Infos für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

Grad der Behinderung

Der Grad der Behinderung (GdB) gibt die Schwere einer Behinderung an. Ab einem GdB von 50 gilt ein Mensch als schwerbehindert. Den GdB legt das Versorgungsamt fest. Dort beantragt man auch einen Schwerbehinderten-Ausweis.


Der „Grad der Behinderung“ (GdB) ist eine Maßeinheit. Er zeigt an, wie stark ein Mensch durch seine Behinderung beeinträchtigt ist. Den GdB gibt man in 10er-Graden an, der niedrigste beginnt bei 20 und der höchste ist 100. Dabei handelt es sich nicht um Prozentangaben. Je höher der Wert, desto stärker ist die Behinderung. Einzelne Behinderungen oder Erkrankungen werden nicht zusammengezählt, sondern insgesamt bewertet. Zum Beispiel: Eine Person hat zwei Behinderungen. Behinderung A führt zu einem GdB von 30. Die zweite Behinderung B führt zu einem GdB von 50. Beide Behinderungen zusammen ergeben aber nicht unbedingt einen GdB von 80. Sondern es kann sein, dass sie nur mit einem GdB von 60 bewertet werden.

Wer legt den GdB fest?

Den Grad der Behinderung (GdB) prüfen Gutachter des Versorgungsamtes. Beim Versorgungsamt stellen Sie auch den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis. Die ärztlichen Gutachter prüfen den GdB nach festgelegten Regeln. Das sind die "Versorgungsmedizinische Grundsätze". In den Grundsätzen stehen die unterschiedlichen Beeinträchtigungen und zu welchem GdB sie führen.

Wann wird der Grad der Behinderung festgestellt?

Wenn Sie einen Schwerbehindertenausweis erhalten möchten, müssen Sie Ihren Grad der Behinderung feststellen lassen. Menschen mit einem GdB von mehr als 50 bekommen einen Schwerbehindertenausweis. Mit dem Ausweis erhalten Sie bestimmte Hilfen und Nachteilsausgleiche. Zum Beispiel den besonderen Kündigungsschutz, den Zusatzurlaub oder bestimmte Steuer-Vorteile.
Wenn Sie einen Schwerbehindertenausweis beantragen, sollten Sie Unterlagen oder Gutachten von Ärzten miteinreichen. Zum Beispiel diese Unterlagen:

  • ärztliche Gutachten
  • Gutachten aus einer Kur
  • Pflege- und Betreuungsgutachten
  • EKG-, Labor- und Röntgenbefunde

Die Gutachten und Unterlagen sollten nicht älter als zwei Jahre sein.
 Sinnvoll ist, dass Sie mit Ihrem Hausarzt / Ihrer Hausärztin sprechen, bevor Sie den Ausweis beantragen. Der Hausarzt kann Ihnen bei den Unterlage und Gutachten helfen.

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zuletzt aktualisiert: 27.01.2020

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