Infos für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

EUTB – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Für Menschen mit Behinderung gibt es viele Gesetze, Ämter und Ansprechpartner. Manchmal ist es schwierig herauszufinden, welche Stelle für welche Leistung zuständig ist. Die EUTB-Beratungsstellen helfen Ihnen bei Ihren Fragen zur Teilhabe und Rehabilitation. Zum Beispiel, wenn Sie einen Schwerbehinderten-Ausweis beantragen wollen. Oder wenn Sie eine Arbeits-Assistenz suchen. Oder wenn Sie ein Hilfsmittel brauchen.


Angebote der Beratungsstellen

In den EUTB-Beratungsstellen arbeiten viele Beraterinnen und Berater, die selbst eine Behinderung haben. Sie kennen die Fragen und Themen von Menschen mit Behinderung aus eigener Erfahrung. Das Fachwort dafür lautet Peer Counseling. Peers nennt man Personen aus einer Gruppe mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen. Die Beraterinnen und Berater helfen Ihnen bei allen Fragen zur Teilhabe. Die Beratung ist kostenlos.
Beratung bekommen Sie zum Beispiel zu diesen Themen:

Die EUTB-Beratungsstellen bieten keine Rechtsberatung an. Wenn Sie Rechtsberatung oder Unterstützung in einem Rechtsstreit wünschen, sollten Sie sich an andere Beratungsstellen wenden. Zum Beispiel bieten der Sozialverband VDK und der Sozialverband Deutschland (SOVD) ihren Mitgliedern Unterstützung bei Rechtsfragen und im Rechtsstreit an.

EUTB-Suche

Sie finden EUTB-Beratungsstellen in der Adress-Suche des Familienratgebers.
Geben Sie unter Schlagwörter "EUTB" und im Suchgebiet Ihre Postleitzahl ein.

Warum gibt es die EUTB?

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) hilft und berät alle Menschen mit Behinderung und deren Angehörige. Das Ziel der Beratung ist es, dass Menschen mit Behinderung möglichst selbstbestimmt leben können. Unabhängig ist die Beratung deshalb, weil sie nicht von den Reha-Trägern erbracht wird. Also von den Organisationen, von denen Menschen mit Behinderung Geld und andere Leistungen bekommen. Reha-Träger sind zum Beispiel die Gesetzlichen Krankenkassen, die Gesetzliche Unfallversicherung oder die Rentenversicherung. Diese nennt man auch Leistungsträger.
 
Seit 2018 gibt es in Deutschland die EUTB-Beratungsstellen. Inzwischen sind es über 700 Stellen. Grundlage für dieses neue Beratungs-Angebot ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Die Gemeinsamen Servicestellen der Reha-Träger gibt es nicht mehr. Menschen mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen können sich aber auch in Zukunft direkt bei den Reha-Trägern beraten lassen.

Das Prinzip "Eine für alle"

Die EUTB-Beratungsstellen arbeiten nach dem Prinzip "Eine für alle". Das bedeutet, Sie können sich mit allen Fragen zur Teilhabe an eine der Beratungsstellen wenden. Dabei ist es egal, welche Behinderung Sie haben und welche Frage Sie stellen. Die Beraterinnen und Berater versuchen Ihnen bei allen Anliegen weiterzuhelfen. Wenn Ihre Anfrage sehr speziell ist, kann es vorkommen, dass man Sie zu einer anderen EUTB-Beratungsstelle schickt. Manche Beratungsstellen haben bei speziellen Themen mehr Erfahrung als andere. Die EUTB steht auf der Seite der Ratsuchenden. Sie ist keine Pflichtberatung, sondern ein Angebot, das Sie freiwillig nutzen können.

Tipp: Beratung im Internet

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) bietet im Rahmen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) eine Beratung über das Internet an. Die Beratung ist offen für alle Menschen mit Behinderungen aber in erster Linie für Menschen mit Hörbehinderung.
Zur E-Mail-Beratung

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zuletzt aktualisiert: 14.09.2020

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Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/beratung-hilfe/beratung/eutb.php

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