Sozialpädiatrische Zentren

In einem Sozialpädiatrischen Zentrum werden Kinder und Jugendliche behandelt, die eine besonders schwere oder lange andauernde Erkrankung oder Behinderung haben. Die Abkürzung für Sozialpädiatrische Zentren heißt SPZ. Hier arbeitet ein Team aus mehreren Fachbereichen der Frühförderung zusammen. Die Zusammenarbeit geschieht unter medizinisch-ärztlicher Aufsicht.


Welche Kinder werden behandelt?

Die Zentren arbeiten eng mit Kinder- und Jugendärzten und Frühförderstellen zusammen. Die Untersuchung und Behandlung eines Kindes erfolgt nach einer Überweisung des zuständigen Kinderarztes. Ein SPZ betreut und behandelt Kinder, die zum Beispiel folgende Krankheiten oder Behinderungen haben:

  • chronische Kopfschmerzen
  • Epilepsie
  • Muskelerkrankungen
  • auffälliges Verhalten im Säuglings- und Kleinkindalter
  • Störung im Sozialverhalten
  • Vernachlässigung
  • Misshandlung
  • sexueller Missbrauch

Manche Kinder können über einen langen Zeitraum in einem SPZ betreut werden. Die Behandlung kann bis zum 18. Lebensjahr dauern. Die Familie und enge Bezugspersonen des Kindes werden in die Behandlung miteinbezogen. Sie sollen lernen, wie sie am besten mit dem Kind umgehen und es unterstützen können. In Deutschland gibt es zurzeit etwa 140 Sozialpädiatrische Zentren. Davon arbeitet die Mehrzahl ambulant. In manchen Einrichtungen ist eine stationäre Versorgung möglich. Die Behandlung in einem SPZ ist für gesetzlich krankenversicherte Kinder und Jugendliche kostenlos. Die rechtliche Grundlage für die Behandlung ist das Sozialgesetzbuch 5, Paragraf 119.
Wenn Sie sich über Sozialpädiatrische Zentren in Ihrer Nähe informieren möchten, kann Ihnen Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin Auskunft geben.

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zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

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