Ausbildung für junge Menschen mit Behinderung

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank. Daneben steht ein anderer Mann.

Nach der Schul-Zeit
können junge Menschen einen Beruf lernen.
Dafür können sie eine Ausbildung machen.
 
Für junge Menschen mit Behinderung ist es manchmal nicht so leicht:
Einen Ausbildungs-Platz zu finden.
Aber an verschiedenen Orten können die jungen Menschen
Beratung und Infos bekommen.

Zwei Personen sitzen an einem Schreibtisch.

In diesem Text können Sie lesen:

  • Welche besonderen Ausbildungen
    es für junge Menschen mit Behinderung gibt.
  • Und welche Unterstützung sie bekommen können.

Überlegen Sie schon früh: Welcher Beruf zu Ihnen passt

Ein Mann sitzt vor einem Blatt Papier und denkt nach.

Junge Menschen können schon früh überlegen:
Welchen Beruf sie später gerne lernen wollen.
Das können sie auch schon machen,
bevor sie mit der Schule fertig sind.
Zum Beispiel:
2 Jahre vor dem Ende von der Schule.
Dann können Sie in der Schul-Zeit noch ein Praktikum machen.
Und sie können heraus-finden:

  • Welche Sachen sie gerne machen.
  • Und welche Sachen sie nicht gerne machen.
Ein Bild mit Sonne und Wolken, ein anderes Bild mit Mond und Sternen.

Zum Beispiel:
Bei einer Ausbildung zum Gärtner oder zur Gärtnerin
sind die Menschen fast immer draußen.
Zum Beispiel auch:

  • Wenn es regnet.
  • Oder wenn es sehr heiß ist.

Und bei anderen Berufen
müssen die Menschen in der Nacht arbeiten.
Oder sie müssen sehr früh morgens aufstehen.
Aber manche Menschen wollen das vielleicht nicht.
Dann sind das nicht die richtigen Berufe für diese Menschen.

Eine Frau zeigt mit dem Finger auf verschiedene Bilder.

Deshalb ist es wichtig:
Dass die jungen Menschen heraus-finden,
was sie gerne arbeiten wollen.
Und welche Arbeit gut zu ihnen passt.

Praktikum für junge Menschen mit Behinderung

Ein Mann hebt die Schultern und die Hände, so als ob er etwas nicht versteht.

Bei einem Praktikum können junge Menschen mit Behinderung
verschiedene Sachen aus-probieren.
In vielen Betrieben
hat noch kein Mensch mit Behinderung eine Ausbildung gemacht.
Die Chefs und Chefinnen wissen vielleicht nicht genau:
Wie sie mit einem Menschen mit Behinderung umgehen sollen.

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank. Daneben steht ein anderer Mann.

Zum Beispiel:

  • Die Chefs und Chefinnen wissen nicht,
    welche Arbeit ein blinder Mensch gut machen kann.
  • Oder sie wissen nicht,
    ob der Mensch mit Behinderung Hilfe braucht.

Bei einem Praktikum können die Chefs und Chefinnen
den Menschen mit Behinderung kennen-lernen.

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank. Daneben steht ein anderer Mann.

Junge Menschen
können ein Praktikum für längere Zeit machen

Junge Menschen unter 25 Jahre
können ein besonderes Praktikum machen.
Es heißt: Einstiegs-Qualifizierung.
Da arbeiten die jungen Menschen
6 Monate bis 12 Monate in einem Betrieb.

Eine Frau zeigt mit dem Finger auf verschiedene Bilder.

Im Praktikum lernen die jungen Menschen
viele Sachen über die Arbeit im Betrieb.
Und danach wissen sie vielleicht besser:
Welche Arbeit sie gut machen können.
Und welche Ausbildung sie gerne machen wollen.

Eine Familie mit Kindern. Darunter eine hand mit einem Geldschein.

Die jungen Menschen bekommen im Praktikum Geld für ihre Arbeit.

gibt einen Teil von dem Geld dazu.

Im Betrieb und in der Berufs-Schule

Eine Frau im Rollstuhl sitzt an einem Schreibtisch und telefoniert.

In der Ausbildung lernen die Menschen
im Betrieb und in der Berufs-Schule.
 
Ausbildungen dauern verschieden lange.
Zum Beispiel:

  • 2 Jahre
  • oder 3 Jahre.

Die jungen Menschen lernen ihren Beruf an diesen 2 Orten:

  • In der Berufs-Schule
  • und im Betrieb.
Eine Frau steht an einer Tafel und erklärt etwas. Daneben sitzen drei andere Frauen und schauen zu.

Die jungen Menschen sind zum Beispiel
2 Tage in jeder Woche in der Berufs-Schule.
Und 3 Tage in jeder Woche gehen sie in den Betrieb.
In der Berufs-Schule
haben die jungen Menschen verschiedene Unterrichts-Fächer.
Und im Betrieb lernen sie viele Sachen bei der Arbeit.

Eine Verkäuferin und eine Kundin stehen in einer Bäckerei.

