Infos für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

Sucht und Psychische Behinderung: Doppel-Diagnose

Was ist eine Doppel-Diagnose?

Wenn Menschen krank sind:
Dann bekommen sie eine Diagnose.
Das bedeutet:
Der Arzt sagt ihnen,
welche Krankheit sie haben.

Wenn Menschen eine Doppel-Diagnose bekommen:
Dann haben sie 2 Krankheiten gleich-zeitig.
Zum Beispiel:

Viele Menschen:

Hier können Sie lesen:
Welche Hilfen Sie bekommen können.
Wenn Sie ein Sucht-Problem haben.

Sucht-Probleme

Menschen können nach vielen Sachen süchtig sein.
Zum Beispiel:

  • nach Alkohol,
  • nach Drogen
  • oder nach Tabletten.

Diese Sachen heißen auch Sucht-Mittel.

Viele Menschen wollen nicht süchtig sein.
Sie versuchen keine Sucht-Mittel mehr zu nehmen.
Aber manche Menschen schaffen das nicht.
Weil sie schon lange süchtig sind.
 
Wenn sie keinen Sucht-Mittel mehr nehmen.
Oder wenn sie weniger Sucht-Mittel nehmen:
Dann bekommen sie Entzugs-Erscheinungen.
Es geht ihrem Körper sehr schlecht.

Wenn Mensch süchtig sind:
Dann haben sie oft auch noch andere Probleme.
Zum Beispiel:

  • Sie verlieren ihren Arbeits-Platz.
  • Sie verlieren den Ehe-Partner.
  • Und sie verlieren viele Freunde.

Dann geht es den Menschen
oft auch seelisch sehr schlecht.
Das bedeutet:
Die Menschen sind seelisch krank.

Seelische Krankheit und seelische Behinderung

Wenn Menschen lange seelisch krank sind:
Dann kann daraus eine seelische Behinderung werden.
Fach-Leute sagen:

  • Wenn Menschen für eine bestimmte Zeit
    seelische Probleme haben:
    Dann sind sie seelisch krank.
  • Wenn Menschen
    sehr lange seelische Probleme haben.
    Oder wenn sie die Probleme immer haben:
    Dann haben sie eine seelische Behinderung.

Hier können Sie noch mehr Informationen:
Über seelische Krankheiten
oder seelische Behinderungen lesen.

Menschen mit Lern-Schwierigkeiten und Sucht-Problemen

Fach-Leute sagen:
Es gibt immer mehr Menschen mit Lern-Schwierigkeiten,
die ein Sucht-Problem haben.
Weil immer mehr Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
allein in der eigenen Wohnung wohnen.
Oder weil sie in einer
ambulant unterstützten Wohn-Form wohnen.
Und sich nicht mehr so viele Menschen um sie kümmern.

Das war viele Jahre anderes.
Denn Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
haben oft sehr lange bei ihren Eltern gelebt.
Oder sie haben in einem Wohnheim gewohnt.
Da haben sich viele Menschen um sie gekümmert.

Jetzt haben Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
viele Wahl-Möglichkeiten.
Das bedeutet:
Sie können selbst über ihr Leben bestimmen.
Das ist auch gut so.
Und es ist wichtig.

Aber es kann auch gefährlich sein.
Denn die Menschen sind dann vielleicht oft alleine.
Und manchmal wissen sie nicht:
Wie gefährlich Sucht-Mittel sind.
Deshalb bekommen sie vielleicht Sucht-Probleme.

Es gibt die Internet-Seite: Geistige Behinderung und Sucht.
Da gibt es viele Informationen.
Zum Beispiel:

  • Über verschiedene Therapie-Angebote
    für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
    Damit sie wieder gesund werden.
  • Und über Informations-Angebote
    für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.
    Damit sie gar nicht erst ein Sucht-Problem bekommen.

Diese Informationen sind nicht in Leichter Sprache.
 
Es gibt aber leider noch nicht genug Therapie-Angebote
für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten mit einem Sucht-Problem.
Das muss anders werden.

Welche Hilfen gibt es?

Für Menschen:

Diese Menschen brauchen eine gute Behandlung.
Dabei ist es wichtig:
Dass beide Krankheiten zusammen behandeln werden.

Dafür müssen Ärzte und Psycho-Therapeuten
gut zusammen arbeiten.
Die kranken Menschen können nicht gesund werden:

Bei der Behandlung ist es sehr wichtig:

  • Dass die Ärzte die Menschen ernst nehmen.
  • Dass sie respekt-voll mit den Menschen umgehen.
  • Und dass sie noch mit vielen anderen Menschen
    zusammen arbeiten.
    Zum Beispiel:
    Mit Menschen,
    die den kranken Menschen gut kennen.
    • Mit der Familie,
    • mit den Freunden,
    • mit den Mitarbeitern
      von der Werkstatt für Menschen mit Behinderung
    • und mit den Mitarbeitern von den Wohn-Angeboten.

Wo können kranke Menschen Hilfe bekommen?

Wenn Sie denken:

Dann gehen sie:

Die können Ihnen weiter-helfen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten,
dass sie wieder gesund werden.
Zum Beispiel:

  • Oder sie können eine stationäre Therapie machen.
    Zum Beispiel in einer Einrichtung
    für Menschen mit einem Sucht-Problem.
    Da arbeiten viel verschiedene Fach-Leute.
    Sie haben viel Zeit für die kranken Menschen.
  • Und es gibt viele Beratungs-Stellen,
    die Ihnen helfen können.
    Zum Beispiel:

Diese Angebote sind nicht in Leichter Sprache!

Der Verein Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahr
hat viele Info-Hefte in Leichter Sprache.
Zum Beispiel über:

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zuletzt aktualisiert: 26.02.2019

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