BAföG

Menschen mit wenig Geld können durch BAföG studieren oder eine Ausbildung machen. Der Staat zahlt BAföG als einen monatlichen Betrag. Die eine Hälfte des Betrags ist ein Kredit, die andere Hälfte ein Zuschuss.


Voraussetzungen für BAföG

Sie können BAföG erhalten, wenn Sie nicht genug Geld haben, um zu studieren oder eine Ausbildung zu machen. Es hängt meist vom Einkommen der Eltern ab, ob und wie viel BAföG Sie erhalten. In bestimmten Fällen gibt es aber auch eltern-unabhängiges BAföG, wenn Sie zum Beispiel im zweiten Bildungsweg das Abitur erhalten haben. Sie können höchstens 735 Euro pro Monat bekommen (Stand: 27.03.2017). Die Hälfte des Betrages ist ein zinsloser Kredit, die andere Hälfte ein staatlicher Zuschuss. BAföG erhalten sie nur für eine begrenzte Zeit. Entscheidend ist die Regelstudienzeit.

Kinder und BAföG

Wer mit einem eigenen Kind unter zehn Jahren in einem Haushalt lebt, kann 130 Euro pro Kind zusätzlich erhalten (Paragraf 14b BAföG). Außerdem können Sie länger BAföG erhalten als die Regelstudienzeit vorgibt. Durch eine Schwangerschaft und Kindererziehung ergeben sich folgende Verlängerungs-Zeiten:

  • für die Schwangerschaft: 1 Semester,
  • bis zum 5. Lebensjahr des Kindes: 1 Semester pro Lebensjahr,
  • für das 6. und 7. Lebensjahr des Kindes: insgesamt 1 Semester,
  • für das 8. bis 10. Lebensjahr des Kindes: insgesamt 1 Semester.

Wenn beide Eltern studieren, müssen sie sich die Verlängerungs-Zeiten aufteilen. Die Eltern müssen dann schriftlich erklären, wie die Kinder-Betreuung aufgeteilt ist.

Altersgrenze für BAföG

Allgemein können Menschen, die älter als 30 Jahre sind, kein BAföG erhalten. Bei einem Master-Studiengang liegt die Altersgrenze bei 35 Jahren. Es gibt aber Ausnahmen, wenn Sie zum Beispiel Ihre Hochschul-Zugangs-Berechtigung auf dem 2. Bildungsweg erhalten haben. Oder wenn Sie erst durch eine berufliche Qualifikation studieren können.

Antrag-Stellung

Den Antrag auf BAföG stellen Sie beim Studentenwerk. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet eine Suche nach dem zuständigen Studentenwerk.

Rückzahlung des Kredits

Die Hälfte des erhaltenen BAföG müssen Sie zurückzahlen. Wenn Sie Ihr Studium nach dem 1. März 2001 angefangen haben, müssen Sie höchstens 10.000 Euro zurückzahlen. Fünf Jahre nach Ende der Regelstudien-Zeit fordert Sie das Bundesverwaltungsamt auf, den Kredit zurückzuzahlen. Sie können eine Ratenzahlung vereinbaren, die zu Ihrem Einkommen passt. Die kleinste mögliche Rate beträgt 105 Euro. Mehr können Sie immer abzahlen. Wer weniger als 1.145 Euro pro Monat verdient, muss die Rückzahlungsraten erst einmal nicht bezahlen. Bei Menschen, die Kinder, Ehe- oder Lebenspartner versorgen, ist diese Einkommensgrenze höher.

Das Bundesverwaltungsamt kann Ihnen auch einen Teil des Kredits erlassen. Bedingung ist:

  • Sie haben kein oder nur ein geringes Einkommen und
  • pflegen ein Kind unter 10 Jahren oder
  • pflegen ein Kind mit Behinderung.

Weitere Informationen

  • Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finden Sie alle Infos zum BAföG, Antragsformulare, rechtliche Grundlagen und Merkblätter.
  • Einen BAföG-Rechner finden Sie auf der Internetseite "Studis online".

zuletzt aktualisiert: 06.04.2017

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