Nachteile von Untersuchungen vor der Geburt

Vor der Geburt eines Babys gibt es viele Untersuchungen für das ungeborene Kind und die Mutter. Einige Untersuchungen können erst im vierten Monat der Schwangerschaft gemacht werden oder später. Wenn bei der Untersuchung herauskommt, dass das ungeborene Kind eine Behinderung haben könnte, ist das für viele werdenden Eltern völlig unerwartet. Sie haben oft Angst um ihr Kind und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Beratungsstellen können den Eltern helfen, die Angst zu überwinden, und viele Fragen beantworten.


Es gibt nur sehr wenige Behinderungen, die angeboren sind: Von 100 Menschen mit Behinderung haben nur vier ihre Behinderung seit der Geburt. Trotzdem fragen Ärzte oder Hebammen fast jede schwangere Frau, ob sie ihr ungeborenes Kind auf Behinderungen untersuchen lassen will. In Deutschland findet die Vorsorge-Untersuchung von Schwangeren meist in der Frauenarztpraxis statt.

Vorsorge-Untersuchungen gefallen nicht jedem

Manche Menschen finden nicht alles an der Vorsorge-Untersuchung gut. Zum einen ist es möglich, dass Ärzte bei den Untersuchungen nichts Auffälliges finden und die Eltern denken, dass keine Behinderungen auftreten werden. Das Kind kann aber nach der Geburt trotzdem Krankheiten oder Behinderungen haben. Zum anderen sollten sich werdende Eltern bewusst sein, dass das Ergebnis der Untersuchung immer Fragen aufwerfen kann. Zwar verstehen viele Ärzte oder Hebammen die Vorsorge-Untersuchungen als Fürsorge für das ungeborene Baby. Doch wenn eine Behinderung festgestellt wird, werden die Eltern vor eine sehr schwierige Entscheidung gestellt: Wollen sie einen Schwangerschaftsabbruch? Außerdem werden manche Untersuchungen noch sehr spät während der Schwangerschaft angeboten. Das Kind könnte zu diesem Zeitpunkt schon auf die Welt kommen und überleben.

Was tun, wenn die Untersuchung zeigt: "Mein Kind hat eine Behinderung"?

Nur in seltenen Fällen gibt es eine Möglichkeit, das Kind schon vor der Geburt zu behandeln. Die meisten Untersuchungen, die ein sicheres Ergebnis zeigen, ob das ungeborene Kind krank oder behindert ist, können erst spät während der Schwangerschaft durchgeführt werden. Viele schwangere Frauen und ihre Partner haben dann schon eine Beziehung zum Kind aufgebaut. Sie haben sich sehr auf die Geburt des Kindes gefreut. Die Frage: „Bekomme ich mein Kind oder nicht?“ kann eine Krise auslösen.

Mit dieser schwierigen Frage müssen die werdenden Eltern aber nicht alleine bleiben. Beratungsstellen helfen zusätzlich zu der Beratung durch Ärzte oder Hebammen. Das Schwangerschaftskonflikt-Gesetz garantiert Frauen und Männern eine umfassende Beratung - wenn gewünscht auch ohne seinen Namen nennen zu müssen.

Schwangeren-Notruf

Hilfesuchende können 24 Stunden am Tag unter der Telefonnummer 0 21 51 - 6 53 52 51 anrufen.

Weitere Informationen

zuletzt aktualisiert: 29.03.2017

Adressen vor Ort

Finden Sie Beratungsstellen in Ihrer Nähe.

Zum Seitenanfang

Regionalpartner-Anmeldung

Partner werden

Damit das Angebot des Familienratgebers mit Hilfe eines regionalen Netzwerks kontinuierlich verbessert und ausgebaut werden kann, suchen wir ständig nach weiteren Regionalpartnern.

Jetzt bewerben!

Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/lebensphasen/geburt-fruehfoerderung/nachteile-untersuchung-geburt.php