Schwerbehinderung

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Eine Frau wird von einer anderen Frau unterstütz aus dem Bett aufzustehen

In Deutschland leben 7,1 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung (Stand 2012). Die Mehrzahl der Behinderungen tritt erst im Laufe des Lebens auf. Lediglich vier bis fünf Prozent der Behinderungen stellen sich bereits bei der Geburt ein. Etwa die Hälfte der Menschen mit Schwerbehinderung ist zwischen 55 und 75 Jahre alt. 29 Prozent sind 75 Jahre und älter. Als schwerbehindert gelten Personen, die einen anerkannten Grad der Behinderung (GdBAbkürzung für Grad der Behinderung.

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) von mindestens 50 haben. Der Grad der Behinderung ist das Maß für die körperliche, geistige, seelische und soziale Auswirkung der Beeinträchtigung durch eine Behinderung. Personen mit einem GdBAbkürzung für Grad der Behinderung.

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von mindestens 50 können einen SchwerbehindertenausweisEin Schwerbehindertenausweis ist ein in Deutschland bundeseinheitlicher Nachweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, der von dem Versorgungsamt bzw. einer anderen nach Landesrecht zuständigen Behörde ausgestellt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Ausweises ist, dass ein Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr vorliegt. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Schwerbehinderung".

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bei der für sie zuständigen Kommunalverwaltung oder beim Versorgungsamt beantragen, sofern sie in Deutschland leben oder arbeiten.
Um die Auswirkungen der Behinderung zumindest ansatzweise auszugleichen und Menschen mit Behinderung ein weitestgehend selbstständiges Leben zu ermöglichen, gibt es eine Reihe von Nachteilsausgleichen. Eine immer größere Bedeutung gewinnt für Menschen mit Schwerbehinderung die Möglichkeit, im Alltag auf die Unterstützung von Assistenzen zurückzugreifen.

Barrierefreiheit

Zahlreiche Gesetze und Verordnungen wirken darauf hin, dass schon im Planungsstadium die Gestaltung einer barrierefreien Umwelt berücksichtigt wird. Zur Unterstützung dieses Anliegens werden von der Bundesregierung und den Ländern entsprechende Informationsmaterialien und Handreichungen herausgegeben, Unter anderem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Wenn es um Barrierefreiheit und ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung geht, ist die eigene Wohnung oder das eigene Haus sicher der wichtigste Bereich. Möglichkeiten, den privaten Wohnraum baulich oder mit Hilfe technischer Maßnahmen an die Bedürfnisse Älterer oder Menschen mit Behinderung anzupassen, bietet der Text Nachteilsausgleiche bei der Umgestaltung von Wohnraum.
Viele Städte und Gemeinden haben inzwischen erkannt, dass es wichtig und hilfreich ist, Menschen mit Behinderung in Form von Beiräten oder durch Anhörungen an der Gestaltung einer barrierefreien Umwelt zu beteiligen. Von wahrer InklusionDer Begriff bedeutet Einbeziehung, Einschluss, Dazugehörigkeit und wird u.a. in Pädagogik und Soziologie verwendet. Durch „Inklusive Pädagogik“ und „Soziale Inklusion“ wird Menschen mit Behinderung die Teilhabe an Bildung und gesellschaftlichem Leben ermöglicht. Inklusion im Schulalltag bedeutet, dass Schüler mit und ohne Behinderung - trotz ihrer Verschiedenheit, unterschiedlicher sozialer, regionaler, nationaler, religiöser und kultureller Herkunft - gemeinsam unterrichtet werden und dabei die Bildungs- und Erziehungsbedürfnisse aller Schüler gleichermaßen berücksichtigt werden.

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kann aber erst gesprochen werden, wenn die Beiräte sich nicht länger überwiegend aus Menschen ohne Behinderung zusammensetzen, sondern Menschen mit Behinderung über die sie betreffenden Belange tatsächlich mitentscheiden können.

Ansprechpartner

Ansprechpartner für Hilfen zur sozialen Eingliederung von Menschen mit Behinderung nach dem 12. Sozialgesetzbuch (Sechstes Kapitel) sind die örtlichen Sozialämter.


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