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Frühe Hilfen: Frühberatung/Frühförderung

Einfach gesagt:

Früh-Förderung sind verschiedene Hilfen für kleine Kinder.
Sie können dort Hilfe bekommen, wenn Ihr Kind behindert ist. Oder wenn Ihr Kind einige Dinge nicht so schnell lernt. Zum Beispiel, wenn es nicht gut sprechen oder laufen lernt.

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Die Hand eines Babys in der Hand eines Erwachsenen

Mutter hält Hand eines Säuglings

Frühförderung in Deutschland ist der Oberbegriff für Hilfsangebote verschiedener Art, die in Anspruch genommen werden können, wenn Eltern sich hinsichtlich der Entwicklung ihres Kindes Sorgen machen oder wenn eine Entwicklungsbeeinträchtigung oder Behinderung des Kindes vorliegt.

Frühförderung wendet sich an Eltern mit Kindern vom Säuglings- bis zum Schulalter. Insbesondere will die Frühförderung helfen, wenn kleine Kinder hinsichtlich ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung Unterstützung benötigen.

Medizinische, psychologische, pädagogische und soziale Hilfen sind dabei unverzichtbare Bestandteile eines ganzheitlichen Hilfekonzepts, in das die Familie mit einbezogen ist. Insgesamt geht es also um Frühförderung mit den Familien zusammen. Sie bestimmen den Weg und die auszuwählenden Maßnahmen mit.
Auffälligkeiten oder Beeinträchtigungen sollen möglichst früh erkannt werden, um das Auftreten von Behinderungen zu vermeiden, Behinderungen und ihre Folgen zu mildern oder zu beheben. Dadurch soll das Kind bestmögliche Chancen für die Entfaltung seiner Persönlichkeit bekommen.

Kostenträger

Frühförderung ist Vorsorge.

Erstmals in der gut dreißigjährigen Geschichte der Frühförderung ist sie jetzt im neuen Sozialgesetzbuch IX (9) als Komplexleistung beschrieben. Komplexleistung bedeutet, dass sie als gemeinsame Leistung von pädagogischen, psychologischen, medizinischen und therapeutischen Hilfen gesetzlich verankert ist.

Grundsätzlich leitet sich für das Kind der Rechtsanspruch wie folgt ab: Gemäß SGB V (GKV/Gesetzliche Krankenversicherung) fallen medizinisch-psychotherapeutisch-therapeutische Leistungen in den Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen. Aus Sicht der Familien ist also die ärztliche Verordnung, das Rezept, die ärztliche Überweisung zu einem sozialpädiatrischen Zentrum die Grundlage der Leistungserbringung. Im Zweifelsfall hat hierfür der Sozialhilfeträger (Sozialamt) in Vorkasse zu treten.

Wie arbeitet die Frühförderung?

Wichtige Leitlinien sind ein ganzheitlicher Hilfeansatz, das Zusammenwirken der Berufsgruppen und die Alltagsorientierung der Hilfen. Konkrete Angebote sind: -Beratung, Anleitung und Unterstützung der Eltern, -Früherkennung und Frühdiagnostik, -Frühtherapie/Frühbehandlung, -Pädagogische Frühförderung.

Mobile Frühförderung

Die mobile, also aufsuchende Arbeit einer Frühförderstelle erlaubt die Beratung der Eltern und die Förderung des Kindes zu Hause in vertrauter Umgebung. So können die Bedingungen, Chancen wie auch Hürden der Entwicklung und Entfaltung des Kindes erlebt, miteinander besprochen und in die Förderung und Beratung einbezogen werden.

Ambulante Frühförderung

Die ambulante Arbeitsweise der Frühförderung nutzt die Räumlichkeiten einer Frühförderstelle und ihre Materialien. Viele Eltern nutzen diese Gelegenheit, um in der Frühförderstelle andere Kinder und deren Familien kennenzulernen. Auf diese Weise gelingt Familien mitunter auch der wichtige Schritt nach draußen, indem Kontakte zu anderen betroffenen Eltern geknüpft und Erfahrungen über Hilfemöglichkeiten ausgetauscht werden und auch eine Verbindung zu einer Elterngruppe entstehen kann.

Frühförderung vor Ort




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