Schwerbehindertenausweis

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Wer erhält einen Schwerbehindertenausweis?

Ein Rollstuhl steht im Wald, im Hintergrund sind verschwommen mehrere Personen und Kinder zu sehen.

Einen SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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erhalten nur Menschen mit Schwerbehinderung. Als schwerbehindert gilt man, wenn der Grad der Behinderung (GdBAbkürzung für Grad der Behinderung.

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)
nachgewiesenermaßen 50 oder mehr beträgt. Außerdem muss die Person in Deutschland wohnen oder hier beschäftigt sein.
Grundsätzlich ist es für Menschen mit Behinderung zwar nicht erforderlich, dass ein bestimmter Grad der Behinderung festgestellt und durch einen Ausweis bescheinigt wird, um notwendige Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Beispielsweise setzen Leistungen zur Teilhabe am ArbeitslebenLeistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sind Maßnahmen, die geeignet sind, Menschen mit Schwerbehinderung auf Dauer entsprechend ihrer Einschränkungen beruflich wieder einzugliedern. Unter diesen Sammelbegriff fallen folgende Leistungen:

  • Hilfe bei der Suche nach und bei der Erhaltung eines Arbeitsplatzes: Im Einzelnen können das Beratungsleistungen (beispielsweise durch einen Integrationsfachdienst), Vermittlung eines Arbeitsplatzes, Trainingsmaßnahmen, Mobilitätshilfen oder Kraftfahrzeughilfe sein
  • Berufsvorbereitung einschließlich der wegen ihrer Behinderung eventuell notwendigen Grundausbildung
  • Qualifizierungsmaßnahmen
  • Gründungszuschuss bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit
  • Zuschüsse an Arbeitgeber: Dies können Zuschüsse für eine befristete Probebeschäftigung, für Ausbildung oder Weiterbildung im Betrieb oder für Arbeitshilfen und die Einrichtung eines behindertengerechten Arbeitspatzes sein
  • Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen


Zu allen BegriffenPopup schliessen keine Anerkennung als Mensch mit Schwerbehinderung voraus. Es gibt aber bestimmte Nachteilsausgleiche, für die man den Ausweis auf jeden Fall benötigt. So erhalten grundsätzlich nur Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung den besonderen Kündigungsschutz, den Zusatzurlaub oder Vergünstigungen bei der Besteuerung des Einkommens. Manche Leistungen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile (z. B. im öffentlichen Personennahverkehr) setzen eine Feststellung des Grades der Behinderung voraus. Es gilt also abzuwägen, ob die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises sinnvoll ist oder nicht.

Wo beantragt man einen Schwerbehindertenausweis?

Jeder Mensch mit Behinderung kann bei der für seinen Wohnsitz zuständigen Kommunalverwaltung oder beim Versorgungsamt einen Antrag auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises stellen. Die Adresse des zuständigen Amtes erfährt man beim Bürgeramt seiner Stadt. Der Antrag kann formlos oder direkt mit dem entsprechenden Antragsformular gestellt werden, auch von Erziehungsberechtigten oder Bevollmächtigten. Antragsformulare gibt es bei den Kommunalverwaltungen, Versorgungsämtern, Fürsorgestellen, Sozialämtern, Behindertenverbänden und bei den Vertretungen für Menschen mit Schwerbehinderung in Betrieben. Einige Kommunalverwaltungen und Versorgungsämter bieten auch die Möglichkeit an, den SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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online zu beantragen.

Seit dem 1. Januar 2013 kann der SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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im Scheckkartenformat ausgestellt werden; ab 2015 nur noch in diesem Format. Der neue Ausweis enthält zusätzlich einen Hinweis zur Behinderung in englischer Sprache sowie einen Hinweis in Brailleschrift. Dieses neue Format ersetzt die großen, oft als diskriminierend empfundenen, Ausweise aus Papier. Die alten Schwerbehindertenausweise behalten jedoch ihre Gültigkeit bis zum Ablauf der eingetragenen Gültigkeitsdauer.

