Unterhaltsvorschuss für Allein-Erziehende   

Eltern müssen für den Unterhalt ihrer Kinder sorgen. Haben sich die Eltern getrennt, lebt das Kind meist bei einem Elternteil. Der andere Elternteil muss Unterhalt für das Kind zahlen. Wenn der Vater oder die Mutter kein Unterhalt zahlen kann, gibt es den Unterhaltsvorschuss. Wo Sie ihn beantragen und was Sie beachten müssen, lesen sie in diesem Artikel.


Voraussetzungen für den Unterhaltsvorschuss

Eltern sind gesetzlich dazu verpflichtet, für den Unterhalt ihrer Kinder zu sorgen. Zum Unterhalt gehören zum Beispiel die Kosten für Kleidung oder Essen der Kinder. Haben sich die Eltern getrennt, müssen trotzdem beide Eltern weiter für den Unterhalt des Kindes sorgen. Oft leben die Kinder bei einem Elternteil und werden dort versorgt. Der andere Elternteil muss dann meist mit Geld für den Unterhalt der Kinder sorgen. Kann zum Beispiel der Vater keinen Unterhalt für seine Kinder bezahlen, kann die Mutter Geld vom Jugendamt bekommen: den Unterhaltsvorschuss.

Der Unterhaltsvorschuss soll Allein-Erziehenden helfen, wenn die Unterhalts-Zahlungen des anderen Elternteils ausbleiben. Das Einkommen des Allein-Erziehenden spielt hierbei keine Rolle.

Höhe des Unterhaltsvorschusses

Seit dem 1. Januar 2016 gibt es folgende Unterhaltsvorschussbeträge:

  • für Kinder bis unter 6 Jahren 145 Euro pro Monat
  • für Kinder von 6 bis unter 12 Jahren 194 Euro pro Monat

Antrag auf Unterhaltsvorschuss

Sie müssen den Antrag bei der Unterhaltsvorschuss-Stelle schriftlich beantragen. Normalerweise ist dies das Jugendamt, in dessen Bezirk das Kind lebt. Sie können die zuständige Unterhaltsvorschuss-Stelle auf der Internetseite des Bundesfamilien-Ministeriums suchen.

Dauer der Zahlung

Der Unterhaltsvorschuss wird vom Jugendamt höchstens sechs Jahre lang gezahlt. Nach Vollendung des 12. Lebensjahres gibt es keinen Unterhaltsvorschuss mehr.

Anrechnung auf andere Sozial-Leistungen

Der Unterhaltsvorschuss wird auf Sozialgeld, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag angerechnet. Auch wenn Sie Wohngeld erhalten, müssen Sie den Unterhaltsvorschuss als Einkommen angeben.

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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