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Das Buch 'Geschwister behinderter Kinder' ist ein Ratgeber für Familien mit behinderten und nicht behinderten Kindern.
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Fehlgeburt.
Von einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) spricht man, wenn ein Kind länger als sechs Monate sowohl im Kindergarten, in der Schule als auch zu Hause durch ausgeprägt unaufmerksames und impulsives Verhalten aufgefallen ist. Kommen Unruhe und übermäßiger Bewegungsdrang hinzu, dann wird von einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) gesprochen.
Gefühlsansprechbarkeit eines Menschen.
Ein Gegenstand wird nicht "erkannt", obwohl man nicht blind ist (visuelle Agnosie oder Seelenblindheit oder Objektagnosie), obwohl man nicht taub ist (akustische Agnosie oder Seelentaubheit).
Beeinträchtigung oder vollständiger Verlust der Schreibfähigkeit.
Eine Erkrankung, bei der ein Mangel an Pigmenten einschließlich der Augen vorliegt. Kinder mit Albinismus sind sehr lichtempfindlich und tragen manchmal getönte Brillen.
Beeinträchtigung oder vollständiger Verlust der Fähigkeit zu lesen.
Angeborenes Fehlen von Gliedmaßen (siehe auch Dysmelie und Phokomelie).
Wortfindungsstörung bei sonst flüssiger Sprache.
Schwere Form der Merkfähigkeitsstörung.
Eine Fruchtwasseruntersuchung, die zwischen der 14. und der 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Sie gibt Auskunft über mögliche Missbildungen des Ungeborenen (also bestimmte genetische Defekte), insbesondere weist sie auf das Down-Syndrom hin. Zudem bietet dieses Untersuchung Anhaltspunkte bei Verdacht auf einen so genannten offenen Rücken (Spina bifida).
Sprechunfähigkeit, schwere Form einer zentralen Bewegungsstörung der Organe, die das Bilden von Lauten ermöglichen.
Schwerer Neuralrohrdefekt (s.u.); der knöcherne Schädel fehlt ganz oder teilweise. Das Großhirn hat sich nicht entwickelt.
Eine seltene genetische Veränderung im Bereich des Chromosoms 15. Bei dieser geistigen Behinderung ist in der Regel ein Verlust der Sprachfähigkeit sowie eine psychische und motorische Entwicklungsverzögerung zu beobachten.
Verlust des Geruchsinnes.
Punkteschema, nach dem alle Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt beurteilt werden. Atmung, Puls, Muskulatur, Reflexe und Haut werden untersucht und mit Punkten bewertet. Apgar 10 ist ein völlig gesundes Kind.
Sprachstörung aufgrund von Erkrankungen der Sprachzentren. Begriffe können nicht mehr in Worte und Schrift umgesetzt werden, Sprache und Schrift können nicht mehr begriffen werden, obwohl die Intelligenz nicht gestört ist und die Sprechorgane in Ordnung sind.
Unfähigkeit, bestimmte Bewegungsabläufe auszuführen, obwohl keine Lähmungen oder andere Störungen der Motorik vorliegen.
Siehe Ataxie
Störung der Koordination von Bewegungen. Die Muskelgruppen arbeiten nicht mehr richtig zusammen.
Eine Bewegungsstörung mit unwillkürlich ausfahrenden Bewegungen. Die Bewegungsausführung erscheint nicht fließend, sondern überschießend.
Teilnahmslosigkeit durch Versunkensein in die eigene Ideenwelt und Absperrung gegenüber der Außenwelt.
Für Menschen mit Behinderung, bei denen eine Notwendigkeit für einen Heimaufenthalt oder eine stationäre Unterbringung nicht mehr besteht, die aber eine ambulante Begleitung benötigen, bietet sich das Betreute Wohnen (Wohnen mit Assistenz) an.
Hier wird dem Menschen mit Behinderung eine weitgehende Selbständigkeit gewährleistet, es stehen jedoch Fachkräfte zur Verfügung, die bei all dem mithelfen, bei dem eine Begleitung oder Assistenz notwendig ist.