Der Schwerbehindertenausweis

Der SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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ist grün und bei Menschen ab dem zehnten Lebensjahr mit einem Passbild versehen. Seine Beantragung und Ausstellung ist kostenlos. Das gilt auch dann, wenn das Original verloren geht und ein Ersatzausweis beantragt werden muss. Menschen, bei denen außerdem noch eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr vorliegt, haben einen grün-orangenen Ausweis. Diese haben im Prinzip das Recht auf kostenlose Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr. Ganz kostenlos ist die Beförderung im Grunde genommen aber nicht: Man muss zunächst bei der Kommunalverwaltung oder beim Versorgungsamt eine Wertmarke für die „Freifahrt“ kaufen. Diese kostet 72 Euro pro Jahr, 36 Euro für ein halbes Jahr. Personen, die „H“ (hilfslos) oder „Bl“ (blind) in ihrem Ausweis vermerkt haben, bekommen die Wertmarke kostenlos. Auch Empfänger von Leistungen nach dem Dritten Sozialgesetzbuch (SGB III), zum Beispiel Empfänger von Arbeitslosengeld II - (ALG-II), können die Wertmarke kostenlos erhalten. Ist auf der Vorderseite des Ausweises das Merkzeichen „B“ (Begleitperson) nicht gestrichen (nur bei grün-orangem Ausweis), so kann auch eine beliebige Begleitperson im gesamten Personennahverkehr unentgeltlich mitfahren.

Gesundheitsmerkmale im Schwerbehindertenausweis

Als gesundheitliche Merkmale sind auf dem SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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vermerkt:
G= Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich eingeschränkt
aG= Außergewöhnliche Gehbehinderung
H= Hilflos
Bl= Blind
Gl= Gehörlos
B= Die Notwendigkeit ständiger Begleitung ist nachgewiesen. Das Kennzeichen berechtigt somit zur Mitnahme einer Begleitperson bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
RF= Rundfunkgebührbefreiung

Eine Anerkennung des Merkzeichens „Tbl“ für Taubblinde durch den Deutschen Bundestag steht zur Zeit noch aus.

Wie kann man den Schwerbehindertenausweis verlängern?

Der SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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wird längstens für fünf Jahre ausgestellt. Nur in Ausnahmefällen wird ein SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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unbefristet ausgestellt. Der Ausweis kann zweimal ohne besondere Formalitäten beim zuständigen Versorgungsamt oder bei der Kommunalverwaltung verlängert werden. Ist der Ausweis bereits zweimal verlängert worden, muss beim Versorgungsamt beziehungsweise bei der Kommunalverwaltung ein neuer Ausweis beantragt werden. Ärztliche Gutachten müssen für die Verlängerung aber in der Regel nicht beigefügt werden. Wenn sich der Gesundheitszustand wesentlich verändert (verbessert oder verschlechtert) hat, ist man verpflichtet, dies dem Versorgungsamt mitzuteilen, damit gegebenenfalls der Grad der Behinderung (GdBAbkürzung für Grad der Behinderung.

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) und die Merkzeichen neu festgesetzt werden.

Darf man mit dem Schwerbehindertenausweis auf Behindertenparkplätzen parken?

Nein, der Besitz eines solchen Ausweises allein reicht nicht aus, um Behindertenparkplätze nutzen zu dürfen! Weitere Informationen zu Parkerleichterungen für Menschen mit Schwerbehinderung.

Weiterführende Informationen im Internet

  • www.versorgungsaemter.de - Auf dieser Seite finden Sie alle Versorgungsämter Deutschlands und können den Antrag auf einen SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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    sowie Erziehungsgeldanträge herunterladen.
  • Die gesetzlichen Regelungen zum SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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    finden Sie in der Schwerbehindertenausweisverordnung (SchwbAwV)
  • Infos zum SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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    auf der Website der Integrationsämter
  • Infoblatt „Der neue Schwerbehindertenausweis“ (herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales), auch in Leichter Sprache und in Brailleschrift

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