Migration und Behinderung

In Deutschland leben viele Menschen aus anderen Ländern.
Diese Menschen nennt man: Migranten.

Für Menschen aus anderen Ländern ist es oft sehr schwer:

  • Anträge zu schreiben
  • und Informationen zu lesen.

Zum Beispiel über Hilfen für Menschen mit Behinderung.
Weil sie die deutsche Sprache noch nicht so gut verstehen.
Und weil es die Informationen oft nicht in ihrer Sprache gibt.
 
Für sie muss es deshalb besondere Angebote geben.

Beratungs-Angebote für Menschen aus anderen Ländern

Es gibt verschiedene Beratungs-Stellen.
Zum Beispiel:

  • Für Menschen aus anderen Ländern

Diese Beratungs-Stellen sind oft:

  1. Im Rathaus
  2. oder in den Bürger-Büros.
  • Für Menschen mit Behinderung

Zum Beispiel:

  1. Bei der Lebenshilfe,
  2. bei der Kirche
  3. und bei den Wohlfahrts-Verbänden.

 
Das sind große Vereine,
die viele Sachen für Menschen mit Behinderung machen.
Und die viele Sachen für Menschen aus anderen Ländern machen.

Zum Beispiel:

Bei den Beratungs-Stellen von den Vereinen arbeiten oft Berater,
die eine Sprache aus einem anderen Land sprechen.
Zum Beispiel: Türkisch oder russisch.
 
In manchen Städten gibt es Selbst-Hilfe-Gruppen
für Menschen mit Behinderung aus anderen Ländern.

Hier gibt es auch Beratungs-Stellen

Zum Beispiel bei:

  • ÜMIT

Das ist ein Netzwerk für Kinder mit Behinderung.
Dort arbeiten deutsche und türkische Menschen zusammen.
Das Netzwerk ist in Köln.
Im Internet bekommen Sie hier Informationen:
www.koeln-magazin.info/uemit_ev

  • TIM e.V.

Das ist ein Verein.
Der Verein ist in Nürnberg.
Dort arbeiten deutsche
und türkische Menschen zusammen.
Sie machen sich dafür stark:

  1. Dass Menschen mit Behinderung

überall dabei sein können.

  1. Und überall mitmachen können.

Der Verein berät und unterstützt:

  1. Menschen mit Behinderung,
  2. Menschen aus anderen Ländern
  3. und ihre Familien.

Zu dem Verein können Menschen aus allen Ländern kommen.
Im Internet bekommen Sie hier Informationen:
www.timev.de

  • UMUT e.V. Hannover

Das ist ein Verein.
Er unterstützt Menschen mit Behinderung
aus anderen Ländern.
Zum Beispiel dabei:

  1. Sie können Begleitung bekommen, wenn sie zum Amt gehen müssen.
  2. Sie können zu vielen Sachen Beratung bekommen.
  3. Und sie können Hilfe bekommen,

wenn sie Hilfe brauchen.
Im Internet bekommen Sie hier Informationen:
www.umut-ev.de

  • Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.

Das Zentrum kümmert sich um die Gesundheit
von Menschen aus anderen Ländern.
Und dass Menschen aus anderen Ländern
eine gute Gesundheits-Versorgung bekommen.
 
Im Internet bekommen Sie hier Informationen:
http://www.ethno-medizinisches-zentrum.de

Wenn Flüchtlinge in Deutschland leben und arbeiten wollen.
Dann müssen sie einen Antrag schreiben.
Dieser Antrag wird von dem Ausländer-Amt geprüft.
Dann bekommen die Flüchtlinge eine:
Aufenthalts-Genehmigung.
 
Manchmal bekommen Menschen aus anderen Ländern
und Flüchtlinge keine Aufenthalts-Genehmigung.

Oder es dauert sehr lange,
bis sie eine bekommen.
Wenn Menschen aus anderen Ländern
keine Aufenthalts-Genehmigung haben:
Dann haben sie auch kein Recht auf Eingliederungs-Hilfe.

Das ist wichtig!
Menschen aus anderen Ländern
können zu einer Beratungs-Stelle für Flüchtlinge gehen.

  • Wenn sie eine Behinderung haben.
  • Oder wenn Eltern ein Kind mit Behinderung haben.

Dort bekommen sie zum Beispiel Informationen dazu:
Welche Hilfe bekomme ich für ein Kind mit Behinderung.
Obwohl ich kein Recht auf die Hilfe habe.

Manchmal können Flüchtlinge mit Behinderung
in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten.
Auch wenn sie noch keine Aufenthalts-Genehmigung haben.
Dafür müssen sie zu einer Beratungs-Stelle gehen.
Die Beratungs-Stellen gibt es in vielen großen Städten in Deutschland.
 
Es gibt zum Beispiel diese Beratungs-Stelle:
Kontakt-Stelle und Beratungs-Stelle für Flüchtlinge und Migranten e.V. in Berlin-Kreuzberg

Unterstützung für Mutter und Kind

Für Mütter von Kindern mit Behinderung gibt es besondere Hilfe.
Diese Hilfe heißt: Familien-Unterstützender-Dienst.