Zum Beispiel:
Bei der Ausbildung zum Bäcker oder zur Bäckerin
lernen die Menschen:
Wie sie einen guten Teig für ein Brot machen.
Und wie heiß der Ofen sein muss.
 
Am Ende von der Ausbildung
müssen die Menschen eine Abschluss-Prüfung machen.

Der Nachteils-Ausgleich für Menschen mit Behinderung in einer Ausbildung

Eine Frau schreibt einen Antrag.

Manchmal haben Menschen einen Nachteil wegen ihrer Behinderung.
Zum Beispiel:
Bei einer Prüfung brauchen sie mehr Zeit,
damit sie ihre Antworten aufschreiben können.
 
Deshalb können Menschen mit Behinderung
einen Nachteils-Ausgleich bekommen.
Sie können zum Beispiel bei einer Prüfung mehr Zeit bekommen
als die anderen Menschen.
Oder sie bekommen für die Ausbildung mehr Zeit.

Eine Frau im Rollstuhl sitzt an einem Schreibtisch und telefoniert.

Wenn Sie einen Nachteils-Ausgleich haben wollen

Wenn sie einen Nachteils-Ausgleich bekommen wollen:
Dann müssen sie sich bei einer bestimmten Kammer melden.
Das ist ein Verein.
Er kümmert sich um bestimmte Berufe.
Für verschiedene Gruppen von Berufen
gibt es auch verschiedene Vereine.

Eine Hand schreibt auf ein Blatt Papier, daneben ein Arzt.

Für den Nachteils-Ausgleich
brauchen Sie oft eine Bescheinigung vom Arzt.
Er schreibt dann zum Beispiel auf:
Dass sie mehr Zeit für eine Prüfung brauchen.

Besondere Ausbildungen für junge Menschen mit Behinderung

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank. Daneben steht ein anderer Mann.

Sie können eine Ausbildung:

Ausbildung in einem Ausbildungs-Betrieb

Es gibt 2 verschiedene Möglichkeiten:
Wie Sie eine Ausbildung in einem Ausbildungs-Betrieb machen können.
Das sind diese 2 Möglichkeiten:

  • Die Fach-Praktiker-Ausbildung
  • oder die Assistierte Ausbildung.
Zwei Männer arbeiten an einem Gerüst.

1. Die Fach-Praktiker-Ausbildung

Viele junge Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
machen die Fach-Praktiker-Ausbildung.
Die Fach-Praktiker-Ausbildung können Sie auch dann machen:
Wenn Sie keinen Schul-Abschluss bekommen haben.
Das Besondere bei der Fach-Praktiker-Ausbildung ist:
Sie lernen nicht so viel in der Berufs-Schule.
Sondern Sie arbeiten mehr im Ausbildungs-Betrieb.

Eine frau schreibt an einem Computer. Eine andere Frau sitzt daneben.

2. Die Assistierte Ausbildung

Die Assistierte Ausbildung ist für junge Menschen:
Die schon sehr lange nach einem Ausbildungs-Platz suchen.
Das Besondere bei der Assistierten Ausbildung ist:
Sie bekommen schon vor der Ausbildung viel Hilfe.
Zum Beispiel:

  • Menschen helfen Ihnen bei Ihrer Bewerbung.
  • Menschen helfen Ihnen dabei:
    Ein Praktikum zu finden.
  • Und Sie können eine Beratung bekommen.
Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch und sprechen miteinander.

Später haben Sie dann vielleicht
einen Ausbildungs-Platz in einem Betrieb gefunden.
Auch dann können Sie noch viele Hilfen bekommen.
Zum Beispiel:

  • Sie bekommen Nach-Hilfe.
  • Und Menschen können Ihnen dabei helfen:
    Eine Wohnung zu finden.
Ein Computer mit Internet. Daneben eine junge Frau, die etaws am Computer schreibt.

In diesem Video erklären verschiedene Menschen
die Assistierte Ausbildung: Carpo
Achtung: Das Video ist nicht in Leichter Sprache.

Ausbildung in einem Berufs-Bildungs-Werk

Auch hier gibt es 2 verschiedene Möglichkeiten:
Wie Sie eine Ausbildung machen können.
Das sind diese 2 Möglichkeiten:

  • Die Verzahnte Ausbildung
  • oder die Außer-betriebliche Ausbildung.
Eine Frau steht an einer Tafel und erklärt etwas. Davor sitzen viele Menschen und hören zu.

1. Die Außer-betriebliche Ausbildung

Das bedeutet:
Ein junger Mensch macht die Ausbildung
nicht in einem Betrieb.
Sondern er macht die Ausbildung:

  • In den Werkstätten vom Berufs-Bildungs-Werk
  • und in der Berufs-Schule.
Ein Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch und sprechen miteinander.

Und der junge Mensch bekommt Unterstützung bei der Ausbildung.
Zum Beispiel:

  • Nach-Hilfe,
  • besondere Übungs-Aufgaben vor Prüfungen
  • und Beratung.
das Gebäude einer Agentur für Arbeit

Wenn ein junger Mensch die Außer-betriebliche Ausbildung machen will:

  • Dann muss er mit der Agentur für Arbeit sprechen.
  • Oder er muss mit dem Job-Center sprechen.

