Behinderten-Rechts-Konvention   

Die Abkürzung dafür ist: UN-BRK.

Die UN-BRK ist ein Vertrag.
In dem Vertrag stehen die Rechte
von Menschen mit Behinderung.
In dem Vertrag steht zum Beispiel:
Menschen mit Behinderung haben die gleichen Rechte,
wie Menschen ohne Behinderung.

Diesen Vertrag
haben viele Länder auf der ganzen Welt unterschrieben.
Deutschland hat den Vertrag auch unterschrieben.
Deshalb muss Deutschland
sich jetzt auch an den Vertrag halten.
Das bedeutet:
Die Rechte von Menschen mit Behinderung
dürfen nicht nur auf dem Papier stehen.
Sondern es muss viel dafür getan werden.
Die Rechte von Menschen mit Behinderung
müssen erfüllt werden.

In dem Vertrag steht auch:
Inklusion ist ein Menschen-Recht.
Das bedeutet:
Alle Menschen haben das Recht darauf,
dass sie überall mit-machen können.

Das steht genau in der UN-BRK

In der UN-BRK stehen 50 verschiedene Rechte
von Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel:

  • Über die Bildung,
  • die Arbeit,
  • das Wohnen,
  • die Politik
  • und die Sprache.

Hier können Sie ein paar Beispiele lesen:

Artikel 29: Politik

Menschen mit Behinderung
müssen in der Politik mit-bestimmen können.
Jeder Mensch hat das Recht zu wählen.
Das bedeutet:
Jeder Mensch darf mit-bestimmen:
Welche Politiker
die Regeln für Deutschland machen dürfen.

Deshalb muss es zum Beispiel:

  • Barriere-freie Wahl-Orte geben.
  • Schablonen für blinde Menschen geben.
  • Und Wahl-Zettel geben,

die alle Menschen leicht verstehen können.
Darum muss sich der Staat kümmern.

Artikel 24: Bildung

Alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne Behinderung
haben das Recht auf gutes Lernen.
Dazu müssen Kinder mit und ohne Behinderung
zusammen lernen können.
Zum Beispiel:

  • Im Kinder-Garten,
  • in der Schule,
  • in der Universität
  • und bei der Berufs-Ausbildung.

Artikel 27: Arbeit

Alle Menschen müssen die gleiche Möglichkeit
auf einen guten Arbeits-Platz haben.
Menschen mit Behinderung müssen wählen können:
Wo sie arbeiten wollen.

  • In einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
  • Oder auf dem 1. Arbeits-Markt.

Menschen mit Behinderung
müssen für ihre Arbeit genug Geld bekommen.
Damit sie gut davon leben können.

Artikel 19: Wohnen

Menschen mit Behinderung müssen Wahl-Möglichkeiten haben.
Sie müssen selbst bestimmen können:

  • Wo sie wohnen wollen.

  • In der Stadt

  • oder auf dem Land.
  • Mit wem sie zusammen wohnen wollen.

  • Mit einem Partner

  • oder alleine.
  • Und wie sie wohnen wollen.

  • In einer eigenen Wohnung.

  • Oder in einem Wohn-Heim.

Dafür müssen sie die Unterstützung bekommen,
die sie brauchen.

Artikel 30: Freizeit

Menschen mit Behinderung
müssen in ihrer Freizeit überall mit-machen können.
Und sie müssen überall hin-gehen können.
Zum Beispiel:

  • Ins Theater,
  • ins Kino,
  • in die Bücherei
  • oder ins Schwimmbad.

Sie sollen selbst bestimmen können:
Was sie in ihrer Freizeit machen wollen.
Dafür muss es viele barriere-freie Freizeit-Angebote geben.

Was ist eine Behinderung?

Viele Menschen sagen:
Wenn ein Mensch eine Behinderung hat:
Dann ist er ein-geschränkt.
Das bedeutet:
Er kann bei vielen Sachen nicht mit-machen.
Weil er eine Behinderung hat.

