Arbeit und Alter

Mehrere ältere Männer sitzen an einem Tisch und essen zusammen.

Rentenalter und Ruhestand sind auch für Menschen mit Behinderung ein bedeutender Lebensabschnitt. Und „Rente“ ein wichtiges Thema. Ist man auf dem normalen Arbeitsmarkt beschäftigt, gelten grundsätzlich für alle Arbeitnehmer die gleichen Regelungen. Es sei denn, Krankheit oder Behinderung machen dies nicht möglich.
Häufig setzt eine Behinderung erst im fortgeschrittenen Alter ein beziehungsweise prägt sich erst dann stärker aus. Dies kann dazu führen, dass ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin die bisherige Tätigkeit nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausüben kann. Wenn die Berufsfähigkeit eines Arbeitnehmers krankheitsbedingt auf weniger als die Hälfte der vollen Berufsfähigkeit eines gesunden Angehörigen seiner Berufsgruppe herabgesunken ist, liegt eine Berufsunfähigkeit vor. Im Falle einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Rente, vorausgesetzt er oder sie hat in der Vergangenheit ausreichende Rentenversicherungsbeiträge erbracht. Der Antrag auf Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente kann bei den Kreis- und Gemeindeverwaltungen als sogenanntes Versicherungsamt gestellt werden Es empfiehlt sich, bereits bei der Antragstellung umfassende ärztliche Atteste – soweit vorhanden – beizufügen.

Ausgleitende Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung

Beschäftigte einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung können durch die Einrichtung, in der sie arbeiten, Hilfe beim Einstieg in das Rentenalter erhalten.
Für die meisten Erwachsenen mit einer geistigen Behinderung stellt die Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) einen Lebensmittelpunkt dar. Hier kann man mit Kolleginnen und Kollegen Freundschaften schließen, die Arbeit gibt Bestätigung und das Bewusstsein, gebraucht zu werden.
Der Eintritt in den Ruhestand kann zunächst ein Gefühl der Leere und der Nutzlosigkeit auslösen. Das gilt gleichermaßen für Menschen ohne und mit Behinderung. Letztere trifft der Austritt aus dem Arbeitsleben oft noch härter, da sie Veränderungen im Alter häufig schwerer verarbeiten.
Ein allmähliches Ausscheiden aus dem Arbeitsprozess kann den Übergang in den Ruhestand sehr erleichtern. Mögliche Maßnahmen der Werkstatt sind:

  • Verkürzung der Arbeitszeit
  • Einführung verlängerter oder zusätzlicher Pausen
  • Veränderung der Arbeitsinhalte
  • Veränderung des Arbeitsplatzes
  • Einrichtung einer speziellen Gruppe für ältere Beschäftigte, so dass die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch veränderte Abläufe nicht beeinträchtigt werden

Die Werkstatt für behinderte Menschen

Anlaufstellen für ältere Menschen mit Behinderung vor Ort

Weiterführende Informationen im Internet


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EU-Rente, Freizeitangebote, Grundsicherung, Rente, Rentenalter, Werkstatt

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