Das macht die Pflege-Versicherung

Manche Menschen brauchen Pflege.

  • Weil sie schon sehr alt sind.
  • Weil sie krank sind.
  • Oder weil sie eine Behinderung haben.

Das Geld für die Pflege gibt die Pflege-Versicherung.

Seit dem Jahr 2015 gibt es ein neues Gesetz für die Pflege.
Das Gesetz heißt: Pflege-Stärkungs-Gesetz 1.
Das Gesetz soll dabei helfen:
Dass Menschen besser gepflegt werden können.
Wenn sie Pflege brauchen.

Sie können einen Antrag schreiben.
Wenn Sie Pflege brauchen.
Dann kommt ein Arzt zu Ihnen nach Hause.
Er prüft wie viel Pflege Sie brauchen.
Und er bestimmt welchen Pflege-Grad Sie bekommen.

Zum Beispiel:

  • Ältere Menschen,
  • kranke Menschen
  • oder Menschen mit Behinderung.

In dem Gesetz stehen viele neue Sachen.
Diese Sachen können Sie zusätzlich bekommen.
Wenn Sie Pflege brauchen.
Und wenn Sie eine Pflege-Stufe haben.

Es gibt fünf verschiedene Pflege-Grade

Pflege-Grad 1 – geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Das bedeutet:
Sie brauchen Hilfe.
Zum Beispiel bei diesen Sachen:

  • Beim Aufräumen
  • Oder in der Küche.

Das Pflege-Stärkungsgesetz 2

Ab dem Jahr 2016
wird es noch ein neues Gesetz für die Pflege geben.
Das Gesetz heißt: Pflege-Stärkungs-Gesetz 2.
Das Gesetz soll besonders
Menschen mit der Krankheit Demenz helfen:

  • Damit sie noch besser gepflegt werden können.
  • Und damit sie noch besser betreut werden können.

Pflege-Grad 2 – Erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Das bedeutet:
Sie können viele Sachen nicht mehr alleine machen.
Sie brauchen oft Hilfe.
Zum Beispiel bei diesen Sachen:

  • Bei der Körper-Pflege

Das ist zum Beispiel:
Hilfe beim Duschen oder Zähne-Putzen.

  • Beim Essen
  • Oder wenn Sie Ihre Freunde besuchen möchten.

Diese Sachen sind neu

Pflege-Grade anstatt Pflege-Stufen

Bis jetzt gab es 3 Pflege-Stufen.
Die Pflege-Stufen haben gezeigt:
Wie viel Pflege ein Mensch braucht.
Und wie viel Geld er von der Pflege-Versicherung bekommt.
Damit er die Pflege ein-kaufen kann.

Mit dem neuen Pflege-Stärkungs-Gesetz 2 wird das anders.
Jetzt gibt es keine 3 Pflege-Stufen mehr.
Jetzt gibt es 5 verschiedene Pflege-Grade.

Pflege-Grad 3 – Schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit

Das bedeutet:
Sie können viele Sachen nicht mehr alleine machen.
Sie brauchen oft Hilfe.
Zum Beispiel bei diesen Sachen.
•Bei der Körper-Pflege
Das ist zum Beispiel:

  • Hilfe beim Duschen oder Zähne-Putzen.
  • Beim Essen

So bekommen Sie einen Pflege-Grad

Sie müssen einen Antrag schreiben.
Wenn Sie Pflege brauchen.
Dann kommt ein Arzt zu Ihnen nach Hause.
Dort prüft er:

  • Wie viel Pflege Sie brauchen.
  • Und bei welchen Sachen Sie Pflege brauchen.

Pflege-Grad 4 – Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit
Das bedeutet:
Sie können sehr viele Sachen nicht mehr alleine machen.
Sie brauchen Hilfe zum Beispiel:

  • Beim Aufstehen aus dem Bett
  • Beim Essen
  • Beim Duschen und Zähne putzen

Dabei spricht er mit Ihnen über verschiedene Sachen.
Und er prüft verschiedene Sachen.
In schwerer Sprache heißt das:
Der Arzt prüft verschiedene Einstufungs-Bereiche.
Danach bestimmt er welchen Pflege-Grad Sie bekommen.

