Entlastung in der Familie

Familie draussen sitzend

In fast jeder Familie gibt es Phasen oder bestimmte Situationen, in denen besonders die Eltern das Gefühl haben, dass ihnen alles “über den Kopf“ wächst. In Familien mit einem Kind oder Angehörigen mit Behinderung ist das Bedürfnis, “mal wieder Luft zu bekommen“ und etwas mehr Zeit für sich selbst und die anderen Familienmitglieder zu haben, häufig sehr stark. In solchen Fällen können Hilfsangebote von Wohlfahrts- und Behindertenverbänden für Entlastung und Unterstützung sorgen.

FED und FUD

Die Begleitung von Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen wird meist durch Familienentlastende Dienste (FED), Familienunterstützende Dienste (FUD) oder Fachdienste für Offene Hilfen angeboten. Träger dieser Dienste und Hilfen sind meistens Wohlfahrts- oder Behindertenverbände, wie Diakonie, Caritas oder die Lebenshilfe. Sie verstehen sich als Anbieter alltagsorientierter Dienstleistungen für Familien, die einen oder mehrere Angehörige mit Behinderung haben.

Entsprechend ihren Leitprinzipien „Bedürfnisorientierung und flexible Hilfe“ richten sich Art und Umfang der Angebote nach den Erfordernissen der einzelnen Familie.
Die Familien entscheiden in den meisten Fällen mit, welche Art und Umfang der Hilfe für sie sinnvoll ist.
Die Inanspruchnahme der Angebote durch die Familien beruht jedoch auf festen Vereinbarungen zwischen den Familien und den FEDs oder FUDs. Die Familien entscheiden weitgehend selbst über Art und Umfang der Hilfe.Ob und wenn ja, welche Leistungen finanziell übernommen werden, entscheiden die Krankenkassen und die Sozialhilfeträger. Finanzierungsmöglichkeiten bestehen über die Pflegeversicherung (§§ 39, 45b SGB XI) und über die Eingliederungshilfe (§§ 53, 54ff. SGB XII). Lassen sie sich hierzu unbedigt von ihrem Anbieter beraten.!

Konkrete Hilfeleistungen

Die Angebote Familienentlastender Dienste umfassen:

  • stundenweise, tageweise und mehrtägige Betreuungs- und Pflegehilfen, wahlweise in der Familienwohnung oder in Betreuungsräumen des Familienentlastenden Dienstes
  • sozialpädagogische Betreuung und Begleitung von Familien
  • Hilfen bei der Vermittlung von Gastfamilien
  • sozialrechtliche und psychosoziale Beratung
  • Begleitung und Assistenz bei Kindergarten, Schule, Wohnen , Arbeit und Freizeit
  • Freizeitangebote
  • Bildungsveranstaltungen
  • individuelle Schwerstbehindertenbetreuung (ISB)
  • Fahrdienste

In Abhängigkeit vom Einzelfall können von alltagsbezogenen Assistenzen in Anspruch genommen werden.

Adressen zum Thema Entlastung in der Familie in Ihrer Umgebung

Linktipp:
Auf der Internetseite der Lebenshilfe finden Sie Bericht, wie der Familienunterstützende Dienst in der Praxis aussehen kann.



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Quell-URL: https://www.familienratgeber.de/beratung_hilfe/hilfe_alltag/familienunterstuetzung.php