Sie helfen ihm dann dabei:
Eine Außer-betriebliche Ausbildung zu bekommen.

Ein Mann arbeitet an einer Werkbank. Daneben steht ein anderer Mann.

2. Die Verzahnte Ausbildung

Verzahnte Ausbildung bedeutet:
Sie machen die Ausbildung beim Berufs-Bildungs-Werk
und bei einem Betrieb.
Das heißt:

  • Sie unterschreiben einen Ausbildungs-Vertrag
    beim Berufs-Bildungs-Werk.
  • Sie bekommen Ihren Lohn vom Berufs-Bildungs-Werk.
  • Sie lernen im Berufs-Bildungs-Werk.
  • Und Sie arbeiten im Betrieb.
Zwei Frauen unterhalten sich.

Wenn Sie in Ihrer Ausbildung Fragen oder Probleme haben:
Dann hilft Ihnen das Berufs-Bildungs-Werk.
 
Wenn Sie dann später mit Ihrer Ausbildung fertig sind:
Dann können Sie vielleicht bei dem Betrieb weiter-arbeiten.

Infos, Beratung und Unterstützung

Info-Heft

Vielleicht wollen Sie noch viele Sachen zur Ausbildung wissen.
Dann gibt es viele Stellen:
Wo Sie Beratung und Unterstützung bekommen können.

Ein Computer mit Internet. Daneben eine junge Frau, die etaws am Computer schreibt.

bvkm
 
Sie können zum Beispiel auf der Internet-Seite vom bvkm
viele gute Infos in Leichter Sprache bekommen.
Dafür klicken Sie hier: bvkm zum Thema Arbeit
 
Sie können auch beim bvkm anrufen.
Das ist die Telefon-Nummer: 02 11 640 04 10
 
Oder Sie können eine E-Mail an den bvkm schreiben.
Die E-Mail-Adresse ist: info@bvkm.de

Ein Computer mit Bildschirm.

Integrations-Fach-Dienste

In Deutschland gibt es viele Integrations-Fach-Dienste.
Auf dieser Internet-Seite können Sie
einen Integrations-Fach-Dienst in Ihrer Nähe finden: IFD finden
Dafür tippen Sie Ihre Postleit-Zahl ein.
Dann klicken Sie auf das Feld: Ansprech-Partner suchen.
In schwerer Sprache steht dort: Ansprechpartner suchen.

Selbst-Hilfe-Gruppen von Menschen mit Behinderung

Vier Menschen mit und ohne Behinderung sitzen zusammen und unterhalten sich.

Vielleicht gibt es in Ihrer Stadt
eine Selbst-Hilfe-Gruppe von Menschen mit Behinderung.
Auch dort können Sie nach-fragen:
Ob Sie Hilfe bekommen können.

Ein Computer mit Bildschirm, darüber das Logo von Leichter Sprache.

Rehadat
 
Auch auf der Internet-Seite: Rehadat
finden Sie viele Infos in Leichter Sprache:

  • Zum Thema Beruf
  • und zum Thema Ausbildung.

Wenn Sie auf die Internet-Seite kommen wollen,
dann klicken Sie hier: Rehadat

Beruf mit Behinderung finden? Das geht!

Ein Computer mit Internet. Daneben eine junge Frau, die etaws am Computer schreibt.

In diesem Video wird erzählt:
Wie auch Menschen mit Behinderungen
einen tollen Beruf finden können.
Hier können Sie sich das Video anschauen: YouTube
Achtung: Das Video ist nicht in Leichter Sprache.

Profil-Pass in Leichter Sprache

Infos in Leichter Sprache.

Der Profil-Pass ist ein besonderes Papier.
Damit können Sie wichtige Sachen heraus-finden.
Zum Beispiel:
Welche Sachen Sie gut können.
Hier können Sie den Profil-Pass lesen und aus-drucken:
Profil-Pass in Leichter Sprache

Das Budget für Ausbildung

Mehrere menschen stehen vor einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Einige junge Menschen mit Behinderung
können in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten.
Aber vielleicht wollen sie eine Ausbildung machen.
 
Dafür gibt es das Budget für Ausbildung.
Das ist Geld.
Damit werden verschiedene Sachen bezahlt:
Damit junge Menschen mit Behinderung
eine Ausbildung machen können.
Zum Beispiel:

Eine Hand mit Geldscheinen.

Und mit dem Budget für Ausbildung
wird auch der Lohn für den Menschen bezahlt.
Das bedeutet:
Der Betrieb muss den Lohn nicht bezahlen.

das Gebäude einer Agentur für Arbeit
  • Die Agentur für Arbeit
  • und die Werkstätten für Menschen mit Behinderung

müssen den jungen Menschen mit Behinderung
bei der Suche nach einem Ausbildungs-Platz helfen.

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