Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld erhalten Frauen vor und nach der Geburt eines Kindes, wenn sie einen Arbeitsplatz haben oder arbeitslos gemeldet sind. Das Mutterschaftsgeld zahlen die gesetzlichen Krankenkassen oder das Bundesversicherungsamt. Der Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, einen Zuschuss zu zahlen. Auch gering beschäftigte Frauen haben ein Anrecht auf Mutterschaftsgeld.


Voraussetzung für Mutterschaftsgeld

Schwangere Frauen, die einen Arbeitsplatz haben oder arbeitslos gemeldet sind, haben das Recht auf Mutterschutz. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor der Geburt und endet acht Wochen danach. Wenn eine Frau eine Früh-Geburt hat oder mehr als ein Kind zur Welt bringt, verlängert sich der Mutterschutz auf 12 Wochen nach der Geburt. Während des Mutterschutzes hat die Frau Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Auch Frauen mit einem 450-Euro-Job haben Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Frauen die Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben, bekommen zusätzlich einen Zuschuss des Arbeitgebers. Der Zuschuss des Arbeitgebers gilt für den gesamten Mutterschutz. Für Frauen mit Behinderung gibt es keine abweichenden Regeln. Auch wenn das Kind eine Behinderung hat, ändert sich nichts an den allgemeinen Regeln für alle Mütter.

Wo und wie können Schwangere Mutterschaftsgeld erhalten?

Um Mutterschaftsgeld zu erhalten, müssen Schwangere einen Antrag bei ihrer Krankenkasse stellen. Familien- oder privat Versicherte stellen den Antrag beim Bundesversicherungsamt. Für den Antrag brauchen Sie eine Bescheinigung, wann das Kind zur Welt kommen wird. Ärzte oder Hebammen können diese Bescheinigung ausstellen.

Höhe des Mutterschaftsgeldes

Gesetzlich krankenversicherte Mütter bekommen bis zu 13 Euro am Tag. Private Krankenversicherungen zahlen kein Mutterschaftsgeld. Aber Frauen dürfen laut Gesetz während des Mutterschutzes finanziell nicht schlechter gestellt sein. Deswegen zahlt das Bundesversicherungsamt für privat oder familienversicherte Frauen einmalig bis zu 210 Euro. (Stand: 01.01.2017)

Zuschuss vom Arbeitgeber

Verdient eine Schwangere im Job mehr als 13 Euro am Tag, bekommt sie einen Zuschuss von ihrem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber zahlt das übliche Netto-Gehalt minus 13 Euro täglich. Verdient eine Schwangere zum Beispiel 63 Euro am Tag, bezahlt der Arbeitgeber 50 Euro und die Krankenkasse 13 Euro täglich. Auf der Internetseite wwww.lohn-info.de finden Sie eine genauere Beispiel-Rechnung. Den Zuschuss vom Arbeitgeber bekommen auch die Mütter, die nicht gesetzlich krankenversichert sind. Hierbei gilt das Prinzip, dass Frauen im Mutterschutz finanziell nicht schlechter gestellt sein sollen. (Stand: 01.01.2017)

Kein Mutterschaftsgeld

Hausfrauen, Selbstständige (unter Vorbehalt) und Adoptiv-Mütter haben keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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