Autofahren   

Menschen mit Schwerbehinderung müssen weniger Steuern für ihr Kraftfahrzeug bezahlen, zum Beispiel für ihr Auto. Möglich sind eine Halbierung der Steuer oder eine komplette Befreiung. Die Steuervergünstigung muss man beim Zoll beantragen.


Menschen mit Schwerbehinderung können ganz oder teilweise von der Kraftfahrzeug-Steuer befreit werden. Das hängt von der Art und dem Grad der Behinderung ab. Die rechtliche Grundlage ist das Kraftfahrzeug-Steuergesetz (KraftStG), Paragraf 3a.

Vergünstigung und Merkzeichen

  • Die Höhe der Vergünstigung hängt vom Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis ab: Für die Merkzeichen "H" (Hilflosigkeit), "Bl" (Blindheit oder hochgradige Sehbehinderung) und "aG" (außergewöhnliche Gehbehinderung) gilt: Sie müssen keine Kraftfahrzeug-Steuer bezahlen. Zusätzlich können Sie auch kostenlos im Öffentlichen Personennahverkehr (zum Beispiel Bus und Bahn) fahren.
  • Für die Merkzeichen "G" (Gehbehinderung), Gl (Gehörlosigkeit) oder ohne Merkzeichen aber mit orangefarbenem Flächenaufdruck gilt: Sie können wählen, zwischen
  1. Ermäßigung der Kraftfahrzeug-Steuer von 50 Prozent
    oder
  2. der kostenloses Fahren mit Bus und Bahn.

Antrag stellen

Wer keine oder weniger Kraftfahrzeug-Steuer bezahlen möchte, muss einen schriftlichen Antrag stellen. Den Antrag reichen Sie beim Zoll zusammen mit dem Schwerbehindertenausweis ein. Das Zollamt trägt die Steuervergünstigung im Kfz-Schein ein. Sie können nur für ein Kraftfahrzeug eine Steuervergünstigung bekommen. Das Fahrzeug wird auf den Menschen mit Schwerbehinderung zugelassen. Die Vergünstigungen können auch Kinder mit Schwerbehinderung in Anspruch nehmen. In diesem Fall müssen die Eltern das Fahrzeug auf den Namen des Kindes zulassen. Die Eltern dürfen das Fahrzeug allerdings nur für bestimmte Fahrten benutzen. Zum Beispiel für den Transport des Kindes.

Fragen zur Kraftfahrzeug-Steuer beantwortet die Zentrale Auskunft des Zoll unter der Telefonnummer 0351/44834-550, Mo-Fr, 8-17 Uhr.
E-Mail: info.kraftst@zoll.de

Umweltzonen

In vielen Städten gibt es Umweltzonen. In diese Zonen dürfen nur Personen einfahren, die durch eine Plakette dazu berechtigt sind.
Für Menschen mit Behinderung gibt es jedoch Ausnahmen. Inhaber eines blauen oder orangenen Parkausweises dürfen in die Umweltzone einfahren. Der Parkausweis soll deutlich sichtbar ausgelegt werden. Außerdem können die Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmegenehmigungen erteilen. Informationen und Anträge dazu erhalten Sie direkt bei der Kommune. Auch die Ausnahmegenehmigungen müssen deutlich sichtbar ausgelegt werden.

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zuletzt aktualisiert: 27.03.2018

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