Reha-Leistungen   

Zur Rehabilitation gehören verschiedene Leistungen. Sie beginnen mit der Erstversorgung im Krankenhaus, zum Beispiel nach einem Unfall. Dann gibt es die verschiedenen Behandlungen in der medizinischen und beruflichen Reha. Zu den Reha-Leistungen gehören auch Hilfsmittel, zum Beispiel Prothesen oder ein Rollstuhl. Außerdem können die Patienten während der Reha finanzielle Leistungen bekommen, zum Beispiel Krankengeld.


Ärztliche Behandlung

Medizinische Rehabilitation findet meistens im Krankenhaus, in einer Reha-Klinik oder einem Rehabilitations-Zentrum statt. Das Krankenhaus behandelt vor allem akute Fälle, zum Beispiel nach einem Unfall. Hier bekommt ein Patient dann die erste Hilfe und Behandlung. Die Reha-Kliniken und Rehabilitations-Zentren behandeln bestimmte Krankheiten und Behinderungen. Hier ist die Behandlung auf mehrere Wochen angelegt. Es wird ein Therapie-Plan erstellt, der die besonderen Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt. In einer Reha-Klinik werden die Patienten meistens stationär behandelt. Rehabilitations-Zentren betreuen die Patienten ambulant. Ob die medizinische Rehabilitation ambulant oder stationär stattfindet, hängt vom gesundheitlichen Zustand des Patienten ab. Seine persönliche Lebenssituation spielt auch eine Rolle.

In Deutschland gibt es viele Zentren für medizinisch-berufliche Rehabilitation. Die Deutsche Rentenversicherung bietet auf ihrer Internetseite einen Überblick über die Reha-Zentren. Außerdem können Sie auf der Seite nach der geeigneten Reha-Klinik suchen. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft medizinisch-beruflicher Rehabilitation unterstützt Sie bei der Suche nach der geeigneten Einrichtung. Auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung finden Sie einen Überblick über die Rehabilitations-Zentren: www.deutsche-rentenversicherung.de.

Zahnärzte für Menschen mit Behinderung

Die Landes-Zahnärzte-Kammern haben Adressen von Zahnärzten, deren Praxen für die Behandlung von Menschen mit Behinderung geeignet sind. Die Bundes-Zahnärzte-Kammer gibt Auskunft unter der Telefon-Nummer 02 21/4 00 10 oder im Internet unter www.kzbv.de.

Heilmittel und Physio-Therapie

Heilmittel nennt man in der Reha die Behandlungsmethoden. Dies sind zum Beispiel Entspannungsübungen, Massagen, Atem-Therapie, Bestrahlungen, Elektro-Therapie, Bewegungs-, Sprach- und Beschäftigungstherapie, Kunst- und Musiktherapie oder Wasser-Anwendungen. Bei vielen körperlichen Problemen oder Behinderungen sind physio-therapeutische (kranken-gymnastische) Übungen sehr wichtig. Dadurch werden Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit wieder hergestellt. Patienten mit Sprach- oder Stimm-Behinderung lernen durch sprach-therapeutische Behandlung sich zu verständigen. Das kann mit oder ohne technische Hilfsmittel möglich sein.

Prothesen, orthopädische und andere Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen ausgefallene oder beeinträchtigte Körperfunktionen ersetzen oder ausgleichen. Dazu gehören Prothesen und Orthesen. Orthesen sind Hilfsmittel zum Stützen und Stabilisieren, zum Beispiel orthopädische Schuhe. Andere Hilfsmittel sind Hörgeräte, Rollstühle, Orientierungshilfen für Menschen mit Sehbehinderung. Zu der Versorgung mit Hilfsmitteln gehört auch, dass die Patienten lernen, wie man diese richtig gebraucht. Außerdem gehört dazu die nötige Anpassung, Reparatur und Ersatz-Beschaffung von Hilfsmitteln.

Belastungserprobung und Arbeitstherapie

Arbeitstherapie und Belastungserprobung sind Teile der medizinischen Rehabilitation. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben. In der Belastungserprobung werden die körperlichen, geistigen und seelischen Fähigkeiten und die Belastbarkeit des Patienten ermittelt. Das Ziel der Arbeitstherapie ist es, dem Patienten dabei zu helfen, wieder in seinem alten Beruf arbeiten zu können.
Weitere Informationen zur beruflichen Rehabilitation finden Sie auf der Internetseite www.reha-patient.de.

Finanzielle Leistungen der Rehabilitation

Entfällt während der Rehabilitation das Einkommen, werden in der Regel finanzielle Leistungen bezahlt. Dieses Geld nennt man Krankengeld und Übergangsgeld. Es wird vom zuständigen Reha-Träger bezahlt. Außerdem übernimmt der Rehabilitationsträger Kosten für andere Leistungen. Diese Leistungen werden ergänzende Leistungen genannt und sind zum Beispiel:

  • Reisekosten
  • Haushaltshilfen
  • Kinder-Betreuung
  • Reha-Sport

Mehr dazu lesen Sie im Familienratgeber-Artikel "Finanzleistungen in der Reha".

Infos zu den Leistungen der Reha bekommen Sie auch bei den:

  • gemeinsamen Servicestellen der Reha-Träger
  • Trägern der Rehabilitation, vor allem den Krankenkassen
  • Renten-Versicherungsträgern
  • Unfall-Versicherungsträgern und Berufsgenossenschaften

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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