Betreutes Wohnen und Wohn-Assistenz

Manche Menschen mit Behinderung brauchen viel Unterstützung.
Zum Beispiel:

Andere Menschen mit Behinderung
brauchen nur wenig Unterstützung.
Weil sie nur eine leichte Behinderung haben.
Und noch viele Sachen alleine machen können.

Aber für alle Menschen ist es wichtig,
dass sie selbst bestimmen können:

  • Wie sie wohnen wollen.
  • Wo sie wohnen wollen.
  • Und mit wem sie zusammen wohnen wollen.

Deshalb gibt es zum Beispiel das ambulant betreute Wohnen.
Da können Menschen mit Behinderung
in einer eigenen Wohnung leben.
Und sie bekommen die Unterstützung,
die sie brauchen.
Zum Beispiel:

  • Im Haushalt,
  • bei Geld-Dingen,
  • bei Arzt-Besuchen,
  • in der Freizeit
  • und bei Problemen.

 
Damit sie selbständig leben können.
Und damit sie selbst über ihr Leben bestimmen können.

Diese ambulanten Wohn-Angebote gibt es:

Wohn-Assistenz

Menschen mit Behinderung
können Wohn-Assistenz bekommen.
Wenn sie nicht im betreuten Wohnen leben möchten.

Wohn-Assistenz bedeutet:
Die Person mit Behinderung wird von einem Assistenten
oder von einer Assistentin unterstützt.
Den Assistenten oder die Assistentin
kann sie sich selbst aussuchen.

Diese Wohn-Assistenz kann die Person mit Behinderung
mit dem Persönlichen Budget bezahlen.
Das Persönliche Budget für Wohn-Assistenz
gibt das Sozial-Amt.
Dafür muss sie einen Antrag schreiben.

Mehr Informationen

Die Wohlfahrts-Verbände können Ihnen helfen.
Wenn Sie Wohn-Assistenz haben wollen.
Oder wenn Sie Informationen dazu haben wollen.
 
Hier können Sie Informationen bekommen:
Assistenzbörse des Verbundes behinderter Arbeitgeber e. V.
Wenn Sie einen Assistenten oder eine Assistentin haben wollen.

Geld vom Sozial-Amt für das Wohnen

Im Sozial-Gesetz-Buch 9 steht zum Beispiel:
Dass Menschen mit Behinderung
am Leben in der Gesellschaft teil-haben sollen.
Das bedeutet:

  • Menschen mit Behinderung

müssen überall dabei sein können.

  • Und sie müssen überall mitmachen können.

Dafür müssen sie die Unterstützung bekommen,
die sie brauchen.
Dazu gehört zum Beispiel auch:

Damit Menschen mit Behinderung
überall selbst über ihr Leben bestimmen können.
Darum muss sich zum Beispiel das Sozial-Amt kümmern.
Es gibt Geld für die Unterstützung von Menschen mit Behinderung.

Aber oft gibt das Sozial-Amt nicht das ganze Geld.
Das bedeutet:
Manchmal müssen Menschen mit Behinderung
für die Unterstützung Geld dazu bezahlen.
Zum Beispiel:

  • Wenn eine Person selbst viel Geld hat.

Oder wenn der Partner viel Geld hat.

  1. Weil sie Geld für ihre Arbeit bekommen.
  2. Weil sie Geld gespart haben.
  3. Oder weil sie Geld geerbt haben.

Manchmal müssen auch die Eltern
Geld für die Unterstützung dazu geben.

Unterhalt für das Kind

Eltern müssen für ihr Kind mit Behinderung Unterhalt bezahlen.
Wenn das Kind in einer eigenen Wohnung lebt.
Auch wenn das Kind schon voll-jährig ist.
 
Manche Eltern bezahlen das Geld aber nicht.
Dann bekommen die Kinder für einige Zeit Geld vom Sozial-Amt.
Das Sozial-Amt holt sich das Geld aber von den Eltern zurück.

Ein Beispiel:
Frau Müller ist 21 Jahre alt.
Sie ist schwer-behindert.
Sie wohnt in einer eigenen Wohnung.
Und sie macht gerade eine Ausbildung.
 
Frau Müller wird ambulant betreut.
Ihre Eltern müssen Unterhalt an sie bezahlen.

Die Eltern bezahlen den Unterhalt aber nicht.
Deshalb bekommt Frau Müller das Geld erstmal vom Sozial-Amt.
 
Fragen Sie bei einem Wohlfahrts-Verband nach.
Wenn Sie mehr über ambulant unterstützte Wohn-Angebote
wissen wollen.

Mehr Informationen

Hier können Sie mehr Informationen
über betreute Wohn-Angebote bekommen:
Eine Checkliste für betreutes Wohnen bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO)
Ambulante Wohnangebote vor Ort

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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