Beratung vor der Geburt

Einige chronische Krankheiten und Behinderungen können von den Eltern auf die Kinder vererbt werden. Darüber kann man sich in einer Beratungsstelle für Genetik informieren. Beratungsstellen für Schwangere geben Auskunft zu allen Fragen rund um das Thema Schwangerschaft. Hier bekommt man auch Informationen zu den Möglichkeiten, Risiken und Konsequenzen vorgeburtlicher Diagnostik. Beratungen sind auch per Telefon oder im Internet möglich.


Beratung für schwangere Frauen

Die Beratung für Schwangere vor der Geburt ist freiwillig. Anders als die sogenannte „Schwangerschaftskonfliktberatung“. Zu dieser muss eine Frau gehen, wenn sie ihre Schwangerschaft abbrechen möchte. In einer Beratung für Schwangere informieren ausgebildete Beraterinnen und Berater ratsuchende Frauen und Männer über alle Themen, die im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft stehen. In vielen Beratungsstellen erhalten Sie Informationen zu den Möglichkeiten, Risiken und Konsequenzen der Untersuchungen vor der Geburt. Sie haben die Möglichkeit, im Gespräch mit einer Beraterin Ihre Haltung zur vorgeburtlichen Diagnostik zu klären und zu einer Entscheidung zu finden. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos.

Wo kann ich mich beraten lassen?

Beratungsstellen für Schwangere vor Ort gibt es zum Beispiel bei der Arbeiterwohlfahrt, dem Deutschen Roten Kreuz, der Pro Familia und bei freien Trägervereinen. Auskünfte über Beratungsstellen für Frauen erhalten Sie bei den Frauenbeauftragten der Städte und Gemeinden.

Beratung für Schwangere – telefonisch oder per Internet

Die Auswahl an Beratungsmöglichkeiten ist groß. Bei schwierigen Entscheidungen ist vielleicht ein persönliches Gespräch in einer Beratungsstelle gewünscht. Es gibt aber viele Möglichkeiten sich am Telefon oder per Internet beraten zu lassen. Wer nicht so gerne mit einem fremden Menschen direkt über persönliche Fragen spricht oder unbekannt bleiben möchte, zieht diese Angebote vor. Diese Beratungen sind immer kostenlos.

Beratungsstellen für Genetik

Nur die wenigsten Behinderungen, Beeinträchtigungen oder Krankheiten sind genetisch verursacht. Trotzdem sind manche werdenden Eltern oder ein Familienangehöriger von einer Krankheit betroffen, die vererbbar sein könnte. Eine Veranlagung für bestimmte chronische Krankheiten oder Behinderungen kann dann von den Eltern oder einem Elternteil auf die Kinder weitergegeben werden. Wer Sicherheit haben möchte, kann das Risiko für das Kind in einer Beratungsstelle für Genetik vor oder während der Schwangerschaft klären. In einer solchen Beratung geht es um die Gesundheit des Kindes. Aber auch um Wissen über sich selbst, den Partner und Angehörige. Man sollte sich deshalb die Frage stellen, welches Wissen man über die eigene „genetische Ausstattung“ oder diejenige seines Partners haben möchte.

Kontakt mit Eltern von Kindern mit Behinderung

Bei der Entscheidung von Eltern, ob sie ein Kind mit Behinderung zur Welt bringen wollen, kann auch der Kontakt zu anderen Eltern helfen. Auskünfte und Kontaktmöglichkeiten zu Eltern von Kindern mit Behinderung geben zum Beispiel die Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. Adressen finden Sie unter www.lebenshilfe.de

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zuletzt aktualisiert: 07.04.2017

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