Untersuchungen vor der Geburt

Wenn eine Frau erfährt, dass sie schwanger ist, geht sie meistens zum Frauenarzt oder zu einer Hebamme. Denn beide bieten Untersuchungen vor der Geburt an. Bei den Untersuchungen schauen die Ärzte oder Hebammen, ob es der Mutter und dem ungeborenen Kind gut geht. Wenn die Mutter oder das Kind krank sind, kann es sein, dass sie in ein Krankenhaus müssen. Die Kosten für die Untersuchungen vor der Geburt übernehmen die Krankenkassen.


Untersuchungen vor der Geburt

Schwangere Frauen wollen meist, dass ein Arzt oder eine Hebamme sie und das ungeborene Baby untersuchen. Der Arzt oder die Hebamme untersuchen, wie sich das ungeborene Baby entwickelt und wie es der Mutter geht. Mit Ultraschall und weiteren Tests prüfen die Ärzte auch, ob Krankheiten oder andere Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind vorliegen. Der Fachbegriff für diese Untersuchungen vor der Geburt lautet „Pränatale Diagnostik“.
Mit den Untersuchungen vor der Geburt ist es zum Beispiel möglich, Herz-Krankheiten oder Behinderungen festzustellen. Zur Untersuchung vor der Geburt gehören:

  • Untersuchungen, bei denen ein Bild entsteht (Ultraschall, 3D-4D-Sonographie und Dopplersonographie)
  • Untersuchungen, bei denen der Arzt oder die Ärztin Zellen des ungeborenen Babys entnimmt (z.B. Fruchtwasserpunktion, Chorionzottenbiopsie)
  • Untersuchungen, bei denen der schwangeren Frau Blut abgenommen wird. (Der Test wird Triple-Test, auch Erst-Trimester-Test oder Down-Syndrom-Screening genannt.)
  • Untersuchungen, die zeigen, ob die inneren Organe gesund sind (zum Beispiel: Lunge oder Herz)

Weitere Informationen zu den einzelnen Untersuchungen:

Vorsorge-Untersuchungen sind sinnvoll, aber keine Pflicht

Schwangere Frauen haben den gesetzlichen Anspruch auf zehn Vorsorgeuntersuchungen. Diese Untersuchungen sind freiwillig, also ein Angebot und keine Pflicht. Vor jeder Untersuchung sollte der Arzt oder die Ärztin der schwangeren Frau genau erklären, warum zum Beispiel eine Ultraschall-Untersuchung oder eine Blutabnahme sinnvoll sind. Die verschiedenen Vorsorge-Untersuchungen können sehr sinnvoll und hilfreich sein. Die Entscheidung, ob die Untersuchung gemacht werden soll, liegt aber allein bei der Frau.

Weitere Informationen:

Frauen-Heilkunde und Geburtshilfe in Krankenhäusern

Die Vorsorge-Untersuchungen können in einer Frauenarzt-Praxis oder durch Hebammen Zuhause oder in einem Geburtshaus gemacht werden. In Fällen, wo eine Behandlung im Krankenhaus notwendig werden sollte, geben die zuständigen Abteilungen für Frauen-Heilkunde und Geburtshilfe in Krankenhäusern Auskunft.

Hebammen

Frauen können bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft die gesamte Vorsorge auch von einer Hebamme durchführen lassen. Nur wenn Komplikationen auftreten, wird die schwangere Frau zu einer Ärztin oder einem Arzt geschickt.

Viele Frauen wissen nicht, dass auch eine Hebamme alle Untersuchungen vor der Geburt machen kann. Deswegen gehen nur wenige Frauen zu einer Hebamme. Schwangere können aber auch zwischen Arzt und Hebamme wechseln: Sie können also alle Vorsorgeuntersuchungen von einer Hebamme durchführen lassen oder auch erst zu einer Hebamme gehen und bei der nächsten Untersuchung zu einer Frauenärztin. Übernimmt eine Hebamme die Vorsorge-Untersuchung, ist es wie bei der Vorsorge durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten.

Weitere Informationen:
Der Deutsche Hebammenverband e. V. kann Ihnen weitere Informationen zur Schwangeren-Betreuung durch Hebammen geben.

Kostenübernahme

Die Kosten für die Vorsorge-Untersuchungen werden von der Krankenkasse bezahlt. Hat eine Frau keine Krankenversicherung, können die Kosten vom Sozialamt übernommen werden, wenn sie wenig Geld zum Leben hat.

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zuletzt aktualisiert: 19.07.2017

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