Wenn ein Volljähriger aufgrund einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung oder Krankheit seine Angelegenheiten nicht oder nur noch teilweise besorgen kann, bestellt das Vormundschaftsgericht auf dessen Antrag oder von Amts wegen einen Betreuer. Dies wurde im neuen Betreuungsrecht vom Januar 1992 geregelt, das das alte Vormundschaftsrecht ersetzt hat. Danach bleibt ein Betreuter geschäftsfähig, d.h. er wird nicht mehr entmündigt und damit aller seiner Rechte entkleidet. Umfang und Dauer der Betreuung richten sich danach, was der Betroffene im konkreten Fall noch selbst entscheiden bzw. erledigen kann (z.B. Unterbringung, Vermögensbetreuung) und was durch andere - private oder öffentliche - Hilfen nicht abgedeckt werden kann. Besonders schwerwiegende Maßnahmen (z.B. Kündigung der Wohnung des Betreuten) müssen vom Vormundschaftsgericht genehmigt werden.
Ein Embryo zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Befruchtung der Eizelle. Eine Blastozyste besteht aus einer äußeren und einer inneren Zellmasse mit insgesamt ca. 200 Zellen. Aus den äußeren Zellen entwickelt sich später die Plazenta, aus den inneren Zellen der Fötus. In diesem Entwicklungsstadium sind die Zellen nur noch pluripotent, können sich also nicht mehr in alle möglichen Zellen entwickeln.
Krankengymnastische Methode zur Behandlung von hirnorganisch bedingten Bewegungsstörungen. Eines ihrer Prinzipien ist, falsche Reflexe zu blockieren, um gesunde Bewegungsabläufe und eine normale Haltung aufbauen zu können.
Blindenschrift - auch Braille-Zeile oder Braille-Schrift genannt. Im Alter von 12 Jahren entwickelte der blinde Louis Braille diese Schrift aus sechs fühlbaren Punkten. Seine Methode, auf diese Weise Wörter und Musik ertasten zu können, wurde erstmals 1825 bekannt, eine zweite, verbesserte Version wurde von ihm 1837 veröffentlicht.
Behandlungskonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen sensomotorischen und orofazialen Störungen. Unter orofazialen Störungen werden Auffälligkeiten im Mund- und Gesichtsbereich verstanden, also offener Mund, Zungenvorlage, Mundatmung, Saug- und Schluckstörungen, Trink- und Kaustörungen, etc. Das Konzept wurde von Rudolfo Castillo Morales entwickelt und umfasst die Neuromotorische Entwicklungstherapie und die Orofaziale (den Mund-Nasen-Gesichts-Rachenbereich betreffende) Regulationstherapi.
Erblich bedingte Erkrankung der Glykosylierung. Sie zählt zu der großen Gruppe der genetisch-bedingten Stoffwechseldefekte und damit überlappend auch zur Gruppe der seltenen Erkrankungen.
Siehe Cerebralparese.
Sammelbegriff, unter dem unterschiedliche Störungen im Bewegungsablauf zusammengefasst werden. Andere Bezeichnungen lauten: Cerebrale Bewegungsstörungen oder CP. Ursache für die Cerebralparese ist eine Schädigung des Gehirnabschnittes, der für die Koordination der Muskelbewegungen zuständig ist. Der Grad der dadurch entstandenen Behinderung reicht von unbeholfenen Handbewegungen oder Schwierigkeiten beim Gehen bis hin zu einer kompletten Bewegungsunfähigkeit.
Plazentauntersuchung im Rahmen der Vorgeburtlichen Diagnostik.
vgl. Wachkoma.
Röntgenuntersuchung. Der Computer errechnet ein Schnittbild in unterschiedlichen Grautönen.
Im Oktober 1957 kam das Schlaf- und Beruhigungsmedikament Contergan (Wirkstoff: Thalidomid) in den Handel, welches in den Jahren 1958 bis 1962 in Deutschland dazu führte, dass eine Vielzahl von Kindern mit Fehlbildungen der Gliedmaßen, aber auch häufig mit schwerwiegenden Schäden an den inneren Organen, zur Welt kam.
Therapieprogramm zur Stimulation von kranken und behinderten Kindern durch Delfine. Diese Therapie soll Lernprozesse in Gang setzten.
Lähmung der Beine.
Doppelseitige Lähmung des Ober- oder Unterkörpers.
Doppeltsehen.
Neuro- und sensomotrische Behandlungsmethode für hirngeschädigte Kinder.
Phänomen bei manchen hirnverletzten Kindern; sie bleiben auch bei verbesserter Bewußtseinslage "lieber noch" im Schlaf und müssen wie Dornröschen behutsam aus diesem Zustand "erweckt" werden.