Pflege-Grad 5 – Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung
Das heißt:
Sie brauchen fast immer Unterstützung.
Zum Beispiel:

  • beim Aufstehen
  • Beim Essen
  • Beim Duschen
  • Wenn Sie fern-Sehen möchten

Bei den Pflege-Graden gibt es verschiedene Einstufungs-Bereiche

Das bedeutet:
Es gibt 6 verschiedene Bereiche,
in denen Sie vielleicht Pflege brauchen.
Das sind die 6 Bereiche:

1. Mobilität

Das bedeutet: Bewegung.
Hier prüft der Arzt:
Ob Sie sich noch gut bewegen können.
Oder ob Sie sich nicht mehr so gut bewegen können
Und bei welchen Sachen Sie Hilfe brauchen.

Zum Beispiel:

  • Beim Auf-Stehen oder beim Ins-Bett-Gehen
  • oder beim Treppen-Steigen.
  • Im Haushalt

Zum Beispiel:
Beim Kochen oder Putzen

2. Gedächtnis und Sprache

Gedächtnis bedeutet zum Beispiel:

  • Ob Sie sich Sachen gut merken können.
  • Und ob Sie sich an Sachen erinnern können.

Sprache bedeutet zum Beispiel:

  • Ob Sie Informationen gut verstehen können.

Oder ob Sie viele Erklärungen brauchen.

  • Und ob Sie sich noch gut mit anderen Menschen

unterhalten können

3. Verhalten und seelische Probleme

Wie Sie sich verhalten bedeutet:
Wie Sie mit anderen Menschen um-gehen.
Oder wie Sie mit sich selbst um-gehen.
Zum Beispiel:

  • Ob Sie oft auf andere Menschen böse sind.
  • Ob Sie andere Menschen verletzen.
  • Oder ob Sie sich selbst verletzen.

Für alle diese Sachen bekommen Sie mehr Geld
von der Pflege-Versicherung.

Die Pflege-Versicherung gibt für diese Sachen Geld.

Geld für die Pflege von einem ambulanten Pflege-Dienst
in der eigenen Wohnung.

Seelische Probleme bedeutet:

  • Sie sind oft traurig.
  • Oder Sie haben vor vielen Sachen große Angst.
  • Und Sie fühlen sich oft sehr schlecht.

Zum Beispiel:
Die Mit-Arbeiter oder Mit-Arbeiterinnen
vom ambulanten Pflege-Dienst kommen zu Ihnen nach Hause.
Sie helfen Ihnen zum Beispiel bei diesen Sachen:

  • Beim Waschen und Duschen,
  • beim Kochen und beim Essen,
  • beim An-Ziehen und Aus-Ziehen
  • und im Haushalt.

4. Selbst versorgen

Das bedeutet zum Beispiel:

  • Ob Sie noch ein-kaufen gehen können.
  • Ob sie noch für sich selbst kochen können.

Pflege-Geld für die Pflege in der eigenen Wohnung

Zum Beispiel:

  • Wenn Sie von Familien-Mitgliedern gepflegt werden.
  • Oder wenn Freunde oder Nachbarn Ihnen helfen.

Dann können Sie Pflege-Geld
von der Pflege-Versicherung bekommen.
Damit können Sie die Person bezahlen,
die Sie pflegt.

5. An Termine denken und bei einer Behandlung gut mit-machen

Das bedeutet zum Beispiel:

  • Ob Sie regel-mäßig zur Behandlung zum Arzt gehen.

Damit es Ihnen wieder besser geht.

  • Ob Sie an die Termine beim Arzt selbst denken.
  • Und ob Sie bei der Behandlung gut mit-machen.

Geld für die Verhinderungs-Pflege

Verhinderungs-Pflege bedeutet:
Manchmal kann ein Familien-Mitglied Sie nicht pflegen.
Weil die Person zum Beispiel:

  • Selber krank ist
  • oder in Urlaub fahren will.

Dann müssen andere Personen die Pflege machen.

6. Arbeiten und Treffen mit Freunden

Das bedeutet zum Beispiel:

  • Ob Sie regel-mäßig zur Arbeit gehen.
  • Ob Sie pünktlich am Arbeits-Platz sind.
  • Ob Sie sich in der Freizeit mit Freunden treffen.

Diese 6 Einstufungs-Bereiche sind wichtig für Ihren Pflege-Grad.

Der Pflege-Grad zeigt:
Wie viel Pflege Sie brauchen.
Und wie viel Geld Sie von der Pflege-Versicherung bekommen.
Für jeden Pflege-Grad gibt es eine bestimmte Menge Geld.
Damit Sie sich die Pflege ein-kaufen können.

Zum Beispiel:
Andere Familien-Mitglieder
oder Freunde und Nachbarn.

Für die Verhinderungs-Pflege
gibt die Pflege-Versicherung mehr Geld.

