Mütter mit Behinderung

Eine Mutter mit einem Kind mit Behinderung und ein Baby.

Viele Frauen mit Behinderung möchten gerne Kinder haben.
Aber oft wird ihnen gesagt:
Dass es besser ist,
wenn sie keine Kinder bekommen.
Zum Beispiel:

  • Von Freunden,
  • der Familie
  • oder von Ärzten.

Denn diese Menschen denken zum Beispiel:

  • Dass sich Frauen mit Behinderung
    nicht richtig um ein Kind kümmern können.
  • Dass ihr Kind vielleicht auch eine Behinderung haben kann.
  • Dass sie ihren Kindern nicht gut helfen können.

Deshalb bekommen Frauen mit Behinderung oft wenig Hilfe:
Damit ihr Kinder-Wunsch wahr wird.

Eine sitzende Frau streichelt ein Baby, während eine stehende Frau in weißer Kleidung das Baby wickelt.

Aber diese Menschen denken falsche Sachen.
Denn Frauen mit Behinderung
können sich genauso gut um ihre Kinder kümmern,
wie Frauen ohne Behinderung.
Manche Eltern mit Behinderung brauchen dabei etwas Hilfe.
Zum Beispiel:

Und manche Eltern mit Behinderung
können sich gut alleine um ihre Kinder kümmern.

Das ist wichtig!

Eine Frau hält ein Baby auf dem Arm, nah neben ihr steht ein Mann. Daneben ist eine Frau im Rollstuhl, die ein Baby badet. Und ein Mann mit weißem Langstock trägt ein Baby im Tragetuch vor sich.

Alle Menschen dürfen Eltern werden.

  • Egal, ob sie eine Behinderung haben
  • oder ob sie keine Behinderung haben.

Denn Eltern werden ist ein Menschen-Recht.

Eine Frau zeigt nach links auf zwei Kinder in Kinderstühlen. Rechts ist noch ein Kind in einem Kinderstuhl.

Auch in der UN-Behinderten-Rechts-Konvention steht:
Dass Menschen mit Behinderung das Recht haben Eltern zu werden.
Dass sie selbst bestimmen können:

  • Ob sie Kinder haben wollen.
  • Wie viele Kinder sie haben wollen.
  • Und wann sie Kinder haben wollen.

Kein Mensch darf sterilisiert werden, wenn er es nicht will

Ein Baby krabbelt. Es ist rot durchgestrichen. Daneben ist eine traurig aussehende Frau.

Viele Menschen sagen:
Dass sich manche Frauen operieren lassen sollen.
Damit sie keine Kinder bekommen können.
Zum Beispiel:

  • Frauen mit Lern-Schwierigkeiten
  • und Frauen mit seelischen Behinderungen.

Das bedeutet:
Sie werden unfruchtbar gemacht.

Ein Gesetzbuch.

Seit dem Jahr 1992 gibt es ein Gesetz.
In dem Gesetz steht:
Keine Frau darf unfruchtbar gemacht werden.
Und kein Mann darf unfruchtbar gemacht werden.
Wenn sie das nicht wollen.
Und sie dürfen erst unfruchtbar gemacht werden:
Wenn sie 18 Jahre alt sind.

Drei Männer mit Richter-Talar, darüber eine Waage mit einem Gesetz-Zeichen.

Manche Menschen mit einer schweren Behinderung
können nicht selbst entscheiden.
Dann bestimmt ein Gericht:
Ob sie unfruchtbar gemacht werden sollen.

Ein Mann und eine Frau liegen nackt im Bett und umarmen sich.

Dafür gibt es besondere Regeln.
Zum Beispiel:

  • Ein Mensch darf nicht unfruchtbar gemacht werden.
    Wenn er keinen Sex haben kann.
    Denn dann kann eine Frau keine Kinder bekommen.
    Und ein Mann kann nicht Vater werden.
Eine Spritze, daneben ein Kondom, daneben eine Packung Tabletten.
  • Der Mann oder die Frau müssen selbst bestimmen:
    Dass sie unfruchtbar gemacht werden wollen.
    Oder der Betreuer kann das bestimmen.
    Er muss aber vorher mit dem Betreuten darüber sprechen.
Drei Männer mit Richter-Talar, darüber eine Waage mit einem Gesetz-Zeichen.
  • Ein Gericht muss einen Betreuer bestimmen.
    Er kümmert sich nur darum:
    • Ob die Betreute unfruchtbar gemacht werden soll.
    • Ob die Betreute das auch wirklich will.
    • Und wann die Operation gemacht werden soll.
  • Dann kann das Betreuungs-Gericht bestimmen:
    Das die Betreute unfruchtbar gemacht werden soll.

