Bauen

Haus Lindenhof, aus dem Haus blicken einige Menschen

Barrierefreies Bauen und Umbauen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Neben Menschen mit einer Behinderung oder einer Schwerbehinderung sind auch immer mehr ältere Menschen auf Wohnraum angewiesen, der ihren Bedürfnissen entspricht. Neben barrierefreien Zugängen und ausreichend Bewegungsfläche müssen auch die Bedienungseinrichtungen im Bad- und Küchenbereich so angeordnet sein, dass sie etwa von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Mittlerweile haben sich einzelne Firmen auf den barrierefreien Hausbau oder die Umgestaltung von Wohnungen spezialisiert. Nähere Informationen bieten die Internetseiten der jeweiligen Anbieter.

Die Förderung von Neu- oder Umbauten mit Anpassungen an die Belange von Menschen mit Behinderung mit sogenannten leistungsfreien Darlehen – sprich Zuschüssen – ist in Deutschland Ländersache. Das heißt, dass die Voraussetzungen und auch die Höhe der Förderung vom jeweiligen Bundesland abhängig ist.
Einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten und Leistungen im Bereich des barrierefreien Wohnens finden Sie in der Rubrik "Selbstbestimmt Leben".

Steuerliche Vergünstigungen für barrierefreie Umbaumaßnahmen

Laut eines Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) (VI R 7/09) sind Aufwendungen für den Umbau des Hauses / einer Wohnung zum Zweck der Barrierefreiheit unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen von der Einkommenssteuer abziehbar. Der Antragsteller oder das Familienmitglied muss jedoch seine Schwerbehinderung nachweisen und vor Beginn der Baumaßnahmen ein ärztliches Attest vorlegen.

Berufstätige mit Behinderung können aufgrund ihres Anspruchs auf „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ Zuschüsse oder verbilligte Darlehen erhalten. Diese Zuschüsse und Darlehen sind an die Beschaffung, die Ausstattung oder die Erhaltung einer barrierefreien Wohnung gebunden. Zuständig ist das Integrationsamt oder, wenn der Betroffene bereits 15 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hatte, die Rentenversicherung. Freiberuflich oder selbstständig Tätige wenden sich ebenfalls an das Integrationsamt.

Weiterführende Informationen im Internet


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behindertengerechte Umgestaltung, Wohnen, Wohngeld, Wohnraum

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