Arbeitshilfen: Assistenz, technische Ausstattung und PKW   

Manche Menschen mit Behinderung benötigen für ihren Job Hilfen am Arbeitsplatz. Das können technische Hilfen sein, eine persönliche Assistenz oder ein Auto.


Arbeitsassistenz

Einige Menschen mit Behinderung können nur mit einer persönlichen Assistenz arbeiten. Ein persönlicher Assistent oder eine persönliche Assistentin sind Menschen, die für den Menschen mit Behinderung arbeiten. Arbeitsassistenz kann zum Beispiel bedeuten, dass eine Vorleserin einem Menschen mit Sehbehinderung hilft. Die Kosten der Assistenz übernehmen die Rehabilitationsträger, wenn dadurch ein Arbeitsplatz entsteht. Die Integrationsämter bezahlen den Assistenten oder die Assistentin, wenn ein Arbeitsplatz durch die Assistenz erhalten werden kann. Menschen mit Behinderung stellen ihre Assistenten meist selbst an. Das ist durch das persönliche Budget möglich. So werden sie selbst zu Arbeitgebern. Menschen mit Behinderung können so selbstbestimmt ihre Angestellten auswählen.

Lesen Sie dazu auch die Familienratgeber-Artikel "Assistenz" und "Persönliches Budget".

Arbeitshilfen

Arbeitshilfen sind meist technische Hilfsmittel am Arbeitsplatz. Das kann zum Beispiel ein Bildschirmlesegerät oder eine Einhand-Tastatur sein. Die Arbeitshilfen werden am Arbeitsplatz installiert und nur dort benutzt. Sie sind persönlich auf den Menschen mit Behinderung abgestimmt. Durch die persönliche Anpassung ist der Arbeitnehmer in der Regel Eigentümer der technischen Arbeitshilfe. Die Besitzer einer Arbeitshilfe können sie deswegen bei einem Arbeitsplatz-Wechsel mitnehmen. Der Mitarbeiter mit Behinderung hat auf die Arbeitshilfe einen rechtlichen Anspruch gegenüber seinem Arbeitgeber (Paragraf 81, 9. Sozialgesetzbuch). Hat ein Betrieb eine Schwerbehinderten-Vertretung, kann man sich auch hier Hilfe und Beratung holen. Zum Beispiel kann die Schwerbehinderten-Vertretung dabei helfen, Arbeitshilfen zu beantragen. Wenn zum ersten Mal eine Arbeitshilfe eingerichtet wird, übernimmt das Arbeitsamt die Kosten. Eine Umrüstung bezahlt das Integrationsamt.

Hilfen zum Erreichen des Arbeitsplatzes

Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf ein Kraftfahrzeug, wenn sie ihren Arbeitsplatz nicht anders erreichen können. Ein Kraftfahrzeug kann ein Auto, ein Transporter oder ein Motorroller sein. Dieser Anspruch ist in der Kraftfahrzeug-Hilfe-Verordnung festgeschrieben. Sie können das Fahrzeug auch dann beantragen, wenn eine andere Person als der Mensch mit Behinderung das Fahrzeug fahren muss. Der Höchstzuschuss für ein Fahrzeug beträgt 9.500 €. Kostenträger sind, je nach Voraussetzungen: Arbeitsamt, Integrationsamt oder Rentenversicherung.

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zuletzt aktualisiert: 07.08.2017

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