Diese Hilfe bekommen Mütter aus anderen Ländern aber nur,
wenn sie eine Aufenthalts-Genehmigung haben.
Und wenn sie Eingliederungs-Hilfe bekommen.
Sie können diese Hilfe aber auch von dem eigenen Geld bezahlen.

Wenn Mütter von Kindern mit Behinderung
keine Eingliederungs-Hilfe bekommen.
Dann können sie sich bei anderen Stellen Hilfe holen.
Zum Beispiel bei den Kirchen.
Die Kirchen machen viele verschiedene Angebote:

  • Sprach-Kurse
  • Gesprächs-Kreise
  • Freizeit-Angebote für Kinder mit Behinderung

Zum Beispiel:

  1. Spielen,
  2. singen,
  3. basteln,
  4. schwimmen
  5. oder turnen.

 
Es ist wichtig,
wenn die Kinder miteinander spielen.
Die Kinder aus anderen Ländern können beim Spielen
die deutsche Sprache lernen.

Ältere Menschen aus anderen Ländern

Wenn Menschen aus anderen Ländern älter werden.
Und sie nicht mehr arbeiten müssen.
Dann überlegen sie oft:

  • Ob sie in Deutschland bleiben wollen.
  • Oder ob sie wieder in ihr Heimat-Land zurück-gehen wollen.

Dann müssen sie sich um verschiedene Dinge kümmern.
Zum Beispiel:

  • Welche Anträge sie schreiben müssen?
  • Wie viel Rente sie bekommen?

Bekommen sie die Rente auch,
wenn sie in das Heimat-Land zurück-gehen.

Informationen in türkischer Sprache

Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales
hat eine Broschüre gemacht.
Sie hat den Namen: Sosyal Güvenlik
Sie ist in türkischer Sprache geschrieben.
 
Die Broschüre können Sie im Internet bestellen.
Oder sie können sie auf Ihren Computer herunter-laden.
„Sosyal Güvenlik“
Die Broschüre kostet kein Geld.

In der Broschüre bekommen Sie zum Beispiel Informationen darüber:

  • Dieses Geld

können Menschen mit und ohne Behinderung bekommen.
Wenn sie aus anderen Ländern kommen.

  • Welchen Antrag Sie für das Geld schreiben müssen.
  • Und wo Sie den Antrag abgeben müssen.

Ein Buch für Eltern aus dem Land: Türkei

Das Buch heißt: Unser Kind ist ein Geschenk.
Das Buch ist in türkischer Sprache geschrieben.
Und es ist in deutscher Sprache geschrieben.
Mütter aus dem Land Türkei erzählen von ihrem Leben
mit einem Kind mit Behinderung.
Und sie erzählen anderen Müttern zum Beispiel:

  • Zu welchen Ämtern sie gehen müssen.
  • Wo sie Hilfe bekommen können.
  • Welche Anträge sie schreiben müssen.

Das Buch können Sie hier bestellen.
Es kostet 5 Euro.

Bundesvereinigung Lebenshilfe
Raiffeisenstr. 18
35043 Marburg
 
Telefon: 0 64 21 49 11 16
E-Mail: vertrieb@lebenshilfe.de
Achtung: Das Buch gibt es nicht in Leichter Sprache!

Mehr Informationen

Gesundheit Hand in Hand
Das ist eine Informations-Broschüre.
Da können Menschen aus anderen Ländern
Informationen darüber lesen:
Die Gesundheits-Versorgung in Deutschland

  • Die Kranken-Kassen,
  • die Kranken-Häuser
  • und verschiedene Hilfs-Angebote.

 
Die Broschüre gibt es in deutscher und in türkischer Sprache.
Sie kostet kein Geld.

Hier bekommen Sie die Broschüre:
Ethno-Medizinisches Zentrum
Königstraße 6
30175 Hannover
 
Telefon: 05 51 16 84 10 20
E-Mail: ethno@onlinehome.de

Hier können Sie diese Broschüre bestellen:
Die türkischen Selbsthilfe-Gruppen in der Stadt Köln:
KISS Köln im PARITÄTISCHEN
Marsilstein 4 – 6
50676 Köln

Wenn Sie die Broschüre haben wollen,
müssen Sie einen Brief schreiben.
In den Brief müssen Sie einen Brief-Umschlag
mit Ihrer Adresse reinlegen.
Sie müssen eine Brief-Marke auf beide Brief-Umschläge kleben.
Dann bekommen Sie die Broschüre zugeschickt.

Bücher und Broschüren im Internet

  • Angehörigen-Ratgeber: Psychisch krank. Und jetzt ?

Das ist ein Ratgeber für Familien mit Menschen,
die seelisch krank sind.
Den gibt es in türkischer und in russischer Sprache.
Den Ratgeber können Sie auf Ihren Computer runter-laden.
Das kostet kein Geld.

Das ist eine Informations-Broschüre darüber:
So leben Menschen aus anderen Ländern in Deutschland.
Wenn sie eine Behinderung haben.
Menschen aus verschiedenen Ländern erzählen über ihr Leben.
Zum Beispiel Menschen:

  1. Aus dem Land Türkei,
  2. aus dem Land Libanon,
  3. aus dem Land Polen,
  4. aus dem Land Kroatien,
  5. aus dem Land Österreich.

zuletzt aktualisiert: 03.09.2018

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