Aktion 09.01.-22.01. Unsere Experten: Siegrid Zierott, Kai Pakleppa, Christoph Gräf und Katja Krause

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Expertenantwort

Katja Kruse 23.01.2016, 12:24 Uhr

Sehr geehrte Frau Müller,

für ehrenamtliche Pflegepersonen entrichtet die Pflegekasse Beiträge zur Rentenversicherung, wenn die Pflegeperson den Pflegebedürftigen regelmäßig mindestens 14 Stunden in der Woche pflegt. Durch diese Beitragszahlung werden Versicherungszeiten in der Rentenversicherung für die Pflegeperson aufgebaut oder erweitert.

Die Höhe der Rentenversicherungsbeiträge richtet sich nach § 166 Absatz 2 SGB VI. Danach werden fiktive beitragspflichtige Einnahmen zugrunde gelegt, die von der Anzahl der wöchentlichen Pflegestunden (mindestens 14 Stunden), der Pflegestufe sowie der Bezugsgröße nach § 18 SGB IV abhängen. Die Bezugsgröße wird jährlich neu festgelegt.

Bemessungsgrundlage für die Beiträge bei Pflege eines Pflegebedürftigen der Pflegestufe 1 ist ein Betrag von 26,6667 Prozent der Bezugsgröße. Voraussetzung dafür, dass Ihre Pflegekasse diesen Beitrag an die Rentenversicherung zahlt, ist lediglich, dass Sie Ihren Sohn mindestens 14 Stunden wöchentlich pflegen. Es kommt also nicht darauf an, ob Ihr Sohn Kombinationspflege in Anspruch nimmt und wieviel dadurch noch vom Pflegegeld übrig bleibt.

Unerheblich ist bei Pflegestufe 1 auch, ob es Zeiten gibt, in denen Sie Ihren Sohn mehr als 14 Stunden wöchentlich pflegen. Dies ist lediglich bei Pflegebedürftigen der Stufen 2 und 3 von Bedeutung. In diesen Fällen richtet sich die Höhe der Beitragszahlung danach, ob die Pflegeperson den Pflegebedürftigen mehr als 14, mehr als 21 oder mehr als 28 Stunden wöchentlich pflegt.

Beste Grüße
Katja Kruse, Referentin für Sozialrecht beim bvkm


Kombinationspflege und Rentenbeiträge


von Susanne Müller (Gast) am 22.01.2016 um 10:42 Uhr

Expertenantwort: Kombinationspflege und Rentenbeiträge


von Katja Kruse (Experte) am 23.01.2016 um 12:24 Uhr

Experte Katja Kruse

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