Sozialhilfe-Gesetz – 12. Sozialgesetzbuch (SGB XII)

Wer bekommt Sozial-Hilfe?

Sozial-Hilfe bekommen Menschen:

  • Die keine Grund-Sicherung bekommen.
  • Die nicht genug Geld verdienen.
  • Oder kein Geld gespart haben.

Und deshalb nicht genug Geld zum Leben haben.

Und deshalb nicht genug Geld zum Leben haben.
Zum Beispiel:

  • Für Essen und Trinken,
  • für Kleidung
  • oder für einen Besuch im Kino.

Das macht die Sozial-Hilfe

Sozial-Hilfe soll den Menschen dabei helfen:

  • Dass sie genug Geld zum Leben haben.
  • Und dass sie gut bei vielen Sachen mit-machen können.

 Damit sie zur Gesellschaft gehören.

Dafür bekommen die Menschen:

  • Geld,
  • neue Sachen
  • oder Unterstützung von einer Einrichtung.

Das macht die Sozial-Hilfe zum Beispiel:

  • Sie hilft den Menschen.

Wenn diese nicht genug Geld zum Leben haben.

  • Sie hilft älteren Menschen,

wenn sie in Rente sind.
Wenn diese nicht genug Geld zum Leben haben.

  • Sie hilft Menschen,

die nicht mehr arbeiten können.

  • Weil sie eine Behinderung haben.

  • Oder weil sie eine schlimme Krankheit haben.

für Menschen mit Behinderung.

  • Sie hilft den Menschen.

Wenn sie eine Behandlung beim Arzt brauchen.
Oder wenn sie Fragen über ihre Gesundheit haben.

  • Sie hilft Menschen,

die Pflege brauchen.

  • Sie hilft Menschen mit besonderen Problemen.

Wenn diese Beratung brauchen.
Oder wenn sie Betreuung brauchen.

Wann müssen Sie einen Antrag schreiben?

Sozial-Hilfe gibt es nur für die Sachen,
die Sie im Moment brauchen.
Sozial-Hilfe gibt es nicht rück-wirkend.
Das bedeutet zum Beispiel:
Wenn Sie vor 2 Jahren
nicht genug Geld für Ihre Miete hatten:
Dann bekommen Sie jetzt keine Sozial-Hilfe mehr dafür.

Sozialhilfe

Oft müssen Sie keinen Antrag für Sozial-Hilfe schreiben.
Es reicht:
Wenn Sie beim Sozial-Amt Bescheid sagen,
dass Sie Hilfe brauchen.
Oder wenn ein anderer Mensch für Sie Bescheid sagt.

Das ist wichtig:
Bei diesen Sachen müssen Sie einen Antrag schreiben:

  • Wenn Sie Hilfe bei Ihrer Rente bekommen wollen.
  • Und wenn Sie Hilfe bekommen wollen,

weil Sie nicht mehr arbeiten können.

Tipp:
Sagen Sie dem Sozial-Amt sofort Bescheid.
Wenn Sie Sozial-Hilfe brauchen.
Dann kann es Ihnen schneller helfen.

Von wem bekommen Sie die Sozial-Hilfe?

Die Sozial-Hilfe bekommen Sie vom Sozial-Amt.
Für manche Leistungen von der Sozial-Hilfe
gibt es eine extra Stelle.
Zum Beispiel:

  • Für die Hilfe beim Auto-Kauf.
  • Und für die Hilfe für Menschen mit Behinderung,

die in einer Wohn-Einrichtung leben.

Tipp:

Fragen Sie beim Sozial-Amt nach:

  • Ob Sie zum Sozial-Amt gehen müssen.
  • Oder ob es eine extra Stelle für die Hilfe gibt,

die Sie brauchen.
Nehmen Sie am besten
noch eine andere Person mit zu dem Gespräch.

Hier gibt es Adressen von Sozial-Ämtern
in der Nähe von Ihrem Zuhause.

Ist es wichtig:
Wie viel Geld Sie verdienen?
Und ob Sie Geld gespart haben?

Sozial-Hilfe bekommen nur Menschen:

  • Die selber nicht genug Geld verdienen.
  • Oder die kein Geld gespart haben.

Hier gibt es eine Anleitung.
Da wird genau erklärt:
Wie Sie Ihre Sozial-Hilfe aus-rechnen können.
Die Anleitung gibt es nicht in Leichter Sprache.

Ist das Geld von Ihrem Mit-Bewohner
oder Ihrer Mit-Bewohnerin auch wichtig?

Ja, wenn sie ein Paar sind.
Und viele Sachen zusammen bezahlen.
Zum Beispiel:

  • Die Miete,
  • das Essen
  • und den Strom.

Dann bekommt nur 1 von Ihnen Sozial-Hilfe:

  • Wenn sie zusammen nicht genug Geld zum Leben haben.
  • Und kein Geld gespart haben.

Gibt es besondere Regeln für den Unterhalt?

Ein Beispiel:
Ein Mensch mit Behinderung ist älter als 18 Jahre.
Er bekommt Eingliederungs-Hilfe vom Sozial-Amt.
Dann müssen die Eltern von dem Kind dem Sozial-Amt
jeden Monat 31,06 € dazu geben.
Weil sie die Pflicht haben,
Unterhalt für ihr Kind zu bezahlen.
Damit dieses gut leben kann.

Dabei ist es egal:

  • Wie viel Geld die Eltern verdienen.
  • Oder wie viel Geld sie gespart haben.

Was können Sie machen:

  • Wenn Sie keine Sozial-Hilfe bekommen.
  • Oder wenn Sie denken:

Dass Sie zu wenig Sozial-Hilfe bekommen.

Dann können Sie Wider-Spruch einlegen.
Dafür haben Sie 1 Monat Zeit.
Auf Ihrem letzten Brief vom Amt steht drauf:
Wo Sie den Wider-Spruch hin-schicken müssen.

Tipp:

Gehen Sie zu einer Beratungs-Stelle.
Sie kann Ihnen bei dem Wider-Spruch helfen.

Dann bekommen Sie einen Brief vom Amt.
In dem Brief steht genau drin:

Wenn Sie damit nicht einverstanden sind:
Dann können Sie eine Beschwerde beim Gericht abgeben.
Das schwere Wort dafür ist: Klage.
Dafür haben Sie 1 Monat Zeit.

Dann entscheidet das Gericht:

zuletzt aktualisiert: 18.07.2017

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