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Urteil: Blindenführhunden kann der Zutritt zu einer Arztpraxis nicht grundsätzlich verweigert werden

16.03.2020

Nach einem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts kann einer Person mit einem Blindenführhund nicht grundsätzlich der Zugang zu einer Arztpraxis verweigert werden.
Im konkreten Fall musste die blinde Klägerin eine Orthopädie-Praxis durchqueren, um eine Physiotherapie-Praxis aufsuchen zu können. Die Orthopädie-Praxis verweigerte ihr eines Tages den Durchgang durch ihre Praxis. Die Klägerin solle über das Außengelände in die Physiotherapie-Praxis gehen. Die Klägerin argumentierte dagegen, dass sie diesen Weg mit ihrem Blindenführhund nicht benutzen könne.
Das Bundesverfassungsgericht gab ihr Recht. Die Orthopädie-Praxis verstoße mit dem Durchgangs-Verbot gegen die Grundrechte der Klägerin. Das Gericht stärkt damit das Recht auf die Mitnahme von Blindenführhunden.
Ausführliche Darstellung des Urteils beim Bundesverfassungsgericht
Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom
Aktenzeichen: - 2 BvR 1005/18

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