Infos für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

Welche Reha-Träger gibt es?

Die Rehabilitationsträger (Reha-Träger) übernehmen die Kosten für eine Reha. Zum Beispiel für die verschiedenen Therapien Behandlungen und die Unterbringung während einer Rehabilitation. In Deutschland gibt es verschiedene Reha-Träger. Die wichtigsten Reha-Träger stellen wir hier vor.


Welcher Reha-Träger ist für mich zuständig?

Welcher Rehabilitationsträger für Sie zuständig ist, hängt ab von Ihrer persönlichen Lebenssituation. Zum Beispiel davon, wann und wie es zu Ihrer Behinderung oder Krankheit kam. Auch von der Art und der Zielsetzung der Reha. Zum Beispiel, ob Sie eine Reha zur beruflichen Teilhabe oder eine medizinische Reha machen.
Welcher Träger für Sie persönlich zuständig ist, können Sie herausfinden mit dem:
Reha-Zuständigkeits-Navigator
Dieses Such-Werkzeug ist von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR). Es hilft Ihnen als Antragsteller*in, aber auch den Mitarbeiter*innen der Reha-Träger und von Beratungsstellen.

Tipp: Beratung

Mit allen Fragen zur Rehabilitation und Teilhabe können Sie sich an die EUTB-Beratungsstellen wenden. EUTB ist die Abkürzung für Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.
Mehr Informationen dazu lesen Sie im Familienratgeber-Artikel EUTB-Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

In Deutschland gibt es diese Reha-Träger

1. Gesetzliche Krankenversicherung

Die Krankenversicherung bezahlt für ihre Versicherten medizinische Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe. Träger der Krankenversicherungen sind:

  • Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen
  • Angestellten- und Arbeiter-Ersatzkassen
  • Bundesknappschaft
  • Landwirtschaftlichen Krankenkassen
  • Künstlersozialkasse
  • See-Krankenkasse

www.krankenkassen.de

2. Bundesagentur für Arbeit

Die Bundesagentur für Arbeit mit ihren Arbeitsagenturen vor Ort bezahlt die Leistungen der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe, wenn hierfür kein anderer Träger verantwortlich ist. Weiter Informationen dazu unter: www.arbeitsagentur.de

3. Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)

Die Unfallversicherung bezahlt die Rehabilitation in folgenden Fällen:

  • bei Arbeitsunfällen
  • bei Schul- und Kindergarten-Unfällen
  • bei Berufskrankheiten

Zur Gesetzlichen Unfallversicherung gehören viele verschiedene Organisationen. Der Spitzenverband ist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).
Er gibt Informationen zu den verschiedenen Leistungen der GUV, zum Beispiel:

4. Gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist für die medizinische und für die berufliche Rehabilitation zuständig. „Deutsche Rentenversicherung“ ist der Name für die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland. Dazu zählen:

  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
  • Deutsche Rentenversicherung Land,
    zum Beispiel Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Deutsche Rentenversicherung Hessen

Mehr Informationen dazu, finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Rentenversicherung.

5. Träger des Sozialen Entschädigungsrechts (auch Kriegsopferversorgung)

Anspruch auf soziale Entschädigung und Kriegsopfer-Versorgung können zum Beispiel diese Personen-Gruppen haben:

  • Bundeswehrsoldat*innen
  • Bundesgrenzschutzbeschäftigte
  • Zivildienstgeschädigte
  • Opfer von Gewalttaten

Zuständig für die soziale Entschädigung sind meistens die Versorgungsämter.
Mehr Informationen dazu, finden Sie auf der Internetseite REHADAT.

6. Öffentliche Jugendhilfe

Auch die örtlichen Jugendämter können Reha-Leistungen bezahlen. Das tun sie bei Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen unter 27 Jahren. Allerdings nur dann, wenn kein anderer Reha-Träger zuständig ist. In der Praxis zahlen die Jugendämter meistens die Leistungen für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung. Für Kinder und Jugendliche mit körperlicher Behinderung oder Lernbehinderung zahlt meistens die Eingliederungshilfe.
Auskünfte erteilen die EUTB-Beratungsstellen. Oder die örtlichen Sozial- und Jugendämter.

7. Träger der Eingliederungshilfe

Menschen mit Behinderung können Leistungen zur selbstbestimmten Lebensführung bekommen. Diese Leistungen nennt man Eingliederungshilfe. Dazu zählen auch Rehabilitations-Leistungen.
Wer die Eingliederungshilfe bezahlt, hängt ab von dem Bundesland, in dem Sie leben. In den meisten Bundesländern sind es die Städte oder die Landkreise. Welche Stelle in Ihrem Bundesland zuständig ist, lesen Sie im Familienratgeber-Artikel „Antrag auf Eingliederungshilfe“.

8. Integrations- und Inklusionsämter

Integrations- und Inklusionsämter sind eigentlich keine Rahabilitations-Träger, sondern Sozialleistungs-Träger. Sie bezahlen aber Leistungen bei einer beruflichen Reha. In der Fachsprache heißt das: Sie sind zuständig für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie bezahlen oft den Umbau zu einem barrierefreien Arbeitsplatz. Zum Beispiel Rollstuhlrampen, Aufzüge, barrierefreie Toiletten und die besondere technische Ausstattung eines Arbeitsplatzes.

Welcher Reha-Träger ist zuständig?

Rehabilitations- bzw. LeistungsträgerLeistungen zur medizinischen RehabilitationLeistungen zur Teilhabe am ArbeitslebenLeistungen zur sozialen TeilhabeUnterhaltssichernde LeistungenLeistungen zur Teilhabe an Bildung
Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)ja--ja-
Bundesagentur für Arbeit-ja-ja-
Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)jajajajaja
Gesetzliche Rentenversicherungjaja-ja-
Träger des Sozialen Entschädigungsrechtsjajajajaja
Öffentliche Jugendhilfejajaja-ja
Träger der Eingliederungshilfejajaja-ja
Integrations- und Inklusionsämter-ja---
Nähere Informationen zu dieser Tabelle lesen Sie auf der Internetseite der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR).

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Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/rechte-leistungen/reha-therapie/rehatraeger.php

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