Hilfen für Frauen mit Behinderung

Eine sitzende Frau streichelt ein Baby, während eine stehende Frau in weißer Kleidung das Baby wickelt.

Manche Mütter mit Behinderung brauchen Hilfe.
Damit sie sich gut um ihre Kinder kümmern können.
Dafür gibt es zum Beispiel:

Hier können Sie noch mehr Informationen dazu lesen:
Eltern mit Behinderung

Das Recht auf Teilhabe

Eine Mutter im Rollstuhl wickelt ein Baby.

Frauen haben oft wenig Zeit für sich.
Weil sie viele Dinge machen müssen.
Zum Beispiel:

  • Sie müssen sich um den Haushalt kümmern.
  • Sie müssen sich um ihre Kinder kümmern.

Deshalb können sie bei vielen Angeboten nicht mit-machen.
Zum Beispiel:
Bei Schulungs-Angeboten für den Beruf.
Und sie sind oft lange Zeit arbeitslos.

Eine Frau steht an einer Tafel und erklärt etwas. Daneben sitzen drei andere Frauen und schauen zu.

Die Rehabilitations-Träger müssen sich um die Frauen kümmern.
Denn Frauen brauchen bestimmt Sachen,
damit sie wieder arbeiten können.
Zum Beispiel:

  • Kurse für die Gesundheit,
    die nah bei ihrem Wohnort sind,
Eine Hand schreibt etwas auf ein Blatt Papier.
  • oder Unterstützung bei den Sachen,
    die bei verschiedenen Ämtern gemacht werden müssen.
    Zum Beispiel:
    • Einen Antrag für das Kinder-Geld schreiben.
    • Einen Antrag für einen Kinder-Gartenplatz schreiben.
    • Oder einen Antrag für Eltern-Assistenz schreiben.

Dabei können die Frauen Hilfe von verschiedenen Diensten bekommen.
Zum Beispiel:

Eine Frau in Sport-Kleidung und ein Mann in weißem Kittel machen Kranken-Gymnastik.

Dann haben die Mütter Zeit für andere Sachen.
Zum Beispiel:

  • Für Schulungen,
    damit sie einen guten Arbeits-Platz bekommen.
  • für Kranken-Gymnastik
    damit sie gesund bleiben.
    Oder damit sie wieder gesund werden.

Nachteils-Ausgleiche

Menschen mit Behinderung haben oft viele Nachteile.
Dann können sie Nachteils-Ausgleiche bekommen.

Eine Frau im Rollstuhl sitzt an einem Schreibtisch und telefoniert.

Die Nachteils-Ausgleiche bekommen aber
nicht alle Menschen mit Behinderung.
Manche Nachteils-Ausgleiche bekommen sie nur,
wenn sie einen Arbeits-Platz haben.

Viele Mütter mit Behinderung gehen aber nicht arbeiten.
Denn sie müssen sich um ihr Kind kümmern.
Deshalb bekommen sie oft auch keine Nachteils-Ausgleiche.

Eine Hand schreibt etwas auf ein Blatt Papier.

Trotzdem können Sie einen Antrag schreiben.
Damit Sie die Nachteils-Ausgleiche bekommen.
Das Amt entscheidet dann:

  • Ob Sie die Nachteils-Ausgleiche bekommen.
  • Oder ob Sie die Nachteils-Ausgleiche nicht bekommen.

Diese Ämter entscheiden das:

Ein Stapel Geldscheine, es sind 50- und 100-Euro-Scheine.

Für die Nachteils-Ausgleiche
bekommen die Ämter Geld vom Staat.
Wenn ein Amt kein Geld mehr hat,
dann bekommen Sie auch keine Nachteils-Ausgleiche.

Das ist wichtig!

Ein Gesetzbuch.

Holen Sie sich viele Informationen dazu:

  • Welche Rechte Sie haben.
  • Oder bei welchem Amt Sie den Antrag schreiben müssen.

Oft können andere Frauen mit Behinderung Ihnen dabei auch helfen.

Hier können Sie noch mehr Informationen lesen

Infos in Leichter Sprache.

Der Deutsche Verein hat ein Heft für Eltern gemacht:
So soll gute Unterstützung sein:
für Eltern mit Behinderung und ihre Kinder.
Das Heft ist in Leichter Sprache.

Vom Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern
gibt es den Ratgeber Eltern-Assistenz.
Das ist ein Heft mit vielen Informationen.
Das Heft ist in Leichter Sprache.

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