Rehabilitation vor Rente   

Wer wegen einer Krankheit oder einer Behinderung nicht mehr arbeiten kann oder nur noch eingeschränkt, kann eine Rente bekommen. Bevor die Rentenversicherung der Rente zustimmt, prüft sie, ob eine Rehabilitation sinnvoll sein kann. Dieses Prinzip nennt man „Reha vor Rente“.


Wenn Sie wegen einer Krankheit weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können, können Sie eine Rente bekommen. Diese Rente heißt „Rente wegen Erwerbsminderung“. Bevor die Renten-Versicherung einer Rente wegen Erwerbsminderung zustimmt, prüft sie aber, ob eine medizinische oder berufliche Rehabilitation sinnvoll sein könnte. Eine Rente wird erst gezahlt, wenn Sie auch nach einer Rehabilitation nicht wieder voll arbeiten können. Das heißt: Sie können keine sechs Stunden pro Tag arbeiten, egal in welchem Beruf. Es ist möglich, dass Sie zunächst nur eine zeitlich befristete Rente bekommen. Und zwar dann, wenn die Aussicht besteht, dass Sie nach einiger Zeit doch wieder mehr arbeiten können.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie wegen ihrer Krankheit oder Behinderung die Rente oder doch eher eine Rehabilitation beantragen sollen, können Sie ohne Sorge eine Rehabilitation beantragen. Falls die Reha abgelehnt wird, gilt Ihr Antrag automatisch als Antrag auf eine Rente wegen Erwerbsminderung.

Verletzten-Rente

Die Verletzten-Rente bekommen Sie, wenn Sie wegen eines Arbeitsunfalls oder wegen einer Berufskrankheit nicht mehr voll arbeiten können. Hierfür ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig.
Die Voraussetzungen für die Verletzten-Rente sind:

  1. Ihre Arbeits-Fähigkeit (auch Erwerbs-Fähigkeit genannt) ist um mindestens 20 Prozent geringer als vor dem Unfall oder der Krankheit.
  2. Die eingeschränkte Arbeits-Fähigkeit dauert länger als 26 Wochen.

Die Höhe der Verletzten-Rente hängt davon ab, wie stark Ihre Erwerbs-Fähigkeit eingeschränkt ist. Außerdem hängt die Höhe der Rente davon ab, wie hoch Ihr Einkommen im Jahr vor dem Unfall war. Die Verletzten-Rente muss man nicht beantragen. Die Unfall-Versicherung muss von sich aus prüfen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Zu den Arbeitsunfällen gehören auch die Unfälle von Kindern, Schülern und Studenten in Kindertages-Einrichtungen, Schulen und Hochschulen. Auch für sie besteht ein gesetzlicher Unfallschutz.

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zuletzt aktualisiert: 24.07.2017

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