Schulamt und Schulbehörde

Zwei Jungs bearbeiten Aufgaben in Büchern.

Nach Art. 7 GG (Grundgesetz) untersteht das gesamte Schulwesen der Aufsicht des Staates. Diese Aufsichtsfunktion umfasst die Schulhoheit (Norm- und Richtlinienkompetenz) sowie die eigentliche Schulaufsicht (Rechts- und Fachaufsicht, Dienstaufsicht). Die Schulaufsicht und die Schulverwaltung ist in Deutschland hierarchisch in vier Ebenen gegliedert: Kultusministerium, obere Schulaufsichtsbehörde (Regierungspräsident), untere Aufsichtsbehörde (Schulamt, Schulrat) und Schulleiter.

Die Rechte und Pflichten dieser Instanzen variieren von Bundesland zu Bundesland. Die untere Schulaufsichtsbehörde spielt eine wichtige Rolle bei der Einschulung, vor allem auch bei der Entscheidung über den zu wählenden Schulort.

Besonders für Kinder mit Behinderung entscheidet die Schulaufsicht wesentlich mit über die Zuweisung eines Kindes in eine Förderschule oder eine allgemeine Schule. Die Frage nach dem benötigten sonderpädagogischen Förderbedarf (SPF) spielt dabei eine entscheidende Rolle. Je nach Bundesland sind bei dieser Entscheidung die Mitwirkungsrechte der Sorgeberechtigten stärker oder schwächer. Außerdem entscheidet die Schulaufsichtsbehörde auch über das Angebot und die Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts.



Hilfe in Ihrer Nähe

Sie suchen Beratungsstellen in der Umgebung? Finden Sie diese jetzt ganz einfach mit unserer Suche.

Zur Suche
Seite weiterempfehlen

Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/kinder/schule/schulamt.php