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Magensonde

Eine Magensonde ist ein Kunststoff-Schlauch, den Mediziner einsetzen. Zum Beispiel zur Ernährung von Patienten, die nicht mehr essen können. Ein Arzt oder eine Ärztin legt den Schlauch durch die Nase und die Speiseröhre bis in den Magen des Patienten. Durch die Magensonde leiten die Ärzte Wasser, Medikamente oder flüssige Nahrung in den Magen.

Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK)

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) prüft, ob ein Mensch Pflege braucht. Und er prüft, wieviel Pflege ein Mensch braucht. Dafür kommen die Mitarbeiter des MDK zu den pflegebedürftigen Menschen nach Hause. Nach der Prüfung schreiben sie ein Gutachten. In dem Gutachten steht, welchen Pflegegrad der pflegebedürftige Mensch bekommen soll.

Meningitis

Die Meningitis ist eine Entzündung der Hüllen des Zentralen Nervensystems, der Hirn- oder der Rückenmarkshäute. Sie wird häufig durch Infektionen, seltener durch bestimmte Medikamente oder Krebs verursacht. Die Meningitis zeigt sich häufig durch Kopf- und Nackenschmerzen, bei Kindern durch hohes Fieber und Appetitlosigkeit. Wird sie nicht behandelt, kann sie zum Tod führen.

Merkzeichen

Merkzeichen sind Buchstaben, die eine Schwerbehinderung beschreiben. Die Buchstaben sind Abkürzungen. Zum Beispiel:

  • Bl = Blind
  • Gl = Gehörlos
  • aG = außergewöhnliche Gehbehinderung

Die Merkzeichen stehen auf dem Schwerbehinderten-Ausweis. Durch ein Merkzeichen hat ein Mensch mit Schwerbehinderung besondere Rechte. Zum Beispiel Freifahrten in Bus und Bahn.
Mehr Informationen lesen Sie hier: Grad der Behinderung

Migranten

Ein Migrant oder eine Migrantin ist eine Person, die den Ort, an dem sie lebt, verlässt, um an einem anderen Ort zu leben. Es gibt Migranten, die freiwillig ihren Ort verlassen. Andere verlassen ihn unfreiwillig, zum Beispiel weil sie vor Krieg fliehen oder weil sie vertrieben werden.

Migration

Migration bedeutet, dass Menschen das Land, in dem sie leben, verlassen und in einem anderen Land leben. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe. Zum Beispiel:

  • Suche nach Arbeit
  • Suche nach besseren Lebensbedingungen
  • Flucht vor Krieg
  • Vertreibung infolge von Krieg
  • Flucht vor Naturkatastrophen
  • Politische und religiöse Verfolgung

Morbus Bechterew

Morbus Bechterew ist eine chronische Erkrankung, bei der sich die Wirbelsäule versteift und verkrümmt. Die Ursache ist nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird eine Störung des Immunsystems. Die Erkrankung ist auch unter dem Begriff Spondylitis ankylosans bekannt. In Deutschland sollen ca. 350.000 Menschen von der Erkrankung betroffen sein.

Mukoviszidose

Die Mukoviszidose ist eine genetisch bedingte Stoffwechsel-Erkrankung. Durch eine Fehlfunktion im Wasser-Haushalt der Zelle entsteht ein zäher Schleim. Dieser Schleim hindert die Organe daran, korrekt zu arbeiten, betroffen sind insbesondere die Lunge, der Darm und die Bauchspeicheldrüse.
Vor wenigen Jahrzehnten starben Mukoviszidose-Patienten oft im Jugendalter. Dank verbesserter Behandlung können sie heute bis zu 50 Jahre alt werden.
In Deutschland leben ca. 8000 Menschen mit Mukoviszidose, sie zählt zu den seltenen Erkrankungen.

Multiple Sklerose (MS)

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist zumeist fortschreitend und verläuft häufig in Schüben.
Bei der MS werden die Hüllen der Nerven durch das eigene Immunsystem geschädigt, die Krankheit wird deshalb zu den Auto-Immun-Erkrankungen gezählt. Die Ursachen dafür sind bislang unbekannt.
Die Erkrankung beginnt in der Regel mit Gefühlsstörungen in den Beinen, schnelle Ermüdung oder schlechtem Sehen. Nach und nach können Lähmungen eintreten, bis die Betroffenen auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Ein typisches Symptom ist auch die Fatigue, ein Zustand der chronischen Erschöpfung.
Bei jungen Erwachsenen ist die MS die häufigste Erkrankung des zentralen Nervensystems. Insgesamt geht man von rund 200.000 Menschen mit MS in Deutschland aus.

Muskelatrophie

Muskelatrophie bezeichnet den Abbau der Muskelmasse. Die Ursache ist häufig, dass die Muskeln nicht genutzt werden, weil sich die Person etwa nach einem Unfall nicht mehr ausreichend bewegen kann. Die Folge sind geringere Beweglichkeit und Körperkraft.

Muskeldystrophie

Die Muskeldystrophien sind eine Gruppe von Muskel-Erkrankungen, die Funktionsfähigkeit der Muskeln nimmt fortschreitend ab.
Es handelt sich um Erb-Krankheiten, durch einen genetischen Defekt fehlen bestimmte für den Muskel notwendige Proteine, so dass die Muskeln immer weiter abgebaut werden. Die Folge ist Muskelschwäche bis hin zur Lähmung. Im weiteren Verlauf können auch die Atmung und das Herz betroffen sein. Derzeit ist keine Behandlungsmöglichkeit bekannt. In Deutschland ist ca. eine von 3500 Personen betroffen. Damit zählen die Muskeldystrophien zu den seltenen Erkrankungen.

Mutismus

Von einem Mutismus spricht man, wenn ein Kind nicht redet, obwohl es körperlich dazu in der Lage wäre. Die Ursache ist psychisch, häufig fürchtet sich das Kind vor anderen Menschen, weil es zum Beispiel von einer ihm nahestehenden Person misshandelt wurde. Ein Mutismus wird in der Regel von Heilpädagogen oder Psychologen therapeutisch behandelt.

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