Betreuung im Kindergarten und in der Kita für Kinder ab 3 Jahren

Mehrere Kinder mit und ohne Behinderung.

Die meisten Kinder kommen im Alter von 3 Jahren
in den Kindergarten oder in die Kita.
Alle Kinder in Deutschland haben das Recht,
in den Kindergarten zu gehen.
Das gilt für Kinder mit und ohne Behinderung.

Ein unterzeichnetes Dokument mit dem Logo der UN.

Dieses Recht steht in einem Vertrag
über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Der Vertrag heißt kurz: UN-BRK.
BRK ist kurz für Behinderten-Rechts-Konvention.
 
Dafür ist die UN-BRK da:
Menschen mit Behinderung sollen
die gleichen Rechte wie alle Menschen haben.
Seit dem Jahr 2009 muss Deutschland sich
an die UN-BRK halten.

Kindermit und ohne Behinderung spielen an einem Tisch mit Bauklötzen.

Es gibt verschiedene Arten von Kindergärten
und Kitas.
Zum Beispiel:

  • Inklusive Kindergärten und Kitas
    Diese Kindergärten und Kitas sind für Kinder
    mit und ohne Behinderung zusammen.
  • Heilpädagogische Kindergärten
    Diese Kindergärten sind nur
    für Kinder mit Behinderung.
Ein rotes Dreieck, darin eine Frau, die den Zeigefinger hebt.

Jedes Kind hat ein Recht darauf,
in den Kindergarten zu gehen.
Es ist egal, ob die Eltern arbeiten oder nicht.
Jedes Kind soll im Kindergarten oder der Kita
gut lernen können.
Und jedes Kind soll die Hilfe bekommen,
die es braucht.
Alle Kinder sollen gut betreut werden.
Es gibt verschiedene Angebote für die Betreuung von Kindern mit Behinderung.
Hier erklären wir die verschiedenen Angebote.

Inklusive oder integrative Kindergärten und Kitas

Mehrere Kinder mit und ohne Behinderung.

Inklusion und Integration sind fast das Gleiche:
Bei Inklusion und Integration geht es darum:
Alle können überall dabei sein und mitmachen.
Keiner wird ausgeschlossen.
 
Darum gibt es auch inklusive und integrative Kindergärten und Kitas.
In diesen Kindergärten und Kitas werden
Kinder mit und ohne Behinderung betreut.
Jedes Kind bekommt die Hilfe, die es braucht.

Daumen nach oben.

Das ist besonders gut:
Ein Erzieher kümmert sich nur um 5 Kinder.
So hat der Erzieher viel Zeit für jedes Kind.
Es gibt viele Fachleute in inklusiven und integrativen Kindergärten und Kitas.
Zum Beispiel:

  • Logopäden. Sie helfen Kindern, besser sprechen zu lernen.
  • Physio-Therapeuten und Ergo-Therapeuten.
    Sie helfen Kindern, sich gesund zu bewegen.
Zwei Personen vor einem Spiegel. Die eine Person hilft der anderen beim Sprechen.

Die Fachleute kümmern sich besonders
um Kinder mit Behinderung.
Und sie kümmern sich besonders um Kinder,
die noch mehr Hilfe beim Lernen brauchen.
Das nennt man auch: Frühförderung.
Frühförderung heißt:
Kinder bekommen Hilfe bei Dingen,
die sie noch nicht gut können.
Zum Beispiel: Sprechen oder sich bewegen.

Eine Person bastelt mit Schere und buntem Papier.

Frühförderung ist für Kinder mit Behinderung.
Und Frühförderung ist für Kinder,
die vielleicht bald eine Behinderung bekommen.
 
Mehr Infos zur Frühförderung finden Sie hier.
Die Infos sind in Leichter Sprache.

Inklusive Gruppen

Kindermit und ohne Behinderung spielen an einem Tisch mit Bauklötzen.

Kindergärten und Kitas können
eine inklusive Gruppe machen.
In einer inklusiven Gruppe sind mehrere Kinder mit Behinderung und ohne Behinderung.
Es gibt Regeln für inklusive Gruppen.
Die Regeln sind in jedem Bundesland anders.

Einzelintegration in Kindergärten und Kitas

ein Junge im Rollstuhl

Einzelintegration heißt:
Ein Kindergarten oder eine Kita betreut
ein einzelnes Kind mit Behinderung.
Die anderen Kinder im Kindergarten
oder in der Kita haben keine Behinderung.

Förderkindergärten und heilpädagogische Kindergärten und Kitas

Zwei Jungen, einer davon sitzt im Rollstuhl.

Heilpädagogische Kindergärten sind nur
für Kinder mit Behinderung.
Einige heilpädagogische Kindergärten und Kitas kümmern sich nur um bestimmte Behinderungen.
Zum Beispiel:

  • Eine heilpädagogische Kita betreut nur
    Kinder mit geistiger Behinderung.
  • Oder ein Kindergarten betreut nur
    Kinder mit körperlicher Behinderung.
Eine Person bastelt mit Schere und buntem Papier.

