Familienunterstützender Dienst (FUD)

Familien mit einem Menschen mit Behinderung haben oft einen anstrengenden Alltag. Eltern und Geschwister brauchen Zeiten, in denen sie sich ausruhen können. Familienentlastende Dienste ermöglichen durch ihre Hilfsangebote diese Zeiten der Ruhe.


Das Familienleben kann für Eltern sehr anstrengend sein. In Familien mit einem Menschen mit Behinderung ist der Alltag manchmal noch anstrengender. Hilfe und Entlastung bieten Familienunterstützende Dienste (FUD), Familienentlastende Dienste (FED) oder Fachdienste für Offene Hilfen. Diese Dienste entlasten die Eltern und fördern Menschen mit Behinderung in ihren persönlichen Interessen.
Diese Dienste bieten meist Wohlfahrts- oder Behindertenverbände, wie Diakonie, Caritas, die Arbeiterwohlfahrt oder die Lebenshilfe an.

Praktische Hilfe nach Bedarf

Manche Familien benötigen mehr Hilfe als andere. Die Familienentlastenden Dienste versuchen ihre Hilfsangebote je nach Bedarf anzubieten. So kann jede Familie selbst entscheiden, wie viel Unterstützung sie haben möchte. Die Mitarbeiter des Familienentlastenden Dienstes können zum Beispiel ein bis zwei Mal pro Woche für einige Stunden vorbei kommen.
Beispiele für Angebote der Familienentlastender Dienste:

  • Freizeit-Aktionen: Spazieren oder ins Kino gehen, Sport machen, lesen
  • Training der Selbstständigkeit: zum Beispiel beim Kochen, Duschen, Ankleiden
  • Pflegerische Hilfe: Unterstützung beim Waschen, Zähne putzen,
  • Begleitung: zum Beispiel zum Arzt, Therapeuten, zu Behörden
  • Fahrdienste: zum Beispiel zur Schule, zum Kino, zum Arzt
  • Betreuung am Abend, in der Nacht oder am Wochenende

Kosten

Krankenkassen und Sozialhilfeträger können Kosten der Familienentlastenden Dienste übernehmen. Meist müssen die Familien jedoch einen Teil der Kosten selbst bezahlen. Durch bestimmte Gesetze gibt es einen Anspruch auf Kostenhilfe: über die Pflegeversicherung (Paragrafen 39, 45b im Sozialgesetzbuch 11) und über die Eingliederungshilfe (Paragrafen 53, 54 im Sozialgesetzbuch 12). Beratung bekommen Sie am besten von den Anbietern der Familienentlastenden Dienste.

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zuletzt aktualisiert: 04.07.2017

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