Wenn eine Person die Verhinderungs-Pflege
ehren-amtlich macht.
Dann bekommt sie eine Aufwands-Entschädigung.
Das bedeutet:

  • Sie bekommt zum Beispiel

das Fahr-Geld für Bus und Bahn.

Oder sie bekommt Verdienst-Ausfall-Geld.

Das Geld für die Verhinderungs-Pflege
gibt die Pflege-Versicherung für 4 Wochen im Jahr.

Kurz-Zeit-Pflege

Das bedeutet:
Sie wohnen für eine kurze Zeit in einem Wohn-Heim.
Oder Sie sind für eine kurze Zeit in einem Pflege-Heim.
Zum Beispiel:

  • Weil Sie sich nach einer Krankheit erholen müssen.
  • Weil Sie in der eigenen Wohnung

nicht gepflegt werden können.

  • Weil Ihre Pflege-Person eine Pause braucht.

Das Geld für die Kurz-Zeit-Pflege
gibt die Pflege-Versicherung für 4 Wochen im Jahr.

Teil-Stationäre Tages-Pflege
und Teil-Stationäre Nacht-Pflege.

Das bedeutet:

  • Sie sind am Tag in einem Pflege-Heim.

Weil sich Ihre Familie am Tag
nicht um sie kümmern kann.

  • Oder Sie sind in der Nacht in einem Pflege-Heim.

Weil Sie nachts sehr viel Hilfe brauchen.
 
Die Pflege-Versicherung gibt dann Geld:

  • Für die Tages-Pflege und die Nacht-Pflege im Pflege-Heim.
  • Und für die Pflege zu Hause.

Diese Leistungen bekommen pflege-bedürftige Menschen noch.

Manche Menschen brauchen viel Hilfe.
Zum Beispiel:
Menschen mit der Krankheit Demenz.
Diese Menschen brauchen manchmal besonders viel Hilfe.

  • Weil sie viele Sachen nicht mehr alleine machen können.
  • Oder weil sie zum Beispiel nicht mehr wissen:

Wie sie sich anziehen müssen.
Wann sie essen müssen.
Wann sie ihre Medizin nehmen müssen.
 
Pflege-Personen müssen sich den ganzen Tag um sie kümmern.
In schwerer Sprache heißt das:
Diese Menschen haben einen
erheblichen allgemeinen Betreuungs-Bedarf

Dafür gibt die Pflege-Versicherung
für alle Pflege-Grade extra Geld dazu.

Voll-Stationäre Pflege

Sie brauchen sehr viel Pflege.
Weil Sie eine schwere Krankheit haben.
Dann können Sie in einem Pflege-Heim gepflegt werden.
Dafür gibt die Pflege-Versicherung jeden Monat Geld.

Pflege in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Die Pflege-Versicherung bezahlt auch Geld
an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.
Wenn diese Menschen dort gepflegt werden.

Hilfs-Mittel

Die Pflege-Versicherung bezahlt Hilfs-Mittel.
Zum Beispiel bezahlt sie:

  • Geld für Windeln.

Technische Hilfs-Mittel

Für technische Hilfs-Mittel bezahlt die Pflege-Versicherung:
Zum Beispiel:

  • Für Pflege-Betten,
  • für den Rollator
  • oder für den Toiletten-Stuhl.

Manchmal müssen Sie aber noch Geld dazu bezahlen.

Umbau von der Wohnung

Viele Menschen möchten in der eigenen Wohnung leben.
Auch wenn sie Hilfe brauchen.
Oder wenn Sie Pflege brauchen.
Dann muss die Wohnung manchmal um-gebaut werden.
Dafür gibt die Pflege-Versicherung Geld.

Pflege-Personen bekommen Geld für die Rente

Die Pflege-Versicherung bezahlt das Geld
für die Renten-Versicherung.
Damit Pflege-Personen genug Geld zum Leben haben.

  • Wenn sie nicht mehr arbeiten müssen.
  • Oder wenn sie nicht mehr arbeiten können.

Wie viel Geld die Pflege-Versicherung für die Rente bezahlt,
kommt darauf an:

  • Die Pflege-Person muss mindestens 14 Stunden

in der Woche für die Pflege arbeiten.

  • Sie darf nicht über 30 Stunden in der Woche

eine andere Arbeit machen.

den sie pflegt.

  • In welchem Bundes-Land die Pflege-Person arbeitet.
  • Sie darf noch keine Rente bekommen.

zuletzt aktualisiert: 24.07.2017

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