Behinderung, welche bei der embryonalen Zellteilung entsteht. Statt der normalen 46 Chromosomen sind 47 vorhanden, meist ist das Chromosom 21 dreimal vorhanden, daher auch der alternative Name dieser Behinderung: Trisomie 21. Neben einer so genannten geistigen Behinderung sind mögliche körperliche Symptome: vergrößerte Zunge, angeborener Herzfehler, Taubheit, akute Leukämie oder das Fehlen von Darmabschnitten. Gesamtentwicklung und Lernfähigkeit sind meist sehr begrenzt. Der Begriff stammt von Dr. Langdon Down, der als erster diese Behinderung beschrieb.
Man versteht darunter die fehlerhafte Anwednung grammatikalischer Regeln bei der Bildung von Sätzen und der Beugung von Wörtern.
Schluckstörung, Steckenbleiben der Nahrung in der Speiseröhre.
Zentrale Sprachstörung. Das Sprechen ist nur ganz schwer möglich.
Methode zur Messung von Hirnströmen, die Rückschlüsse auf den Zustand des Gehirns zulassen.
Aufzeichnung des Verlaufs der Aktionsströme der Muskeln.
Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen angeschwemmten Thrombus (Aderpfropf, meist in Lunge, Herz oder Gehirn).
Ein im Anfangsstadium der Entwicklung befindliche Leibesfrucht bis zum Abschluss der Organentwicklung in der zwölften Schwangerschaftswoche. Danach spricht man vom Fötus.
Gehirnentzündung.
Tests und Beobachtungskriterien zur Feststellung des Entwicklungsstandes eines Kindes.
Kinderärzte und Entwicklungspsychologen haben aufgrund von Beobachtungen aller Bereiche der kindlichen Entwicklung Entwicklungsstufen entwickelt, um Aussagen darüber treffen zu können, in welchem Alter Kinder einzelne Fertigkeiten beherrschen sollten. Es wird von Entwicklungsverzögerung gesprochen, wenn Kinder länger auf einer Entwicklungsstufe verweilen oder eine folgende Entwicklungsstufe im Vergleich zu Gleichaltrigen später erreichen.
Neigung zu wiederkehrenden Anfällen oder zeitlich begrenzten Veränderungen einer oder auch mehrer Gehirnfunktionen. Die Anfälle stellen ein Symptom der Hirnfunktionsstörung dar und können durch Krankheiten (z.B. Hirntumore, Schlaganfall, Stoffwechselstörung, durch Alkohol- und Drogenentzug oder durch Verletzungen (Geburtsverletzung, Unfall mit Kopfverletzung) ausgelöst werden. Während eines Anfalles kommt es zu ungesteuerten und chaotischen elektrischen Entladungen der Nervenzellen. Viele Epilepsien heilen im Laufe der Zeit aus.
Ergotherapeuten (Arbeitstherapeuten, Beschäftigungstherapeuten (veraltet) arbeiten in der Regel mit geistig und körperlich behinderten Menschen. Sie versuchen, mit Hilfe von Geschicklichkeits- und Ausdauerübungen, den behinderten Menschen in die Lage zu versetzen, mit alltäglichen Anforderungen und Problemen besser fertig zu werden.
Eine genetisch bedingte Besonderheit, deren Ursache in einem Verlust von genetischem Material im Bereich des Chromosoms 7 liegt. Als Folge kommt es zu einer leichten bis mittelschweren geistigen Behinderung bzw. zu einer Entwicklungsverzögerung.
Die Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung mit Schmerzen in allen Körperbereichen, insbesondere bei Belastung. Symptome können allgemeine Schwäche, neurologische Störungen, Konzentrationsstörung, Schlafstörung, chronische Erschöpfung (Fatigue-Syndrom), tiefgreifende Funktionsstörungen sowie erheblich verringerte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit sein. Körperliche, geistige, aber auch emotionale Belastungen erfordern unnatürlich lange Erholungsphasen.
heranwachsende Leibesfrucht ab der zwölften Schwangerschaftswoche (vorher Embryo).
vgl. Amniozentese.
vgl. Amniozentese.
Einrichtung zur Förderung und Therapie von Kindern, die behindert oder von Behinderung bedroht sind; sie bieten in der Regel ein fachübergreifendes Angebot für Kinder ab dem Säuglingsalter bis zur Einschulung.
Neugeborenes, das vor der 37. Schwangerschaftswoche oder mit weniger als 2,5 kg Gewicht geboren wird.
Schädigung des Gehirns, die vor, während oder nach der Geburt eingetreten ist.
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