Verhalten bezogen auf ihr Alter Entwicklungsrückstände aufweisen. Auch vorbeugend werden bei Personen, die von Auffälligkeiten in ihren Wahrnehmungs- und Bewegungsfunktionen bedroht sind, motopädagogische Maßnahmen eingesetzt.

Initiator und Träger der psychomotorischen Idee in Deutschland ist der Aktionskreis Psychomotorik e.V.. Weitere Informationen finden Sie unter www.psychomotorik.com

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