So können sich die Erzieher gut
um jedes Kind kümmern.
In heilpädagogischen Kindergärten und Kitas
ist die Frühförderung besonders wichtig.
Darum nennt man diese Kindergärten auch:
Förderkindergärten.

Schul-Kindergärten, Vorklassen und Grundschul-Förderklassen

eine Ärztin

Bevor Kinder mit 6 Jahren in die Schule kommen, muss ein Arzt die Kinder untersuchen.
Der Arzt prüft bei den Kindern zum Beispiel:

  • Kann das Kind sich alleine anziehen?
  • Kann das Kind etwas mit der Schere ausschneiden?
  • Kann das Kind sich Dinge merken?

Der Arzt prüft,
ob das Kind schon in die Schule gehen kann.

Sieben kinder mit und ohne Behinderung und ein Betreuer sitzen in einem Stuhlkreis.

Vielleicht sagt der Arzt:
Das Kind kann noch nicht zur Schule gehen.
Dann kann das Kind
in einen besonderen Kindergarten gehen.
Es gibt verschiedene Namen
für diese Kindergärten:

  • Schul-Kindergärten
  • Vorklassen
  • Grundschul-Förderklassen

In diesen Kindergärten lernen die Kinder dann
die Dinge, die sie noch nicht gut können.

eine Schulklasse

Nach einem Jahr prüft der Arzt wieder,
ob das Kind zur Schule gehen kann.
Dann kommen die meisten Kinder in eine Schule oder eine Förderschule.
Eine Förderschule ist zum Beispiel
für Kinder mit Behinderung.

Schulvorbereitende Einrichtung

Mehrere Leute gehen in ein Haus. Das Haus sieht aus wie ein Kindergarten oder eine Schule.

In Bayern gibt es besondere Einrichtungen.
Die Einrichtungen heißen:
Schulvorbereitende Einrichtungen.
Der kurze Name ist: SVE.
SVE sind für Kinder ab 3 Jahren,

  • die eine Behinderung haben.
  • die einige Dinge noch nicht gut können.
Zwei Personen vor einem Spiegel. Die eine Person hilft der anderen beim Sprechen.

Diese Kinder müssen vielleicht noch lernen,
wie sie richtig sprechen oder sich bewegen.
Das heißt auch:
Die Kinder haben einen besonderen Förderbedarf.
Bei vielen SVE ist es so:
Die Kinder gehen vormittags in die SVE.
Und nachmittags gehen die Kinder
in eine heilpädagogische Kita.

Was kostet ein Platz im Kindergarten oder in der Kita für Kinder ab 3 Jahren?

Eine Hand gibt mehrere Euro-Scheine in eine andere Hand.

Das Sozialamt oder Jugendamt bezahlt den Platz im heilpädagogischen Kindergarten.
Es gibt auch besondere Kindergärten.
Zum Beispiel:

  • Sprachheil-Kindergärten.
    Diese Kindergärten sind für Kinder,
    die schlecht oder nicht sprechen können.
  • Kindergärten für Kinder mit
    einer Hörbehinderung.
    Diese Kindergärten sind für Kinder,
    die schlecht hören können oder taub sind.

Die Krankenkasse bezahlt den Platz
in diesen besonderen Kindergärten.

Zwei Hände, dazwischen Geldscheine.

Die Eltern müssen den Platz
in einem inklusiven Kindergarten selbst bezahlen.
Der Preis kommt darauf an,
wieviel die Eltern verdienen.
Mehr Infos zu den Preisen für Kindergärten bekommen Sie bei Ihrer Stadt.

Ein junger Mann hebt die Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger.

Unser Tipp:
Viele Städte haben im Internet Infos
zu Kindergärten und Kitas.
Auf den Internet-Seiten können Sie oft auch
nach einem Kindergarten oder einer Kita suchen.
So finden Sie einen Platz,
der gut für Ihr Kind ist.

Ein Mann sitzt in einem Büro am Schreibtisch.

Das Jugendamt kann Sie über einen Platz
im Kindergarten oder in der Kita beraten.
Einige Städte machen auch
extra Beratung über Inklusion.
Es gibt auch Selbsthilfe-Vereine
für Eltern von Kindern mit Behinderung.
Die Selbsthilfe-Vereine können auch Tipps
zur Betreuung in Kindergärten und Kitas geben.

Ein Computer mit Verbindung zum Internet und ein Bildschirm, auf dem der Familienratgeber zu sehen ist.

Auf unserer Seite gibt es eine Suche.
Damit können Sie nach Selbsthilfe-Vereinen
in Ihrer Stadt suchen.
Sie können auch nach Kindergärten, Kitas
und Kinderkrippen suchen.
Sie finden die Seite mit der Suche hier.
Die Seite ist nicht in Leichter Sprache.

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