Zur Hauptnavigation springen Zur Übergeordneten Navigation springen Zum Seiteninhalt springen
Wichtig sind vor allem nach Eintritt in das Rentenalter tagesstrukturierende Angebote. Dies kann eine Unterstützung bei der Planung des Tagesablaufs sein, dies können auch verschiedene andere Angebote sein. Denkbar sind neben handwerklichem Tun wie Basteln und Werken Aktivitäten wie Schwimmen, Kegeln, Wandern, Tanz oder Gymnastikangebote, die auch von vielen Sportvereinen gemacht werden.
Spieleabende, Theater, Musik, Lesen oder Vorlesen: Möglichkeiten und Ideen zur Zeitgestaltung gibt es viele. Unter den TOP 10 der Interessen und Freizeitaktivitäten finden sich nach Umfragen bei behinderten Senioren Fernsehen, Musik hören, spazieren gehen, reisen, Essen gehen, entspannen, Konzertbesuche, Freunde und Familie. Häufig wird der Wunsch geäußert nach mehr Ruhe, mehr Freizeit, aber ansonsten wenig Veränderung im Alltag.
In erster Linie werden diese Angebote in den Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung gemacht. Auch die "gewöhnlichen" Altenheime machen Angebote zur Freizeitgestaltung, Geselligkeit oder Spezialangebote wie Gehirnjogging. Das knappe Personal gibt jedoch wenig Spielraum für neue und kreative Angebote. Vielfältiger sind die Angebote meist in Behindertenwohnheimen oder Wohngemeinschaften. In Wohnheimen für geistig Behinderte kann jedoch die Beantragung von Pflegeleistungen schwierig werden, da diese nicht immer als stationäre Pflegeeinrichtungen anerkannt sind.
Auch die Erwachsenenbildung macht interessante Angebote zum Beispiel über die Volkshochschulen. Insbesondere kann im Alter die so genannte Biografie-Arbeit verstärkt werden, zum Beispiel durch Fotografieren und das gemeinsame Betrachten alter und neuer Bilder oder durch Gesprächskreise über das Älterwerden. Ältere Menschen mit geistiger Behinderung haben oft Schwierigkeiten, sich auf altersbedingte Veränderungen einzustellen. Oft sehen sie sich auch 50-jährig noch nicht als "richtige Erwachsene". Dies hängt teilweise auch mit dem Konzept der Vollversorgung in Einrichtungen in früheren Zeiten zusammen, als Selbstbestimmung noch nicht so ein wichtiger Bestandteil der Behindertenarbeit war.
Die Erwachsenenbildung der Universität Dortmund bietet Kurse unter dem Motto "Selbstbestimmt älter werden - Vorbereitung auf Alter und Ruhestand" an. Die Kurse sind für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Begleiter. Weitere Informationen unter: Universität Dortmund, Institut für Rehabilitationswissenschaft, Emil-Figge-Straße 50, 44227 Dortmund, Telefon: 0231 - 755-4541, Telefax: 0231 - 755-4503, E-Mail: dejkanat.fb13@unidortmund.de.
Auch Werkstätten für behinderte Menschen machen Angebote für ausgeschiedene und ausscheidende Mitarbeiter. Die Werkstätten bieten zunehmend ein langsames Ausgleiten aus der Werkstatt an. Eine dritte Anlaufstelle für tagesstrukturierende Angebote sind die Altentagesstätten. Auch hier werden neben dem normalen Angebot manchmal besondere Angebote für geistig und mehrfach behinderte Senioren gemacht. Besonders aktiv in der Betreuung und Unterstützung älterer Menschen mit Behinderung sind die Einrichtungen der Lebenshilfe, des Bundesverbandes für Körper- und Mehrfachbehinderte, aber auch die Caritas und die Diakonie.
Ein Beispiel ist die Altentagesstätte der Lebenshilfe Braunschweig
Postfach 30 48
38020 Braunschweig
Telefon: (05 31) 4 71 90
Telefax: (05 31) 4 03 56
E-Mail: Verwaltung@lebenshilfe-braunschweig.de
Örtliches Sozialamt und Träger der Altentagesstätten
Freizeitangebote und Adressen zum Thema Behinderung im Alter vor Ort
Quell-URL: http://www.familienratgeber.de/jugendliche_erwachsene/urlaub_begegnung/freizeit_im_alter.php