Andere Menschen sagen:
Viele Menschen werden ein-geschränkt.
Zum Beispiel:

  • Rollstuhl-Fahrer durch Treppen
  • und Menschen mit Lern-Schwierigkeiten

durch schwere Sprache.

Das bedeutet:
Sie werden durch die Hindernissen in der Gesellschaft behindert.
Und können deshalb bei vielen Sachen nicht mit-machen.
Deshalb heißen sie: Menschen mit Behinderung.

Die Hindernisse in der Gesellschaft müssen verschwinden.
Das ist die Aufgabe von:

  • Den Politikern
  • und den Bürgern
  • und Bürgerinnen von Deutschland.

Die Rechte von Menschen mit Behinderung erfüllen

Die Rechte von Menschen mit Behinderung
dürfen nicht nur auf dem Papier stehen.
Sondern es muss viel dafür getan werden.

Die Rechte von Menschen mit Behinderung
müssen erfüllt werden.
Eine besondere Arbeits-Gruppe prüft genau:
Ob alle Länder genug dafür tun,
dass die UN-BRK erfüllt wird.
Bei der Arbeits-Gruppe machen 12 Menschen
mit und ohne Behinderung mit.

Für jedes Land gibt es auch 1 extra Arbeits-Gruppe.
Sie prüft genau:
Ob das Land genug dafür tut,
dass die UN-BRK erfüllt wird.

Jedes Land muss immer wieder einen Bericht schreiben.
In dem Bericht muss genau stehen:

  • Welche Sachen das Land macht.

Damit die Rechte von Menschen mit Behinderung
erfüllt werden.

  • Und welche Sachen das Land noch dafür machen will.

In Deutschland kümmert sich
das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales darum:
Dass die UN-BRK erfüllt wird.

Deutschland hat im Jahr 2011 einen Plan gemacht.
Der Pan heißt: Nationaler Aktions-Plan.
In dem Aktions-Plan steht:
Diese Dinge sollen in Deutschland gemacht werden.
Damit Menschen mit Behinderung überall mit-machen können.

Wie geht es weiter?

Der Staat hat einen Bericht geschrieben.
In dem Bericht steht zum Beispiel:
Dass Deutschland viel dafür macht,
dass die Rechte von Menschen mit Behinderung erfüllt werden.

Viele Menschen sehen das anders.
Zum Beispiel die: BRK-Allianz.
Sie sagt:
Dass Deutschland noch viel mehr machen muss.
Damit Menschen mit Behinderung
überall mit-machen können.
Deshalb schreibt sie auch Berichte.
In den Berichten steht zum Beispiel:

  • Welche Sachen Deutschland noch besser machen kann.
  • Und welche Sachen auch noch wichtig sind.

Damit die Rechte von Menschen mit Behinderung
komplett erfüllt werden.

Die Aktion Mensch unterstützt die BRK-Allianz.
Deshalb können Sie die Berichte
auf der Internet-Seite von der Aktion Mensch lesen.
Oder Sie können die Berichte bestellen.
Die Berichte gibt es zum Beispiel:

  • In Gebärden-Sprache
  • und in Blinden-Schrift.

Hier gibt es die Berichte.

Es wird noch lange dauern.
Bis alle Rechte von Menschen mit Behinderung
erfüllt werden können.
Aber es ist gut:

  • Dass es einen Aktions-Plan gibt.
  • Und dass es die Berichte von der BRK-Allianz gibt.

Sie helfen dabei:
Dass die UN-BRK schneller erfüllt werden kann.

Sie bekommen ihr Recht nicht?

Dann können Sie sich dagegen wehren.
Dafür müssen Sie eine Beschwerde
an das Gericht schreiben.
In schwerer Sprache heißt diese: Klage.

Wenn das Gericht
nicht mit ihrer Beschwerde einverstanden ist:
Dann können Sie eine besondere Beschwerde schreiben.
In schwerer Sprache heißt diese: Individual-Beschwerde.

Alle Menschen müssen dabei mit-helfen:
Dass die UN-BRK erfüllt wird.
Nur zusammen können wir das schaffen.

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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