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Unterhaltsvorschuss für Allein-Erziehende

Eltern müssen für den Unterhalt ihrer Kinder sorgen. Zum Beispiel bezahlen sie für Essen, Kleidung und Betreuung der Kinder. Haben sich die Eltern getrennt, lebt das Kind meist bei einem Elternteil. Der andere Elternteil muss Unterhalt für das Kind zahlen. Wenn der Vater oder die Mutter keinen Unterhalt zahlen kann, gibt es den Unterhaltsvorschuss. Wo Sie ihn beantragen und was Sie beachten müssen, lesen sie in diesem Artikel.


Was ist Unterhaltsvorschuss und wer bekommt ihn?

Eltern sind gesetzlich dazu verpflichtet, für den Unterhalt ihrer Kinder zu sorgen. Zum Unterhalt gehören zum Beispiel die Kosten für Kleidung oder Essen der Kinder. Aber auch Betreuungskosten oder Kosten für die Freizeit-Gestaltung. Haben sich die Eltern getrennt, müssen trotzdem beide Eltern weiter für den Unterhalt des Kindes sorgen. Oft leben die Kinder bei einem Elternteil und werden dort versorgt. Der andere Elternteil muss dann meist Geld für den Unterhalt der Kinder bezahlen. Bezahlt dann zum Beispiel der Vater keinen Unterhalt für seine Kinder, kann die Mutter Geld vom Jugendamt bekommen: den Unterhaltsvorschuss. Die Mutter kann den Vorschuss auch dann bekommen, wenn der Vater nur einen Teil des Unterhalts bezahlt. Oder wenn er nicht regelmäßig bezahlt.
Der Unterhaltsvorschuss soll Allein-Erziehenden helfen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt bezahlt. Unterhaltsvorschuss kann eine allein-erziehende Mutter auch bekommen, wenn nicht klar ist, wer der Vater des Kindes ist.

Wie hoch ist der Unterhaltsvorschuss?

Seit dem 1. Januar 2020 gibt es folgende Unterhaltsvorschuss-Beträge pro Monat:

  • für Kinder von 0 bis 5 Jahren bis zu 165 Euro,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren bis zu 220 Euro,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren bis zu 293 Euro.

Für den Unterhaltsvorschuss bei Kindern von 12 bis 17 Jahren gilt folgende Voraussetzung:

  • Die Kinder bekommen keine Sozialleistungen nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II).
  • Oder: der alleinerziehende Elternteil bekommt Leistungen nach SGB II und verdient mindestens 600 Euro brutto.

Wo beantrage ich den Unterhaltsvorschuss?

Sie müssen das Geld bei der Unterhaltsvorschuss-Stelle schriftlich beantragen. Normalerweise ist dies das Jugendamt an Ihrem Wohnort. Sie können die zuständige Unterhaltsvorschuss-Stelle auf der Internetseite des Bundesfamilien-Ministeriums suchen.

Dauer der Zahlung

Für den Unterhaltsvorschuss gibt es keine zeitliche Beschränkung. Die Zahlung endet spätestens, wenn das Kind 18 Jahre alt wird.

Anrechnung auf andere Sozial-Leistungen

Der Unterhaltsvorschuss wird auf Sozialgeld, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag angerechnet. Auch wenn Sie Wohngeld erhalten, müssen Sie den Unterhaltsvorschuss als Einkommen angeben.

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zuletzt aktualisiert: 23.09.2020

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Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/rechte-leistungen/staatliche-hilfen/unterhaltsvorschuss.php

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