Familien- und Sozialberatungsstellen

Was bietet die Sozialberatung?

Eine Frau ist verschwommen im Hintergrund zu erkennen, im Vordergrund ist ein Frauenkopf von hinten zu erkennen.

Sozialberatungsstellen bieten Erholungshilfen für Kinder, Mütter und Familien an. Oft arbeiten sie mit Hauspflegediensten zusammen, so dass sie Familienpflegerinnen oder Dorfhelferinnen bei Ausfall der Mutter durch Krankheit oder Kur einsetzen können. Die Mitarbeiter bemühen sich um die Vermittlung von Pflegestellen und beraten Pflegeeltern bei ihrer Aufgabe. Sie geben interessierten Eltern die Erstinformation über Adoption und vermitteln weitere Hilfen und Angebote.

Erste Anlaufstelle

Zwar können Sozialberatungsstellen nicht immer sofort die passende Hilfe anbieten. Sie sind aber in jedem Fall eine gute erste Anlaufstelle, da sie vor Ort viele Kontakte zu Einrichtungen und Ansprechpartnern haben und somit schnell an die richtige Stelle weitervermitteln können. In jeder Sozialberatungsstelle wird man sich bemühen, mit dem Betroffenen gemeinsam die gewünschten und notwendigen Hilfen zu finden.

Sein Recht kennenlernen

Die MitarbeiterInnen der Sozialberatungsstellen sehen deshalb eine Aufgabe darin, die Bürger über ihre gesetzlichen Ansprüche etwa nach dem 12. Sozialgesetzbuch (Sozialhilfe), Bundeserziehungsgeldgesetz, KJHG (Kinder- und Jugendhilegesetz), Mutterschutzgesetz, Wohngeldgesetz oder Kindergeldgesetz zu informieren und zu beraten und ihnen bei der Geltendmachung der Ansprüche zu helfen. Sie informieren und beraten auch über die vorhandenen sozialen Dienste freier und öffentlicher Träger im Einzugsbereich wie Mütterberatung, Familienbildungsstätten oder Treffpunkte alleinerziehender Mütter. In den letzten Jahren wird auch die Schuldnerberatung immer wichtiger.

Psychosoziale Hilfe

Die Sozialarbeiter beraten ferner in sozialen und psychosozialen Fragen, soweit nicht die Vermittlung an Fachberatungsstellen wie Eheberatung, Erziehungsberatung, Familienplanungs- und Sexualberatung, Suchtkrankenberatung oder Behindertenberatung notwendig ist. Durch das Beratungsgespräch ergibt sich auch, welche sozialen Hilfen und Dienste im Einzelfall erforderlich sind.

Ehe-, Partnerschafts- und Lebensberatung unterstützt Ratsuchende bei Problemen in Partnerschaft, Familie und Umfeld. Sie soll helfen

  • ihre schwierige oder krisenhafte Situation und deren Zusammenhänge zu verstehen;
  • Problemlösungen und entsprechende Verhaltensweisen zu erarbeiten;
  • mit nicht behebbaren Belastungen umzugehen.

Die Ehe-, Partnerschafts-, Familien- und Lebensberatung hat ihren festen Platz im Rahmen der sozialen, medizinischen und therapeutischen Versorgung.

Um die Hilfe optimal zu gestalten, arbeiten Berater/-innen mit Personen und Institutionen der Wohlfahrtspflege und der medizinischen und psychosozialen Versorgung sowie der Rechtspflege zusammen.

Rechtsberatung erhalten Mitglieder der Bundesvereinigung der Lebenshilfe Marburg sowie beim Sozialverband VDK. Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe hat für alle Bundesländer Anwaltslisten erstellt, die unter 06321/49 1-195 abrufbar sind.

Adressen von Beratungsangeboten in ihrer Nähe finden Sie auch in dem DAJEB-Beratungsführer für die Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben von der:

Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (DAJEB)
Neumarkter Straße 84 c
81673 München
Telefon: (089) 4 36 10 91
Telefax: (089) 4 31 12 66

Sie können bei DAJEB auch online nach Beratungsangeboten in Ihrer Nähe suchen:

www.dajeb.de/bfonline.htm

Der Caritasverband bietet eine kostenlose und anonyme Online-Beratung für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung. Bei speziellen Fragen wird an wohnortnahe Beratungsstellen vermittelt.

http://www.beratung-caritas.de/beratung_behindertenhilfe_und_psychiatrie.html



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