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Familientagebuch von Schweizer

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erstellt am 14.05.2011 um 18:56 Uhr

Eine neue Hürde ist genommen

Die Hirn-Op bzw. der epilepsiechirurgische Eingriff unserer Ältesten ist gut überstanden, obwohl die reine OP-Zeit am 16. März immerhin 10 1/2 Stunden betrug! Diese Dauer bzw. die kompletten 14 Stunden an diesem Tag waren kaum zu ertragen, und der Anblick danach meiner Großen auf der Intensivstation mit fast unzähligen Schläuchen und Zugängen gehört auch nicht gerade zu meinen Highlights... Hinzu kamen als "Begleiterscheinungen" eine Gewichtsabnahme von sechs Kilo (d. h. noch 43 kg bei 164 cm Größe), diverse Fieberschübe und erhöhte Werte in Leber, Bauchspeicheldrüse und Urin, die eigentlich gar nicht in Zusammenhang mit der eigentlichen OP zu bringen waren. Hinzu kam, dass bei einer Voruntersuchung noch eine Nierenfunktionsstörung festgestellt wurde, bei der eine Niere noch 40 % die andere dafür 120 % betrug. Es könnte ja langweilig werden. Nach einigermaßen Genesung wurde meine Große dann am 30. März mit dem Krankentransport direkt zur Reha nach Gailingen ins Hegau-Jugendwerk gefahren, wo sie jetzt noch bis Ende Mai stationär untergebracht ist. Es waren als motorische Nebenwirkungen nämlich eine Fußhebeschwäche sowie eine schwer-wiegendere Einschränkung der linken Hand festgestellt. Glücklicherweise gibt es aber in allen Bereichen gute Fortschritte, und obwohl sich Valentina in der Reha sehr wohl fühlt, ist sie doch froh, wieder ganz nach Hause (als nur Sa/So) und auch wieder in die Schule bzw. ins Internat zu kommen, wo doch dort Anfang Juni eine Woche Schullandheim anstehen. Ich selbst merke nach den ganzen Ereignissen der letzten Wochen und Monate (immerhin waren ja auch noch zwei jüngere Kinder zu organisieren und diverse Planungen vorzunehmen), dass ich mich momentan in einem etwas psychischen Loch befinde; d. h. ich bin ziemlich reizbar, mir fehlt jeder Antrieb und auch der "normale" Alltag fällt mir schwer. Wahrscheinlich sind das jetzt meine Begleiterscheinungen... Trotzdem bin ich froh, dass der Eingriff so gut verlaufen ist, dass das nächste halbe Jahr zwar noch ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden müssen, aber dass bisher noch kein Anfall war und auch die Medikamente bereits etwas reduziert werden konnten. Hoffentlich bleibt dieser gute Weg!

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