Unterhaltsvorschuss für Allein-Erziehende

Eltern müssen für den Unterhalt ihrer Kinder sorgen. Haben sich die Eltern getrennt, lebt das Kind meist bei einem Elternteil. Der andere Elternteil muss Unterhalt für das Kind zahlen. Wenn der Vater oder die Mutter kein Unterhalt zahlen kann, gibt es den Unterhaltsvorschuss. Wo Sie ihn beantragen und was Sie beachten müssen, lesen sie in diesem Artikel.


Voraussetzungen für den Unterhaltsvorschuss

Eltern sind gesetzlich dazu verpflichtet, für den Unterhalt ihrer Kinder zu sorgen. Zum Unterhalt gehören zum Beispiel die Kosten für Kleidung oder Essen der Kinder. Haben sich die Eltern getrennt, müssen trotzdem beide Eltern weiter für den Unterhalt des Kindes sorgen. Oft leben die Kinder bei einem Elternteil und werden dort versorgt. Der andere Elternteil muss dann meist Geld für den Unterhalt der Kinder bezahlen. Bezahlt dann zum Beispiel der Vater keinen Unterhalt für seine Kinder, kann die Mutter Geld vom Jugendamt bekommen: den Unterhaltsvorschuss.

Der Unterhaltsvorschuss soll Allein-Erziehenden helfen, wenn die Unterhalts-Zahlungen des anderen Elternteils ausbleiben. Das Einkommen des Allein-Erziehenden spielt hierbei keine Rolle.

Höhe des Unterhaltsvorschusses

Seit dem 1. Januar 2018 gibt es folgende Unterhaltsvorschuss-Beträge:

  • für Kinder von 0 bis 5 Jahren 154 Euro,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren 205 Euro,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren 273 Euro.
    Voraussetzung hierfür:
    • Die Kinder bekommen keine Sozialleistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II) oder
    • der alleinerziehende Elternteil bekommt Leistungen nach SGB II und verdient mindestens 600 Euro brutto.

Antrag auf Unterhaltsvorschuss

Sie müssen das Geld bei der Unterhaltsvorschuss-Stelle schriftlich beantragen. Normalerweise ist dies das Jugendamt, in dessen Bezirk das Kind lebt. Sie können die zuständige Unterhaltsvorschuss-Stelle auf der Internetseite des Bundesfamilien-Ministeriums suchen.

Dauer der Zahlung

Für den Unterhaltsvorschuss gibt es keine zeitliche Beschränkung mehr. Bis Juli 2017 bekam man den Vorschuss höchstens sechs Jahre lang.

Anrechnung auf andere Sozial-Leistungen

Der Unterhaltsvorschuss wird auf Sozialgeld, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag angerechnet. Auch wenn Sie Wohngeld erhalten, müssen Sie den Unterhaltsvorschuss als Einkommen angeben.

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zuletzt aktualisiert: 06.07.2018

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