Mütter mit Behinderung   

Für Frauen mit Behinderung ist es oft schwierig ein Kind zu bekommen.
Denn viele Menschen denken:

  • Frauen mit Behinderung sollen keine Kinder bekommen.
  • Sie können sich nicht gut um die Kinder kümmern.
  • Und sie können die Kinder nicht richtig erziehen.

Deshalb wird ihnen oft gesagt,
dass sie ihr Kind abtreiben sollen.
 
Manchmal werden Frauen mit Behinderung
zur Sterilisation gezwungen.
Das bedeutet:
Sie werden unfruchtbar gemachen.

Aber Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte,
wie Menschen ohne Behinderung.
Das steht im Gesetzt.
Und daran müssen sich alle Menschen in Deutschland halten.
Das bedeutet:
Frauen mit Behinderung können Kinder bekommen,
wenn sie das möchten.

Unfruchtbar machen und die Probleme

Früher wurden Frauen mit Lern-Schwierigkeiten einfach operiert,
damit sie keine Kinder mehr bekommen können.
Ein anderes Wort dafür ist: unfruchtbar machen.
Die Frauen durften nicht selbst bestimmen,
ob sie ein Baby bekommen wollen oder nicht.

Seit 1992 gibt es ein neues Gesetz.
Seitdem können Frauen mit Behinderung selbst bestimmen:

  • Ob sie sich unfruchtbar machen lassen wollen.
  • Oder ob sie vielleicht ein Kind bekommen wollen.

Dafür müssen die Frauen viele Informationen bekommen.
Die Ärzte und Betreuer müssen ihnen genau erklären:

  • Welche Möglichkeiten es für sie gibt.
  • Warum es für sie vielleicht besser ist,

dass sie keine Kinder bekommen.

  • Welche Probleme es bei der Operation vielleicht gibt.
  • Und wie sie sich nach der Operation vielleicht fühlen.

Dann dürfen die Frauen selbst entscheiden,
was sie machen wollen.
Die Frauen dürfen aber erst operiert werden,
wenn sie auf jeden Fall 18 Jahre alt sind.

Manche Menschen mit einer schweren Behinderung
können nicht selbst entscheiden.
Dann bestimmt ein Gericht,
ob sie unfruchtbar gemacht werden oder nicht.
 
Die Operation muss immer so gemacht werden,
dass sie wieder rück-gängig gemacht werden kann.
Das bedeutet:
Wenn die Frau später doch noch Kinder haben möchte,
muss sie wieder operiert werden können.
Damit sie wieder Kinder bekommen kann.

Mütter mit Behinderung

Mütter mit Behinderung brauchen oft Hilfs-Mittel,
damit sie sich gut um ihr Kind kümmern können.
Sie brauchen zum Beispiel:

  • Bestimmte Baby-Tragen,
  • bestimmte Kinder-Stühle
  • und bestimmte Wickel-Tische.

 
Diese Hilfs-Mittel gibt es aber oft nicht im Laden zu kaufen.
Deshalb bauen sich die Menschen mit Behinderung
die Hilfs-Mittel manchmal selbst.
Denn sie wissen am besten:

damit sie gut damit zurecht-kommen.
 
Viele Mütter mit Behinderung brauchen Unterstützung.
Vor allem wenn ihr Kind noch klein ist.
Sie können einen Antrag schreiben,
damit sie Geld für eine Assistentin bekommen.

Zum Beispiel:

Recht auf Teilhabe

Frauen haben oft wenig Zeit,
weil sie viele Dinge auf einmal machen müssen.
Zum Beispiel:

  • Sie müssen sich um den Haushalt kümmern.
  • Und sie müssen sich um ihre Kinder kümmern.

 
Deshalb machen sie bei vielen Dingen nicht mit.
Und kümmern sich zum Beispiel nicht gut um ihre Gesundheit.
Deshalb sind sie oft lange arbeits-los.
Und verdienen in der Zeit kein Geld.

Es gibt ein Gesetz für Menschen mit Behinderung.
Da steht zum Beispiel:
Dass Frauen bestimmte Wünsche haben.
Und dass sie bestimmte Dinge brauchen.
Zum Beispiel wenn sie Kinder haben.
Alle Rehabilitations-Träger müssen sich darum kümmern,
dass die Frauen diese Dinge bekommen.

Diese Dinge brauchen Mütter zum Beispiel:

  • Kurse für die Gesundheit,

die nah bei ihrem Wohn-Ort sind.

  • Arbeits-Angebote in der Nähe.
  • Unterstützung bei der Kinder-Betreuung.
  • Unterstützung beim Einkaufen.
  • Unterstützung bei den Ämtern.

 
Dabei helfen verschiedene Dienste.
Zum Beispiel:

Dann können die Mütter zum Beispiel:

  • Bei Weiter-Bildungen mit-machen.

Damit sie besser einen Arbeits-Platz bekommen.

Damit sie gesund bleiben.
Oder damit sie wieder ganz gesund werden.
 
Wenn die Frauen in einem Reha-Krankenhaus bleiben müssen,
dann kümmert sich eine Haushalts-Hilfe um die Kinder.
Dafür kann die Mutter Geld vom Staat bekommen.

Eltern-Zeit

Für Menschen mit Behinderung gibt es Nachteils-Ausgleiche.
Manche Nachteils-Ausgleiche bekommen aber
nicht alle Menschen mit Behinderung.
Manche Nachteils-Ausgleiche bekommen nur
Menschen mit Behinderung, die einen Arbeits-Platz haben.
 
Viele Mütter mit Behinderung gehen aber nicht arbeiten.
Weil sie sich um ihr Kind kümmern müssen.
Zum Beispiel in der Eltern-Zeit.
Deshalb bekommen sie auch nicht alle Nachteils-Ausgleiche.
 
Wenn Frauen mit Behinderung bei ihren Kindern zu Hause bleiben,
haben sie viele Nachteile.
Ein Amt entscheidet,
ob sie Nachteils-Ausgleiche bekommen oder nicht.
Zum Beispiel:

Wenn das Amt wenig Geld hat,
dann bekommen die Frauen keine Nachteils-Ausgleiche.

Die Frauen mit Behinderung müssen sich gut darüber informieren:

  • Welche Rechte sie haben.
  • Und bei welchem Amt sie einen Antrag schreiben müssen.

 
Hier können Sie mehr über die Eltern-Zeit lesen.

Hier gibt es Informationen für Mütter mit Behinderung:
 
Bundes-Verband behinderter
und chronisch kranker Eltern - bbe e.V.

Lerchenweg 16
32584 Löhne
 
Telefon: 05732 - 63 07
Internet: www.behinderte-eltern.de
 
Verband allein-erziehender Mütter und Väter (VAMV)
Bundesverband e.V.
Hasenheide 70
10967 Berlin
 
Telefon: 030 - 69 59 78 6
Fax: 030 - 69 59 78 77
 
E-Mail: kontakt@vamv-bundesverband.de
Internet:www.vamv.de

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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