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Legasthenie

Kinder mit Legasthenie haben deutlich größere Probleme beim Lesen und Schreiben als andere Kinder im gleichen Alter. Die Ursache liegt in einer gestörten Informationsverarbeitung im Gehirn.
Wenn Menschen lesen und schreiben lernen, machen sie häufig die gleichen Fehler, diese Fehler werden mit der Zeit aber immer weniger. Bei Menschen mit Legasthenie treten solche Fehler häufiger auf und sie brauchen länger, um sie zu vermeiden. Anzeichen sind eine altersuntypisch geringe Lese-Geschwindigkeit und eine hohe Zahl an Fehlern beim Abschreiben oder bei Diktaten.
Die Legasthenie wird häufig auch als Lese-Rechtschreib-Schwäche bezeichnet. Zwei bis vier Prozent aller Kinder sollen in Deutschland betroffen sein.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sollen Menschen mit Behinderung dabei helfen, einen Arbeitsplatz zu finden oder zu behalten. Sie umfassen unterschiedliche Hilfen, unter anderem:

  • Anpassung des Arbeitsplatzes
  • Arbeitsassistenz
  • Hilfen zum Kauf oder barrierefreien Umbau eines Autos

Welche Hilfen konkret gewährt werden, hängt vom Individuum und vom konkreten Arbeitsplatz ab. Eine Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig ist. Ehrenamtliche Tätigkeiten oder Minijobs werden nicht unterstützt.
Weitere Infos zu den Leistungen im Familienratgeber

Locked-In-Syndrom

Beim Locked-In-Syndrom ist ein Mensch bewegungsunfähig, aber bei vollem Bewusstsein. Er kommuniziert über Augenbewegungen. Die Ursache für die Erkrankung ist eine Gehirnschädigung. Das Locked-In-Syndrom ist vom Wachkoma zu unterscheiden: Bei einem Wachkoma ist der Betroffene weitgehend ohne Bewusstsein und kann nicht kommunizieren. Locked In stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie eingeschlossen sein.

Logopädie

Die Logopädie ist eine Fachrichtung der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den Ursachen von Sprachstörungen und deren Behandlung. Eine wichtige Aufgabe von Logopäden besteht darin, Menschen mit Sprech-Störungen zu unterstützen. Häufig wird sie auch als Spracherziehung bezeichnet.

Lormen

Das Lormen ist eine Methode zur Kommunikation zwischen Menschen mit Taubblindheit untereinander und mit Hörenden. Spezielle Gesten werden in die Handfläche des Gesprächspartners gezeichnet.
Entwickelt wurde das Lormen vom österreichischen Schriftsteller Heinrich Landesmann (1821 bis 1902). Er verwendete das Pseudonym Hieronymus Lorm. Er war in jungen Jahren ertaubt, mit 60 erblindete er. Das Lormen verwendete er, um mit seinen Freunden und Verwandten kommunizieren zu können. Lormen gehört heute zu den wichtigsten Kommunikations-Methoden für Menschen mit Taubblindheit in Deutschland.

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