Förderschulen

In Förderschulen unterrichten Lehrer Kinder mit Behinderung oder mit besonderem Förderbedarf. Es gibt an Förderschulen unterschiedliche Schwerpunkte, je nach Behinderungsart. Zum Beispiel Förderschwerpunkt Hören für Kinder mit Hörbehinderung. Seit die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft getreten ist, haben Schüler mit Behinderung das Recht, eine Regelschule zu besuchen.


Förderschulen haben das gleiche Ziel wie alle Schulen: Sie sollen Kinder und Jugendliche unterrichten, fördern und betreuen. Schüler können dort also auch allgemeine Schulabschlüsse, wie Hauptschul- oder Realschul-Abschlüsse machen. Auf Förderschulen gehen Kinder und Jugendliche mit körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder. Das Ziel ist, dass die Schüler nach einer Zeit auf die Regelschule wechseln können. Die meisten von ihnen bleiben aber auf der Förderschule.

Unterschiedliche Förderung

Je nach Art der Behinderung gibt es verschiedene Schwerpunkte der Förderung. Die meisten Bundesländer haben folgende Förderschwerpunkte:

  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Hören und Kommunikation
  • Körperliche und motorische Entwicklung
  • Lernen
  • Sehen
  • Sprache
  • Autismus

Je nach Förderschwerpunkt arbeiten neben Lehrern auch Mitarbeiter anderer Berufsgruppen in den Förderschulen. Zum Beispiel Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Kinderkrankenschwestern, Zivildienstleistende, Erzieher, Mediatoren, Lernbegleiter, Sozialarbeiter oder Helferinnen im freiwilligen sozialen Jahr.

Viele Förderschüler ohne Schulabschluss

Laut Statistischem Bundesamt zeigen die Zahlen des Schuljahres 2010/2011 , dass viele Schüler die Förderschulen ohne Abschluss verlassen haben. Insgesamt beendeten 38.534 Schüler ihre Schullaufbahn an Förderschulen. Von den Jugendlichen hatten

  • 16.412 einen Abschluss der Förderschule mit Förderschwerpunkt „Lernen“,
  • 6.939 einen Abschluss der Förderschule mit Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“,
  • 8.753 einen Hauptschulabschluss (22,7 Prozent),
  • 983 einen Realschulabschluss (2,6%) und
  • 79 ein Abitur oder Fachabitur (0,2 Prozent) erreicht.

Inklusion und Regelschulen

Kinder mit Behinderung entwickeln sich auf einer inklusive Schule oft besser. Also auf eine Schule, wo Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden. Lesen Sie mehr dazu im Familienratgeber-Artikel Inklusion in der Schule.

Weitere Informationen

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zuletzt aktualisiert: 28.08.2018

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